Politik: Programm

Ich ste­he für eine prag­ma­ti­sche Poli­tik, die sich ohne ideo­lo­gi­sche Scheu­klap­pen für sozia­le Gerech­tig­keit ein­setzt. Stutt­gart muss eine Stadt sein, in der jede*r die Chan­ce auf Teil­ha­be, Bil­dung und per­sön­li­che Ent­fal­tung hat. Seit ich bewusst den­ken kann, bin ich Femi­nist. Ich set­ze mich ein für die kos­ten­lo­se Betreu­ung für alle Kin­der zwi­schen 0 und 18 Jah­ren. Den Woh­nungs­bau sehe ich als zen­tra­le Auf­ga­be der nächs­ten Jah­re. Ich will eine nach­hal­ti­ge, bezahl­ba­re Mobi­li­tät, was ich seit 2 Jah­ren als Besit­zer eines Elek­tro­au­tos auch im All­tag lebe. Kern­the­ma mei­ner Tätig­keit im Gemein­de­rat könn­te die Digi­ta­le Stadt sein. Ich sehe hier bei allen ernst­zu­neh­men­den Beden­ken gro­ße Chan­cen, ins­be­son­de­re in der sozia­len Teil­ha­be. Das Inter­net bie­tet z.B. vie­len Men­schen mit Han­di­caps die Chan­ce, am öffent­li­chen Leben teil­zu­neh­men. Die Digi­ta­li­sie­rung ver­ste­he ich nicht als Selbst­zweck, son­dern als Mög­lich­keit, öffent­li­che Dienst­leis­tun­gen effi­zi­en­ter zu orga­ni­sie­ren und den Abstand zwi­schen Amt und Bürger*innen zu ver­rin­gern.

Programmatische Ideen, die ich mit Ihnen diskutieren möchte.

Wohnen

Die Woh­nungs­kri­se ist ekla­tant. Die Stadt Stutt­gart muss und kann  hier initia­tiv wer­den. Ich möch­te alle Kräf­te dafür ver­wen­den, tie­fer ein­zu­stei­gen, in die Poli­tik­fel­der, die berührt sind, wenn man fol­gen­de Zie­le errei­chen will:

  • 20.000 neue Woh­nun­gen bis 2025
  • Geschoss­woh­nungs­bau auf der Grü­nen Wie­se
  • Brach­flä­chen in der Stadt akti­vie­ren
  • Beschleu­ni­gung des Pro­jek­tes Rosen­stein
Verkehr SSB

Die gene­rel­le Stra­te­gie muss sein: Autos raus aus der City, zunächst die mit Ver­bren­nungs­mo­tor, also Elek­tro­mo­bi­li­tät ermög­li­chen.
Stutt­gart muss attrak­ti­ver wer­den für ÖPNV, Rad, Fuß­gän­ger
Maß­nah­men ÖPNV:

  • 365-Euro-Jah­res­ti­cket
  • Ver­bes­se­rung der Takt­zahl durch Zusatz­an­schaf­fun­gen beim rol­len­den Mate­ri­al und Per­so­nal.
  • Elek­tri­fi­zie­rung des Bus­ver­kehrs
  • Aus­bau der Stadt­bahn: Ver­län­ge­rung Stre­cken in Außen­be­zir­ke
Bildung und Betreuung
  • Wir müs­sen mehr Anstren­gun­gen unter­neh­men, um die Situa­ti­on an den all­ge­mein­bil­den­den Schu­len zu ver­bes­sern. Die Kom­mu­ne ist bei den Schu­len zustän­dig für die Aus­stat­tung an Gebäu­den. Ich möch­te mich ein­set­zen für die Sanie­rung aller Schu­len in Stutt­gart in den nächs­ten 5 Jah­ren. Es kann nicht sein, dass Stutt­gart sei­ne Schul­den­frei­heit mit ver­rot­te­ten­den Schu­len erkauft. Das ist ein schlech­ter Deal!
  • Wir brau­chen den Ein­stieg in die kos­ten­lo­se Ganz­ta­ges-Betreu­ung und Bil­dung für alle Kin­der bis 14 Jah­ren. Kitas kos­ten­los! Es kann nicht sein, dass die Schu­le aus gutem Grund kos­ten­los ist, aber die Qua­li­tät der früh­kind­li­chen Bil­dung vom Geld­beu­tel der Eltern abhängt. Alle Stu­di­en zei­gen, das in der Kita der ent­schei­den­de Basis gelegt für Bil­dungs­kar­rie­ren.
Energiewende

Der Kli­ma­schutz drängt und ist eine Gene­ra­tio­nen­auf­ga­be. Die gute Nach­richt ist: Die Ener­gie­wen­de kann gelin­gen, wenn sie gemacht wird. Ich mei­ne: Wir müs­sen jetzt mutig anpa­cken und die Ener­gie­wen­de auch tech­no­lo­gisch als Chan­ce begrei­fen.

  • Elek­tro­mo­bi­li­tät: Die Elek­tri­fi­zie­rung des Ver­kehrs ist ein wich­ti­ger Pfei­ler der Ener­gie­wen­de.  Die Stadt soll­te bei Neu­an­schaf­fun­gen des städ­ti­schen Fuhr­parks aus­schließ­lich Elek­tro­fahr­zeu­ge erwer­ben. Die Stadt soll­te den Aus­bau der Lad­ein­fra­struk­tur auf gewerb­li­cher und pri­va­ter Ebe­ne durch Bera­tungs­an­ge­bo­te unter­stüt­zen. Die Stadt soll in Zusam­men­ar­beit mit den Stadt­wer­ken oder per Aus­schrei­bung selbst betrie­be­ne Lad­ein­fra­struk­tur auf städ­ti­schen Lie­gen­schaf­ten anbie­ten.
  • Solar­stadt Stutt­gart: Alle städ­ti­schen Gebäu­de müs­sen Ener­gie erzeu­gen und spei­chern. Mein viel­leicht etwas dras­tisch wir­ken­der Vor­schlag: Wir neh­men einen Kre­dit auf in Höhe von 1 Mrd. Euro auf und machen die Solar­stadt Stutt­gart. Ich habe das detail­liert hier aus­ge­führt, ins­be­son­de­re war­um das ein gutes Geschäft wird.…
Digitale Stadt

Hier möch­te ich noch kon­kre­te Vor­schlä­ge erar­bei­ten. Die wer­de ich am 22. Novem­ber 2018 in einer Ver­an­stal­tung am 22. Novem­ber 2018 vor­stel­len und mit Ihnen dis­ku­tie­ren!

Haushalt

Ich wer­de mich in den nächs­ten Mona­ten inten­siv mit dem Haus­halt der Stadt Stutt­gart beschäf­ti­gen. Das 700-sei­ti­ge Doku­ment mit dem Haus­halt 2018/2019 fin­den Sie hier. Ich möch­te dar­aus eine Streich­lis­te ent­wick­len, eben Haus­halts­pos­ten, von denen ich den­ke, dass sie anders bes­ser ange­legt sind. Stay tun­ed!

Degerloch: Eine neue soziale Mitte

Im Orts­ver­ein haben wir einen Plan für die Gestal­tung einer neu­en sozia­len Mit­te. Es geht um den Agnes-Kne­her-Platz. Deger­loch hat einen sozia­len Auf­bruch ver­dient und zwar mit­ten im Bezirk. Einen Ort, wo Men­schen zusam­men­kom­men, sich Gemein­sinn ent­fal­ten und sozia­les Leben statt­fin­den kann. Wir wol­len ein gemein­sa­mes Kon­zept für vier Pro­jek­te, die teil­wei­se seit Jah­ren dis­ku­tiert wer­den. Wir wol­len sozia­le Räu­me für alle Bür­ge­rIn­nen schaf­fen.

  • Neu­ge­stal­tung Agnes-Kne­her-Platz: Wir wol­len, dass aus einer städ­te­bau- lichen Brach­flä­che ein leben­di­ger Ort wird. Dazu muss es einen öffent­li­chen Bür­ger­dia­log des Bezir­kes geben, des­sen Ergeb­nis­se in Plä­ne ein­flie­ßen, für deren Umset­zung wir Mit­tel ein­for­dern wer­den.
  • Gro­ße Fal­ter­stra­ße 1820: Wir wol­len alle Hebel in Bewe­gung set­zen, um aus die­ser Bau­maß­nah­me ein sozi­al-öko­lo­gi­sches Modell­pro­jekt zu machen: Kita, Fami­li­en­zen­trum, Ener­giep­lus­ge­bäu­de mit alters­ge­rech­ten und güns­ti­gen Woh­nun­gen inklu­si­ve Anbin­dung an den Agnes-Kne­her- Platz. Wir wol­len prü­fen, ob die bes­te- hen­de Bebau­ung sinn­voll ein­be­zo­gen wer­den kann.
  • Alte Scheu­er: Ein stim­mungs­vol­ler Ver­an­stal­tungs­ort, der in städ­ti­sche Ver­wal­tung gehört.
  • Bür­ger­haus Altes Wan­nen­bad: Seit Jah­ren gefor­dert und nun Teil unse- res Gesamt­kon­zep­tes zur Deger­lo­cher Mit­te. Wir wol­len Räu­me für Ver­ei­ne, Initia­ti­ven und Grup­pen schaf­fen, um den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt zu stär­ken.