Die iPhone-Band spielt

Ich besit­ze ja eben­falls ein iPho­ne und bin doch immer wie­der über­rascht, was für net­te Zusatz­pro­gram­me es dafür inzwi­schen gibt, die soge­nann­ten iPho­ne-Apps. Durch den berüh­rungs­emp­find­li­chen Bild­schirm sind der Phan­ta­sie der Ent­wick­ler kaum Gren­zen gesetzt. Unter ande­rem ent­wi­ckeln die auch Anwen­dun­gen, mit denen man Musik machen kann. Das klingt zunächst mal etwas absurd, aber wenn man sich das fol­gen­de Video anschaut, dann sieht man ganz gut, was damit inzwi­schen mög­lich ist. Dar­auf ist näm­lich zu sehen, wie die All-Girls-Band The Men­ta­list einen zuge­ge­ben etwas mini­ma­lis­ti­schen Song auf­führt — nur mit iPho­nes!

Via Timo Heu­er

Die iPhone-Band spielt

SSB-Fahrplan auf dem iPhone-Handy

Die SSB hat ein kos­ten­lo­ses Pro­gramm zu beque­men Fahr­pla­n­ab­fra­ge mit dem App­le­han­dy ver­öf­fent­licht

Nut­zungs­hemm­nis­se abbau­en steht bei den Mar­ke­ting­leu­ten der SSB ganz oben auf der Agen­da. Mit einer Gra­tis­an­wen­dung für das iPho­ne des Her­stel­lers Apple sol­len die Kun­den bes­se­ren Zugang zu den Fahr­plä­nen erhal­ten. Neben Ber­lin gibt es das bun­des­weit nur für Stutt­gart.

Von Dirk Bar­an­ek

Es war ein Schlüs­sel­er­leb­nis, das Mar­tell Beck, dem Mar­ke­ting­chef der SSB, zu den­ken gab. Freun­de hat­te ihm erzählt, wie umständ­lich es sei, den abend­li­chen Knei­pen­be­such mit den Ange­bo­ten sei­nes Unter­neh­mens abzu­schlie­ßen. Schwer erreich­ba­re Infos führ­ten schließ­lich dazu, dass die sich ein Taxi nah­men. „Da wur­de mal wie­der das all­ge­mei­ne Bauch­ge­fühl bestä­tigt, dass wir zu umständ­lich sind,“ sagt Beck. Die­ses zumeist ja unver­dien­te Vor­ur­teil sei aber das am wei­tes­ten ver­brei­te­te. „Damit haben wir am meis­ten zu kämp­fen.“ Des­halb sei man intern immer auf der Suche nach Mög­lich­kei­ten, Nut­zungs­hemm­nis­se abzu­bau­en.

Durch einen Medi­en­be­richt stieß Beck auf die klei­ne Fir­ma Metaquark aus Ber­lin. Die hat­ten im Herbst 2008 Furo­re gemacht durch die Pro­gram­mie­rung einer Anwen­dung für das modi­sche All­zweck­han­dy iPho­ne der Fir­ma Apple. Kern­funk­ti­on des klei­nen kos­ten­lo­sen Pro­gramms ist die Dar­stel­lung von Fahr­p­lan­da­ten des ÖPNV. Dabei nutzt das Pro­gramm geschickt die spe­zi­el­len Mög­lich­kei­ten des iPho­ne. Zum einen ver­fügt das über eine GPS-Loka­li­sie­rung. Das heißt das Gerät weiß also immer, wo man sich gra­de befin­det. Zum ande­ren kann man mit dem Smart­pho­ne, wie die­se Gerä­te hei­ßen, die wesent­lich mehr kön­nen als nur zu tele­fo­nie­ren, sei­ne Adres­sen ver­wal­ten. Das bedeu­tet: Man sitzt irgend­wo und möch­te von dort mit der SSB zu einem Bekann­ten, des­sen Adres­se man gespei­chert hat. Mit zwei-drei Klicks hat man gra­fisch sehr durch­dach­te Vor­schlä­ge auf dem Han­dy. Die nächst­ge­le­ge­ne Hal­te­stel­le, die Abfahrt­zei­ten und Umstei­ge­sta­tio­nen bis zum gewähl­ten Ziel — alles sofort und über­sicht­lich prä­sen­tiert. Man kann auch zuletzt genutz­te Hal­te­stel­len spei­chern und so zu sei­nem per­sön­li­chen Fahr­plan kom­men. jeder­zeit und über­all.

Der Ent­wick­ler und ange­hen­de IT-Inge­nieur Jonas Witt hat­te das Pro­gramm zunächst für die Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be ent­wi­ckelt, aber die fan­den das nicht so gut und ent­zo­gen ihm die Rech­te an den Fahr­p­lan­da­ten. Inzwi­schen hat er zwar das offi­zi­el­le Pla­cet der Ber­li­ner, aber die Stutt­gar­ter sind die ers­ten, die auf ihn zuge­kom­men sind, um das Pro­gramm für ihr Netz umzu­set­zen — inner­halb von nur zwei Mona­ten. „Die von der SSB sind über­haupt nicht so behör­den­mä­ßig,“ meint Witt und ist des Lobes voll über die unkon­ven­tio­nel­le Zusam­men­ar­beit. Letzt­lich hat die Sache einen nied­ri­gen fünf­stel­li­gen Betrag gekos­tet, um den etwa 30.000 iPho­ne-Nut­zern in der Regi­on, so die Schät­zung der SSB, die­sen kos­ten­lo­sen Ser­vice zu ermög­li­chen. „Das ist ein Test und wenn das erfolg­reich ist, wer­den wir das auch für ande­re Han­dy­mo­del­le ent­wi­ckeln,“ so Beck. Auf die Mög­lich­keit, mit dem Han­dy dann auch noch die Fahr­kar­te zu kau­fen, wird man aber wei­ter war­ten müs­sen. Das sei ein „Rie­sen­ding“ und nicht so ein­fach zu rea­li­sie­ren.

(Arti­kel für die Stutt­gar­ter Zei­tung / Lokal­teil)

SSB-Fahrplan auf dem iPhone-Handy