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	<title>baranek &#124; online &#124; publishing &#187; Jugend</title>
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		<title>Lebendige Dokumente einer kindlichen Parallelwelt</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 21:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vielfalt der Kinderspielstadt Stutengarten wird in einer Ausstellung im Theodor-Heuss-Haus deutlich Über 1.000 Kinder waren in diesem Sommer wieder Teilnehmer der Kinderspielstadt Stutengarten. Ausgestattet mit allen Institutionen und Funktionen wurde das Abbild einer modernen Großstadt geschaffen, wie man jetzt in einer lebendigen Ausstellung erfahren kann. Im Theodor-Heuss-Haus ist seit Sonntag eine Ausstellung zu sehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Die Vielfalt der Kinderspielstadt Stutengarten wird in einer Ausstellung im Theodor-Heuss-Haus deutlich</strong></p>
<p><em>Über 1.000 Kinder waren in diesem Sommer wieder Teilnehmer der Kinderspielstadt Stutengarten. Ausgestattet mit allen Institutionen und Funktionen wurde das Abbild einer modernen Großstadt geschaffen, wie man jetzt in einer lebendigen Ausstellung erfahren kann.</em></p>
<p>Im Theodor-Heuss-Haus ist seit Sonntag eine Ausstellung zu sehen, mit der man sich einen lebendigen Eindruck von der diesjährigen Kinderspielstadt &#8220;Stutengarten&#8221; machen kann. Gezeigt werden die Exponate des Stutengarten-Museums, kurz Stumu genannt. Zusammengetragen wurde die Sammlung von 75 Kindern, die angeleitet und beraten vom Museumsteam des Heuss-Hauses die Aktivitäten auf dem Gelände dokumentierten, die die über 1.000 Kinder in den Sommerferien entfaltet haben. Und das ist wirklich eine ganze Menge, eine veritable Parallel-Welt wird sichtbar. Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch, die die Ausstellung eröffnete, zeigte sich denn auch begeistert von dem Verlauf der Spielstadt. &#8220;Das ganze ist kerniger geworden und professioneller,&#8221; sagte sie.</p>
<p>Allein der Blick auf das große Modell der Zeltstadt, dass die kleinen Museumsmacher aus bunt bemaltem Ton angefertigt haben, verdeutlicht die beeindruckenden Dimensionen und Vielfalt. Außerdem wird klar, dass die Kinder zwar gespielt haben, aber doch die mit allen Funktionen und Diensten einer normalen Stadt ausgestatteten Kinderwelt sehr ernsthaft betrieben haben. Die Produkte der Juweliere, Bürstenmacher, Filzer, Seifensieder und Papiermacher sind nur einige Beispiele. Die im Stumu aktiven Kinder haben die Exponate selbst ausgesucht und konnten entscheiden, wie und was der Nachwelt erhalten werden sollte, um einen möglichst komplettes Bild diesen Ferienspaßes zu ermöglichen. Dabei stieß man auch auf Probleme, die jeder Ausstellungsmacher kennt, wie man in der Stutengarten News sehen kann, den täglich erstellten Video-Nachrichten. &#8220;Achtung, das Stumu hat zu wenig Besucher. Eintritt nur ein Stuggi!&#8221;, sagt die junge Moderatorin, um dann zur Wettervorhersage zu kommen: &#8220;Genaues wissen wir nicht, aber morgen soll es grünen Wackelpudding regnen!&#8221;</p>
<p>Es ist diese Mischung aus hartnäckiger, möglichst originalgetreuer Imitation der Erwachsenenwelt verbunden mit einem gehörigen Schuss kindlicher Respektlosigkeit, die den Charme der Sache ausmachen. So verspricht der frisch gewählte Bürgermeister in einem Interview mit der täglich erschienen Zeitung die Lösung eines Problems, das seine Wähler offensichtlich umtreibt: &#8220;Keine Warteschlangen mehr!&#8221; Ob der junge Volksvertreter das einlösen konnte, ist nicht überliefert. Aber einen Versuch war es sicherlich wert.</p>
<p>Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 28. September 2008, Di-So 10-18 Uhr</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgater Zeitung]</em></p>
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		<title>Unsinniges Elterntaxi kann nur Notlösung sein</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 20:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Aktionstag zur Verkehrssicherheit für Erstklässler starteten ADAC und Polizei ins neue Schuljahr. Nur zwölf Unfälle in 2008. Der Schulweg in Stuttgart ist sicher. Mit dieser Erkenntnis möchten Polizei und ADAC die Eltern ermutigen, ihre Kinder von Anfang an allein den Gang in die Schule zuzumuten. Unterstützung erhalten sie durch verkehrserzieherische Maßnahmen, die das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Mit einem Aktionstag zur Verkehrssicherheit für Erstklässler starteten ADAC und Polizei ins neue Schuljahr. Nur zwölf Unfälle in 2008.</strong></p>
<p><em>Der Schulweg in Stuttgart ist sicher. Mit dieser Erkenntnis möchten Polizei und ADAC die Eltern ermutigen, ihre Kinder von Anfang an allein den Gang in die Schule zuzumuten. Unterstützung erhalten sie durch verkehrserzieherische Maßnahmen, die das richtige Verhalten im Straßenverkehr vermitteln.</em></p>
<p>Ab kommender Woche sind sie wieder unterwegs, die gelben Kappen. Über 4.000 Kinder werden dann neu eingeschult sein und sich so bemützt auf den täglichen Weg zur ihrer Grundschule machen. Verteilt wurden die nicht zu übersehenden Kopfbedeckungen auch beim Aktionstag &#8220;Sicherer Schulweg&#8221;, den der ADAC in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Polizei gestern Vormittag auf dem Hof der Filderschule in Degerloch durchführte. Gekommen waren etwa 200 ABC-Schützen mit ihren Eltern, die pädagogisch einfühlsam an das Thema herangeführt wurden.</p>
<p>Dabei kamen allerdings auch kleine Schockeffekte zum Einsatz. So mussten die Kinder zusammen mit den Eltern den Bremsweg eines Autos abschätzen, das mit Tempo 30 eine Vollbremsung auf dem Schulhof hinlegte. Sichtbar gemacht werden sollte die erstaunliche Wirkung der Reaktionszeit, denn beim ersten Mal bremste der Fahrer selbst an der roten Linie, beim zweiten Versuch, bremste er erst, als eine Helferin die gelbe Fahne hob, als er die rote Linie erreichte. Trotz quietschender Reifen kam das Auto nun erst nach fast dreifachen Bremsweg zum Stehen, ein Unterschied, der alt und jung gleichermaßen beeindruckte. &#8220;Das hätte ich nicht gedacht&#8221;, sagte die Mutter von Carla, die ihrerseits mit großen Augen auf den Asphalt zeigte: &#8220;Da sind ja schwarze Streifen,&#8221; sagte sie.</p>
<p>In den nächsten Wochen wird auch Carla sich noch näher mit dem Thema befassen können, denn an den Stuttgarter Schulen werden alle Erstklässler bis spätestens Januar eine Schulung zum korrekten Verhalten im Straßenverkehr bekommen. Zunächst theoretisch und dann praktisch werden die wichtigsten Regeln vermittelt und eingeübt. Dabei stehen die sichere Überquerung der Straße im Vordergrund, denn dabei passieren die meisten Unfälle. &#8220;Die Kinder müssen ständig zwischen parkenden Fahrzeugen auf die Straße und werden einfach nicht gesehen,&#8221; sagte Peter Schwarz, Leiter der Verkehrserziehung bei der Stuttgarter Polizei. Deshalb werde den Kinder auch die Regel &#8220;Zeig dich!&#8221; vermittelt, wovon die gelbe Kappe nur ein Teil ist. Sich mit dem Arm winkend bemerkbar machen sei eine weitere wirksame Methode. Am Ende der Schulung steht die Ausgabe des Kinderfußgängerscheins, ein in Deutschland einmaliges Papier, so die Polizeisprecher. Und wirksam obendrein.</p>
<p>Die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg ist weiter rückläufig. Im ersten Halbjahr 2008 gab es ganze zwölf Vorfälle. Einen tödlichen Unfall hat es schon seit Jahren keinen mehr gegeben. Bei einer Gesamtzahl von etwa 80.000 Bewegungen pro Tag kann der Schulweg in Stuttgart daher wirklich als sicher bezeichnet werden. Ob diese positive Entwicklung allein auf die verkehrserzieherischen Anstrengungen zurückzuführen ist, kann natürlich niemand mit letzter Sicherheit sagen, aber einen postiven Beitrag werden sie leisten. &#8220;Die Investition lohnt sich,&#8221; sagte Norbert Walz, ständiger Vertreter des Polizeipräsidenten, nahm aber gleichzeitig die Eltern in die Verantwortung. Diese müssten mit den Kindern den Schulweg einüben und natürlich selbst ein Vorbild im Straßenverkehr sein.</p>
<p>Wichtig sei außerdem, dass die Kinder den Schulweg allein bewältigten. Das erhöhe nicht nur deren Selbstständigkeit, sondern fördere soziale Kompetenzen und die Fähigkeit, sich im öffentlichen Raum zurechtzufinden. Mehrere Studien hätten dies eindeutig belegt. Daher raten die professionellen Verkehrserzieher dringend davon ab, die Kinder ständig mit dem eigenen Auto zur Schule zu transportieren. &#8220;Das unsinnige Elterntaxi kann höchstens mal bei schlechtem Wetter eine Notlösung sein,&#8221; sagte Peter Schwarz. Wie Schulleiterin Sabine Nafe berichtete, komme es vor ihrer Schule sogar regelmäßig zu brisanten Szenen, wenn Eltern aus übersteigertem Sicherheitsbedürfnis heraus halb auf dem Bürgersteig kurzparkten, um ihre Sprößlinge aussteigen zu lassen.</p>
<p>Der Polizeisprecher kündigte denn auch für die nächsten Wochen verstärkte Verkehrsüberwachungen vor den Schulen an. Geschwindigkeitsmessungen, Einhalten der Anschnallpflicht und Falschparken werden dann im Fokus der Kontrollen stehen. Die Schulwege selbst werden von einer Schulwegbeauftragten bei der Stadtverwaltung ständig überprüft und eventuelle Veränderungen auf Grund von Baustellen eingearbeitet. Trotzdem sollten die Autofahrer in den nächsten Wochen wieder bremsbereit sein, wenn die gelben Mützen ins Blickfeld geraten. Zu verspielt und zu ahnungslos ob der drohenden Gefahr sind diese Verkehrsteilnehmer und neigen obendrein zu spontanen Reaktionen, was Günter Knopf, Vorsitzender des ADAC Württemberg, so formulierte: &#8220;Kinder und alte Leute, Hühner und Gockel sind unberechenbar!&#8221;</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Auf der Trinkglasorgel komponieren</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 19:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[250 Grundschüler haben im Rahmen des Stiftsmusikfestes Orgeln aus Alltagsgegenständen gebastelt und dafür Musik komponiert. Musik ist eine ernste Sache und schwierig zu lernen. Dieses gängige Vorurteil in den Köpfen von Grundschülern aufzulösen, ist das Ziel eines Projektes für das Stiftsmusikfest im Juli. Etwa 250 Kinder haben dabei aus Alltagsgegenständen Instrumente gebastelt und dafür komponiert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>250 Grundschüler haben im Rahmen des Stiftsmusikfestes Orgeln aus Alltagsgegenständen gebastelt und dafür Musik komponiert.</strong></p>
<p><em>Musik ist eine ernste Sache und schwierig zu lernen. Dieses gängige Vorurteil in den Köpfen von Grundschülern aufzulösen, ist das Ziel eines Projektes für das Stiftsmusikfest im Juli. Etwa 250 Kinder haben dabei aus Alltagsgegenständen Instrumente gebastelt und dafür komponiert.</em></p>
<p>Im Rahmen des Stiftmusikfestes im Juli wird man nicht nur Bachmotetten und Kirchenchöre hören können, sondern auch so exotische Instrumente wie ein Küchengerätregister oder eine Trinkglasorgel. Letztere wurde von den Kindern der Johannes-Brenz-Schule im Rahmen eines Projektes gebaut, mit dem Grundschüler an die Welt der Musik herangeführt werden sollen. Konkret besteht die Orgel aus 18 kleinen Holzkonstruktionen, bei denen je ein Trinkglas den Klangkörper und Löffel das Schlagwerk bildet.</p>
<p>An drei Vormittagen haben die Kinder unter Anleitung des Musikpädagogen Gereon Müller die Instrumente gebastelt und, was eigentlich noch wichtiger ist, gleich ein Stück dafür komponiert. Die Kindern seien mit Feuereifer bei der Sache gewesen und hätten einmal einen ganz anderen Zugang zur Musik bekommen, ist Müller überzeugt. &#8220;Statt Musik respektvoll zu konsumieren, haben die Kinder jetzt erlebt, dass man das mit einfachsten Mitteln auch selbst machen kann,&#8221; sagte er. Die befragten Kinder äußerten sich ähnlich: vor allem das Komponieren hat es ihnen angetan. Zwar seien dabei ein paar Gläser zu Bruch gegangen, aber das hat dem Spaß keinen Abbruch getan, wie auch Anna Droese berichtet. Ihr Sohn hat bei dem Projekt mitgemacht und obwohl er bereits Geige spielt, habe ihm das auf jeden Fall den Horizont auf die große Welt der Töne und Geräusche erweitert. </p>
<p>&#8220;Wir haben 250 Kinder mit Musik infiziert,&#8221; sagt denn auch Christian Zech, der das Projekt im Rahmen des Stiftsmusikfestes initiert und geleitet hat. Mit zehn Gruppen in acht Stuttgart Grundschulen wurden in den letzten drei Monaten unter dem Thema &#8220;Organum&#8221; an den abenteuerlichsten Tonerzeugungsgeräten gebastelt. Zuvor konnten sich die Kinder bei Exkursionen in eine Orgelwerkstatt und in das Instrument der Stiftskirche eine lebendigen Eindruck dieser Klangungetüme verschaffen. Dann ging es unter der Anleitung von Musikprofis an die Umsetzung eigener Orgeln oder Schlagwerke. Zum Einsatz kommen normale Alltagsgegenstände wie Blasebälge, die mittels Gartenschläuchen diverse Holzflöten zum klingen bringen, oder auch Eisenstangen, Topfdeckel und Kugelbahnen.</p>
<p>Ein besonderes Prachtstück ist ein wassergetriebenes Instrument, dass Plastikflaschen zum Klingen bringt, sich allerdings etwas schwierig steuern lässt. Selbst aus den beliebten Lego-Steinen wurden Instrumente entwickelt. Diese in ein musikalisches Gesamtwerk zusammen mit der Orgel der Stiftskirche zu bringen, ist die Aufgabe des Kölner Komponisten und Interaktionskünstlers Bernhard König. Erste Höreindrücke bei der Generalprobe lassen ein spannendes, ungewöhnliches Stück Neue Musik erwarten. Zur Aufführung kommen die sehens- und hörenswerten Instrumente und die für sie von den Kindern entwickelten Kompositionen am 5. Juli um 10 Uhr in der Stiftskirche.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Spielerisch den Umgang mit den Flammen lernen</title>
		<link>http://dirk-baranek.de/textarchiv/spielerisch-den-umgang-mit-den-flammen-lernen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 19:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[In fünf Jahren wurden 3.500 Kleinkinder ehrenamtlich im Brandschutz geschult. Projekt soll in die Fläche. Feuer übt auf kleine Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Weil sie aber ungeübt im Umgang mit den Flammen sind, steht diese Altersgruppe unter jugendlichen Brandverursachern an der Spitze. Mit präventiven Maßnahmen versuchen die Freiwilligen Feuerwehren das gefährliche Spiel zu verhindern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>In fünf Jahren wurden 3.500 Kleinkinder ehrenamtlich im Brandschutz geschult. Projekt soll in die Fläche.</strong></p>
<p><em>Feuer übt auf kleine Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Weil sie aber ungeübt im Umgang mit den Flammen sind, steht diese Altersgruppe unter jugendlichen Brandverursachern an der Spitze. Mit präventiven Maßnahmen versuchen die Freiwilligen Feuerwehren das gefährliche Spiel zu verhindern.</em></p>
<p>Die seit fünf Jahren in Stuttgart durchgeführte Brandschutzerziehung für Kleinkinder in Kindergärten ist ein Erfolg. Dieser Ansicht sind die Verantwortlichen in Politik und Feuerwehr angesichts der erreichten Zahlen wohl zu Recht. Etwa 3.500 Kinder aus 100 Kindergärten wurden geschult unter nicht unerheblichen Aufwand. Denn für jede Gruppe sind fünf Termine vorgesehen. Neben einem Vorgespräch mit den Erzieherinnen gibt es eines mit den Eltern. Dann natürlich die Termine mit den Kindern selbst &#8211; einmal im Kindergarten und einmal in einer Feuerwache. Abschließend gibt es ein Nachgespräch, bei dem Resultate und Meinungen eingeholt werden.</p>
<p>Dass diese präventiven Maßnahmen notwendig sind, darüber besteht bei allen Beteiligten Einigkeit. Die Zahlen sprechen für sich. Etwa 80 Prozent der Brandfälle, bei denen sich Jugendliche als Verursacher identifizieren lassen, werden von verspielten Kleinkindern ausgelöst. Hier handelt es sich natürlich nicht um mutwillige Brandstiftungen, sondern eher um den faszinierten aber fehlerhaften Umgang mit Streichhölzern oder Kerzen. Offenes Feuer zieht Kinder eben magisch an und deshalb ist das pädagogische Konzept des Projektes auch weniger auf Verbote ausgerichtet, sondern auf den verantwortungsbewussten Umgang mit Feuer. Und wenn doch mal was schief geht, soll wenigstens unverzüglich und fehlerfrei die Feuerwehr gerufen werden. Wie das jetzt funktioniert, üben die Kleinen mit Liedern und sogar einigen lebensechten Probeanrufen.</p>
<p>Durchgeführt wird das so erfolgreiche Projekt bisher ausschließlich von den Kräften der Freiwilligen Feuerwehren. 70 Leute wurden pädagogisch geschult, tragen die ganze Arbeit ehrenamtlich und sind eigentlich an der Kapazitätsgrenze angelangt. Klaus Dalfert, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes bezeichnet diesen Umstand bei einem Pressegespröch denn auch als &#8220;kleinen Wermutstropfen in einem großartigen Projekt.&#8221; Er würde sich wünschen, dass das System auf eine &#8220;andere Basis&#8221; gestellt wird, sprich: Dass die Berufsfeuerwehr dieses Projekt übernimmt und mit Planstellen durchführen kann. Der zuständige Ordnungsbürgermeister wollte sich dazu nicht recht durchringen. Auch er sieht zwar, dass die Bilanz &#8220;absolut beeindruckend&#8221; sei. &#8220;Ohne Ehrenamt wäre dieser Kraftakt nicht möglich gewesen.&#8221; sagte er. Allerdings sicherte er zu, &#8220;mehr Systematik in das Projekt zu bringen und es möglichst flächendeckend anzubieten.&#8221; Denn bis jetzt ist das Präventionsangebot auf Kindergärten in den Außenbezirken beschränkt. In der Innenstadt gibt es keine Freiwilligen Feuerwehren und die Kindergärten müssen ortsnah bedient werden.</p>
<p>Wie genau eine gesamtstädtische Versorgung organisiert werden kann, blieb offen, denn ohne neue Stellen wird die Berufsfeuerwehr das Projekt kaum stemmen können. Schon jetzt sei man mit der Brandschutzerziehung, die obligatorisch in den Grundschulen durchgeführt wird, an der Kapazitätsgrenze angelangt. Schairer scheint aber entschlossen, die Sache voranzubringen. &#8220;Einen Unterschied zwischen innen- und Außenbezirken darf es nicht geben. Da wird man eine Lösung finden müssen,&#8221; sagte er. </p>
<div><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></div>
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		<title>Europas Jugend mischt sich ein</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 18:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Stadtjugendring startet EU-Projekt zur Mitwirkung Jugendlicher in der Kommunalpolitik. Mit einem Workshop hat der Stadtjugendring ein Projekt zu Mitwirkung Jugendlicher an kommunalen Entscheidungsprozessen in der EU gestartet. Eingeladen waren Jugendliche aus den Partnerstädten Straßburg und Lodz. Der Bedarf ist vor allem bei den EU-Neumitgliedern groß, wie die polnischen Teilnehmer berichteten.  Die politische Beteiligung Jugendlicher auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Stadtjugendring startet EU-Projekt zur Mitwirkung Jugendlicher in der Kommunalpolitik.</strong></p>
<p><em>Mit einem Workshop hat der Stadtjugendring ein Projekt zu Mitwirkung Jugendlicher an kommunalen Entscheidungsprozessen in der EU gestartet. Eingeladen waren Jugendliche aus den Partnerstädten Straßburg und Lodz. Der Bedarf ist vor allem bei den EU-Neumitgliedern groß, wie die polnischen Teilnehmer berichteten. </em></p>
<p>Die politische Beteiligung Jugendlicher auf kommunaler Ebene zu verbessern, ist eines der Ziele, das sich die Europäische Union auf die Fahne geschrieben hat. Konkret umgesetzt werden solche Politikziele zumeist in der Förderung entsprechender Projekte. Eines davon ist das Projekt Participation Now, das der Stuttgarter Stadtjugendring entwickelt hat und dessen erste Stufe am Wochenende durchgeführt wurde. Je zwei Jugendliche aus der Landeshauptstadt sowie deren Partnerstädten Lodz und Straßburg waren zusammengekommen, um eine Konferenz thematisch vorzubereiten, die im September in der Elsassmetropole stattfinden wird. Bei diesem Jugendhearing sollen die Ergebnisse auch direkt in die Politik eingespeist, genauer: den Entscheidungsträgern im Europäischen Parlament vorgestellt werden. Zuletzt wird es im Sommer 2009 eine Ergebniskonferenz im polnischen Lodz geben, um die erzielten Fortschritte zu protokollieren und weitere Ziele zu definieren. </p>
<p>Während des Treffens in Stuttgart wurde allerdings auch deutlich, wie groß im Moment die Unterschiede in den Partnerstädten bei den Möglichkeiten der politischen Mitwirkung sind. Während Stuttgart mit seinen in den letzten Jahren sich immer besser entwickelndem System der Jugendstadträte hier durchaus Vorbildcharakter hat, stehen die Jugendlichen aus Lodz noch ganz am Anfang. Wie Mateusz Stasiak berichtete, gibt es in der ostpolnischen Millionenstadt zwar ebenfalls eine Art kommunaler Jugendvertretung, aber die lokalen Politiker würden deren Arbeit nicht recht ernst nehmen. Die Folge ist ein Mangel an nichtkommerziellen Freizeitangeboten mit der Konsequenz, dass viel auf der Straße stattfinde, was der 15-jährige Kacpar Zawratynski überhaupt nicht gut fand. &#8220;Die Jugendlichen müssen auf den Plätzen in der Stadt herumlungern, rauchen und trinken Alkohol,&#8221; sagt er.</p>
<p>Als Ergebnis des Wochenendes stand denn auch die Schaffung von Treffpunkten ganz oben auf der Themenagenda der Teilnehmer. Spielstätten einzurichten wie zum Beispiel Plätze zum Skateboardfahren, offene Treffpunkte wie das Jugendcafé in Weil im Dorf zu unterhalten oder legale Möglichkeiten, um dem so beliebten Grafitti-Sprayen nachzugehen &#8211; das sind Angebote, für die sich die Jugendliche mehr Unterstützung von den europäischen Institutionen erhoffen. Die sollen Richtlinien erlassen, in denen eine verbindliche Einführung jugendlicher Gremien zur institutionellen Mitwirkung an kommunalen Entscheidungen festgeschrieben wird. Wie Marc Fischer vom Stadtjugendring Stuttgart feststellte, ist diese Partizipation auch Teil des gerade stockenden Lissabon-Prozesses und des gerade von den Iren abgelehnten Vertragswerkes. &#8220;Im Lissabon-Vertrag steht, dass alle Bürger an Entscheidungen auf lokaler Ebene zu beteiligen sind und dazu gehören dann ja auch die Jugendlichen,&#8221; sagte er. Des weiteren konstatierten die Teilnehmer des Workshops Defizite bei der Herausbildung einer europäischen Bürgerschaft. Hier müsste in den Schulen und den beruflichen Ausbildungsstätten noch viel mehr getan werden, stellten sie fest. Die Förderung der Sprachkompetenzen, der Ausbau von Austauschmöglichkeiten und die Propagierung der Gemeinsamkeiten soll das etwas kopflastige Konstrukt EU mit konkreten Leben als Europäer füllen. </p>
<p>Finanziert wird das Stuttgarter Projekt aus EU-Mitteln, mit Unterstützung der beteiligten Städte. Bei deren Auswahl hat der Stadtjugendring bewusst auf die existierenden Städtepartnerschaften zurückgegriffen. Wie Bettina Schäfer berichtete, habe man damit der Tatsache Rechnung getragen, dass es durch die langjährigen Kontakte einige sehr gute Netzwerke gäbe. Auf die habe man zurückgegriffen, um mit dem Workshop und den zwei Konferenzen Europas Politiker auf allen Ebenen für die Anliegen und Bedürfnisse Jugendlicher zu sensibilisieren. Das könne nur überzeugend gelingen, wenn die Jugendlichen selbst die Themen entwickelten und transportierten. Mit dem Stuttgarter Treffen wurde hier erfolgreich ein Anfang gemacht.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Lernen vom Leben am Eisloch</title>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 18:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Familienführung bringt Kindern die extremen Lebensbedingungen der Inuit spielerisch nahe Das Volk der Inuit lebt auf der Insel Grönland im ewigen Eis. Wie sehr dieses Leben unter extremen Bedingungen die Kultur dieser Jäger und Sammler geprägt hat, konnten Kinder spielerisch bei einer Führung im Lindenmuseum erfahren inklusive arktischer Spiele. Die Inuit haben es auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Eine Familienführung bringt Kindern die extremen Lebensbedingungen der Inuit spielerisch nahe</strong></p>
<p><em>Das Volk der Inuit lebt auf der Insel Grönland im ewigen Eis. Wie sehr dieses Leben unter extremen Bedingungen die Kultur dieser Jäger und Sammler geprägt hat, konnten Kinder spielerisch bei einer Führung im Lindenmuseum erfahren inklusive arktischer Spiele.</em></p>
<p>Die Inuit haben es auch nicht gerade leicht. Eine typische Jagdszene des Volkes von der Insel Grönland sieht nämlich so aus: Bei eisiger Kälte stundenlang regungslos aber konzentriert vor einem handgroßen Eisloch warten, bis eine Robbe zum Luftholen auftaucht. Dann blitzschnell harpunieren. Um das Ausmaß der Notwenigkeit zu begreifen, das Ziel auf keinen Fall zu verfehlen, da sonst der Hunger nagt, muss man mehr wissen über die Lebensbedingungen der Menschen am Nordpol. </p>
<p>Das war das Ziel einer auf Kinder ausgerichteten Führung, die am Samstag in der aktuell laufenden Sonderausstellung im Lindenmuseum unter dem Titel &#8220;Arctic Games: Spiele der Inuit&#8221; stattfand. Dietmar Neitzke, Ethnologe und Mitarbeiter der museumspädagogischen Abteilung, versuchte im ersten Teil den drei bis zwölf Jahre alten Besuchern dieses Leben im ewigen Eis nahezubringen. Ackerbau kennen die Bewohner der größten Insel der Welt nicht. Eskimos mögen sie nicht mehr heißen, haben aber der Welt Dinge vermacht, die als Worte in die ganze Welt gewandert sind. Der Anorak, der Parka, das Kajak &#8211; diese Kulturgegenstände findet man heute überall. Die Originale sehen etwas anders aus und die Kinder standen denn auch fast ergriffen vor der aus Tierdarm angefertigten Regenbekleidung, absolut wasserdicht natürlich. Plastisch und in einfacher Sprache wurde ein Leben unter extremen Bedingungen erläutert, die nur mit Erfindungsreichtum und Anpassung gemeistert werden können. So überstehen die Inuit einen großen Teil der langen, düsteren, lebensfeindlichen Winter mit einer einfachen Strategie: Sie schlafen viel. Die älteren Kinder fanden das alles sehr spannend, während die kleineren Geschwister das Herumtragen der Klappsessel und das Draufklettern schnell viel interessanter fanden.</p>
<p>Aber das störte niemandem, weil sich der Lernerfolg trotzdem sofort einstellte. Am Ende des ersten, erklärenden Teils der Führung konnte der Unterschied zwischen Originalkultur und Import von den Grundschülern glasklar erkannt werden. &#8220;Aber die Zigarette da, die ist von uns,&#8221; stellte ein Mädchen vernehmlich fest und wies auf eines der ausgestellten Fotos von Markus Bühler-Rasom, auf dem ein Inuit rauchend in die Kamera lächelte. Auch das Motiv, auf dem ein kleines Mädchen gebannt und kauend Fernsehen schaut, beeindruckte wegen des besonderen Naschwerks: getrockneter Eisbär. </p>
<p>Für die meisten der kleinen Besucher war es dann der Informationen genug und die folgenden Geschicklichkeits- und Bewegungsspiele hochwillkommen. Es wurden Schnurrer ausgeteilt, die von verdrehten Fäden zwischen den Händen zum Zischen gebracht wurden. Das klappte nicht bei jedem, faszinierte aber auch die Erwachsenen, die man nach den Kindern belustigt schnurren sah. Die Kleinen war inzwischen schon beim nächstem Programmpunkt, einem speziellen Weitsprung, bei dem man kniend hochschnellen und sich vorarbeiten muss. &#8220;Hier werden Fähigkeiten geübt wie Schnelligkeit, Geschicklichkeit, aber auch Geduld,&#8221; sagte Dietmar Neitzke, um den pädagogischen Wert kindlichen Spiels zu betonen. Es sei eben alles abgestellt auf die lebensnotwendigen Kulturtechniken dieser Jäger und Sammler. Die Kinder gestern konnten so etwas mitnehmen für ihren Alltag, vielleicht einfach begreifen, dass anderswo auf der Welt die Eisbären nicht niedlich sind, sondern hochbegehrte weil sehr seltene Beute. Der sieben Jahre alten Sina Hauer aus Geradstetten hat auf jeden Fall &#8220;alles am besten gefallen,&#8221; wie sie sagte. Vorher wusste sie nichts von den Eskimos und will jetzt auf gar keinen Fall mehr in die Nähe von Eisbären. Vor denen hat sie &#8220;oft ein bisschen Angst.&#8221; Dafür freut sie sich schon auf den Urlaub an der Nordsee, denn dort kann man auch Robben angucken. Wenigstens muss man dort nicht stundenlang vor einem Eisloch warten, um eine zu sehen.</p>
<p><em>[Artikel für die Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Eine Stadt ohne Kinder ist furchtbar</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 18:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Podiumsdiskussion im JES konstatiert Handlungsbedarf bei der Familienfreundlichkeit in der Stadt Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Wie dieser gestaltet und beeinflusst werden kann, darüber diskutierten lokale Experten im Jungen Ensemble Stuttgart. Fazit des Abends: es ist viel geschehen in Richtung kinderfreundliches Stuttgart, aber noch lange nicht genug. Wie ist es um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Eine Podiumsdiskussion im JES konstatiert Handlungsbedarf bei der Familienfreundlichkeit in der Stadt</strong></p>
<p><em>Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Wie dieser gestaltet und beeinflusst werden kann, darüber diskutierten lokale Experten im Jungen Ensemble Stuttgart. Fazit des Abends: es ist viel geschehen in Richtung kinderfreundliches Stuttgart, aber noch lange nicht genug.</em></p>
<p>Wie ist es um die Kinderfreundlichkeit in Stuttgart bestellt? Warum entscheiden sich immer mehr Menschen gegen das Kinderkriegen? Hängt das eine vielleicht mit dem anderen zusammen? Das waren die Fragen, auf die eine Veranstaltung im Jungen Ensemble Stuttgart (JES) am Mittwoch Abend Antworten geben wollte. Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der aktuellen Spielzeit des JES statt, die unter dem Thema &#8220;Älter werden  - oder wie die Zeit vergeht&#8221; steht.</p>
<p>Neben Aufführungen von passenden Stücken wurde dieses Thema durch insgesamt vier Abende vertieft, bei denen Experten und lokale Macher verschiedene Aspekte des demographischen Wandels vertieften. Das Thema beschäftigt zurzeit viele Menschen, was sich auch am Interesse für die Reihe zeigt. Der Dramaturg Christian Schönfelder, der die Reihe für das JES konzipierte, zeigte sich über den Publikumszuspruch in den zurückliegenden Wochen sehr zufrieden. &#8220;Das besondere Format hat offensichtlich funktioniert,&#8221; sagte er.</p>
<p>Die Diskussionsabende wurden nämlich jeweils mit einem szenischen Vorspiel der Global Player eingeleitet, einer im JES beheimateten Amateurtruppe aus Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren. Die legten auch am Mittwoch eine ironisch-provokante Gesprächsbasis, als sie das Publikum 100 Jahre in die Zukunft versetzten. In ihrem imaginären Kidsworld konnte man Kinder nach Maß oder von der Stange kaufen inklusive Umtauschrecht. &#8220;Kinder in der besten Qualität&#8221; wurden angepriesen, ohne Geburtsschmerzen in bereits pflegeleichtem Zustand erhältlich. Da blieb so manchem Zuschauer das Lachen etwas im Halse stecken, was sich dann in der folgenden, angeregten Diskussion Bahn brach.</p>
<p>Moderiert von der SWR-Journalistin Silke Arning trugen zunächst Stephanie Mair-Huydts vom Kuratorium Kinderfreundliches Stuttgart, Carola Haegele vom Generationenhaus Heslach und Achim Wörner, Ressortleiter Lokales bei der Stuttgarter Zeitung, ihre Thesen zur aktuellen Situation der jungen Generation in der Stadt vor. Alle konstatierten, dass mit der Initiative von Oberbürgermeister Schuster zwar schon viel geschehen, aber man noch lange nicht am Ziel sei. &#8220;Es bleibt noch viel zu tun,&#8221; sagte Stephanie Mair-Huydts und Achim Wörner konstatierte Beharrungskräfte: &#8220;Das Thema Kinderfreundlichkeit ist ein zähes Geschäft.&#8221; Zwar habe die Stadt auf einigen Feldern inzwischen bundesweit Vorbildcharakter, aber vor allem im alltäglichen Zusammenleben von Alt und Jung bleibe Handlungsbedarf. &#8220;Wir müssen Strukturen schaffen, um Missverständnisse und Sprachlosigkeit zu überwinden,&#8221; sagte Carola Haegele. Nur so könne ein gesellschaftliches Klima hergestellt werden, in dem Kinder willkommen seien.</p>
<p>Neben den vom Staat herzustellenden Rahmenbedingungen sei dieses Klima essentiell für eine positive Entscheidung zum Kinderkriegen. Hier seien auch die Unternehmen gefragt, die eigene Kinderkrippen anbieten und junge Eltern durch flexible Arbeitsbedingungen unterstützen müssten. &#8220;Man kann nicht alles auf den Staat abschieben,&#8221; sagte Achim Wörner. Nur wenn alle das ihre dazu beitragen, könne das gesellschaftliche Umfeld verbessert werden, um eine familienfreundliche Stadt zu schaffen. Die sei absolut erforderlich. Denn Kinder sind nach wie vor das Salz in der Suppe des Lebens, nicht nur aus rationalen Gründen sondern ebenso aus emotionalen. &#8220;Eine Stadt ohne Kinder ist doch furchtbar,&#8221; betonte Frau Mair-Huydts. Die im Publikum anwesenden Jugendlichen machten in ihren Diskussionsbeiträgen dann deutlich, dass die aktuelle Situation noch nicht dazu angetan ist, dieses Horrorszenario als Illusion abzutun. Es gäbe viel zu wenige, nicht kommerzialisierte oder durchgeplante Freiräume für Jugendliche in der Stadt, monierten sie.  </p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>VfB deklassiert KSC beim virtuellen Südwestderby</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 14:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Verbunden über das Internet standen sich in einem virtuellen Fußballspiel Profis aus Stuttgart und Karlsruhe live gegenüber  Wenn es am Samstag so läuft wie gestern Abend in der Carl Benz Arena, dann entscheidet der VfB das mit Spannung erwartete Südwestderby gegen den Karlsruher SC klar für sich. Bei der virtuellen Partie hatten die badischen Blauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><span class="textheadline"><strong>Verbunden über das Internet standen sich in einem virtuellen Fußballspiel Profis aus Stuttgart und Karlsruhe live gegenüber</strong></span> </p>
<p><em>Wenn es am Samstag so läuft wie gestern Abend in der Carl Benz Arena, dann entscheidet der VfB das mit Spannung erwartete Südwestderby gegen den Karlsruher SC klar für sich. Bei der virtuellen Partie hatten die badischen Blauen jedenfalls nicht die Spur einer Chance.</em></p>
<p> </p>
<p> Mehr als 600 VfB-Fans waren am gestrigen Abend begeistert von der Leistung ihrer Mannschaft, auch wenn die in der Mehrzahl aus programmierten Computerschöpfungen bestand. 6:2 stand es am Schluss in der Carl Benz Arena beim Abpfiff des so genannten CyberDerbys, wie der VfB-Hauptsponsor EnBW die von ihm durchgeführte Veranstaltung getauft hatte. Drei Tage vor dem echten Südwestderby gegen den badischen Erzrivalen Karlsruher SC standen sich je vier Profis beider Mannschaften in einem virtuellen Fußballspiel gegenüber. Das Publikum konnte die Auseinandersetzung live auf Großbildleinwänden in beiden Städten verfolgen.</p>
<p> Auf Seiten des VfB hatten Roberto Hilbert, Alexander Farnerud, Andi Beck und Manuel Fischer Platz genommen und die Finger an den Konsolen, beim KSC waren es unter anderem Kapitän Timo Staffelt, Maik Franz und Florian Dick. Ergänzt wurden die Teams mit jeweils einem durch Verlosung ermittelten Fan. Im VfB-Team trat Carsten Leifer aus Gärtringen an, der vor dem Spiel recht nervös war und sich nicht viel Chancen ausrechnete. &#8220;Wird bestimmt schwer, gegen die zu spielen, das sind doch alles Profis,&#8221; sagte der 19-Jährige, der sich die Bundesligaspiele ansonsten in seiner Stammkneipe anschaut und nur ab und zu ins Stadion geht.</p>
<p> Angeheizt durch einen Auftritt des Schlagersänger Schwabenkönig, der live seine Fan-Hymne &#8220;Ein Stern (der über Stuttgart steht)&#8221; intonierte, feuerten die Fans dann frenetisch ihre auf der Bühne sitzenden Fußballidole an und ließen die Halle erbeben, als die virtuelle Mannschaft in den weißen Trikots und dem roten Brustring gleich zu Beginn in Führung ging. Das Besondere an der recht flüssig und fast lebensnah anzuschauenden Software: Die Programme enthalten tausende detaillierte Profile von den tatsächlichen Mannschaften der laufenden Saison. Daher konnten die Profis selbst ihre elektrischen Doubles mit Daumen und Zeigefinger steuern. Privileg der Profis, während der Amateur eher das Rollenspiel genießt. Der Rest der Mannschaften und der Schiedsrichter werden per Zufallsgenerator hinzugerechnet. Auch der Torwart, worin der schlagfertige Roberto Hilbert kein Problem sah. Es sei bekannt, dass der VfB gute Torhüter habe, da werde schon nichts anbrennen. Alle Spieler sind im übrigen erfahrene &#8220;Zocker&#8221;, wie sich die Konsolenspieler selbst nennen.</p>
<p> So wie Jungtalent Manuel Fischer, der sich die Langeweile im VfB-Sportinternat eher mit &#8220;Daddeln&#8221; als mit einem Buch vertreibt. Wie es sich für einen ehrgeizigen Jungprofi gehört, kommen natürlich keine gewalttätigen Ballerspiele auf den Schirm, sondern es wird mit Programmen wie FIFA 2008 oder Pro Evolution Soccer der Fußballleidenschaft gefrönt. Dabei entstehen Kompetenzen, die Manager Horst Heldt gehörig Respekt abnötigen. Früher hat er sich auch an Videospielen versucht, aber jetzt sei er aus dem Alter raus und könne auch nicht nur annähernd mit seinen Schützlingen mithalten. Was die drauf haben, zeigte der Spielverlauf: Der KSC wurde an die Wand gespielt. Die erste Halbzeit endete mit 1:5 für den VfB und selbst ein technisches Problem zu Beginn der zweiten Halbzeit, das drei VfB-Spielern die Kontrolle über ihren Doppelgänger entzog, konnte am Spielverlauf nichts wesentliches mehr ändern. Besonders Manuel Fischer tat sich positiv als dreimaliger Torschütze hervor, gemäß seiner natürlich nicht ernst gemeinten Aussage &#8220;Superargumente&#8221; ihn am Samstag von Beginn an spielen zu lassen. Ob Armin Veh das ähnlich sieht, bleibt abzuwarten, denn das Derby ist &#8220;sehr wichtig für uns und für viele das wichtigste Spiel des Jahres&#8221;, so Horst Heldt. Durch den gelungenen virtuellen Auftakt dürften die Spieler zumindest psychologisch gestärkt in die Partie gehen.</p>
<p> <em>[Der Artikel ist am 20.Februar 2008 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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		<title>&#8220;Igitt, die Alten knutschen ja!&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 14:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demographie]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts des demographischen Wandels setzt das JES den Dialog zwischen den Generationen auf den Spielplan  Fakt ist: die Gesellschaft altert und es gibt zu wenig Kinder. Um die Konsequenzen dieses Prozesses zu verdeutlichen und ein bisschen zu beeinflussen, hat sich das JES mit einer neuen Veranstaltungsreihe dem Thema &#8220;Älter werden&#8221; angenommen.  Von Dirk Baranek  Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Angesichts des demographischen Wandels setzt das JES den Dialog zwischen den Generationen auf den Spielplan</strong></p>
<p> <em>Fakt ist: die Gesellschaft altert und es gibt zu wenig Kinder. Um die Konsequenzen dieses Prozesses zu verdeutlichen und ein bisschen zu beeinflussen, hat sich das JES mit einer neuen Veranstaltungsreihe dem Thema &#8220;Älter werden&#8221; angenommen.</em></p>
<p> Von Dirk Baranek</p>
<p> Das Thema demographischer Wandel steht im Mittelpunkt der aktuellen Spielzeit des Jungen Ensemble Stuttgart (JES). In der Reihe &#8220;Älter werden &#8211; oder wie die Zeit vergeht&#8221; werden in den nächsten Monaten nicht nur passende Theaterstücke aufgeführt, sondern erstmals mit Podiumsdiskussionen begleitet. So ganz mag man aber auf den Einsatz schauspielerischer Mittel nicht verzichten, wie bei der Auftaktveranstaltung am Mittwoch deutlich wurde. Der Abend begann mit einem &#8220;szenischen Impuls&#8221;, bei dem ein Dutzend Jugendlicher in kleinen Dialogszenen ihre Gedanken, Gefühle und Hoffnungen zum Thema &#8220;Älter werden &#8211; wie die Alten immer mehr werden&#8221; zum Ausdruck brachten. Mit viel direkter Sprache und einigem Humor wurden jugendliche Vorurteile und Distanz gegenüber der älteren Generation angesprochen und über die eigene Zukunft nachgedacht. Dabei kamen Ängste zum Vorschein wie die vor Krankheit und Einsamkeit. Der gut gefüllte Saal zeigte besonders beim Thema Sexualität im Alter amüsierte Reaktionen, als mit dem Spruch &#8220;Igitt, die knutschen ja!&#8221; ein imaginiertes Seniorenpaar kommentiert wurde.</p>
<p> Nach diesem anregenden Einstand der Global Players nahm die folgende Podiumsdiskussion gleich gut Fahrt auf. Moderiert von der SWR-Journalistin Martina Klein versuchten vier frisch gewählte Jugendstadträte und Claudia Hübner, Staatsrätin für demographischen Wandel und Senioren im Staatsministerium Baden-Württemberg, das Thema zu vertiefen. Hübner, die die einzige Stabsstelle zu diesem Thema bundesweit leitet, stellte gleich zu Beginn die Fakten klar.</p>
<p> Baden-Württemberg habe zwar nach dem Krieg von Zuzug und Bevölkerungswachstum profitiert, werde aber bis 2050 vermutlich eine Million Einwohner verlieren, &#8220;zweimal Stuttgart&#8221;. Zudem wird sich der Altersdurchschnitt wesentlich erhöhen. &#8220;Das ist neu in der Geschichte der Menschheit,&#8221; sagte Hübner. Deshalb müssten jetzt Anpassungs- und Gegenstrategien entwickelt und umgesetzt werden. Altersgerechte Infrastrukturen sind dabei nur ein Punkt. Auch die Einstellung zu Kindern müsse sich ändern. &#8220;Wir brauchen eine gesellschaftliche Wertschätzung von Familie und Kindern,&#8221; forderte Hübner.</p>
<p> Konsens auf dem Podium war, dass sich das öffentliche Bild dessen, wer denn nun ab wann alt sei, im Moment entscheidend verändert. Die Altersgrenzen verschieben sich immer mehr. Ein Mensch mit 60 habe zukünftig noch einige Jahrzehnte Lebenszeit vor sich. Es konmme jetzt darauf an, diesen Umstand bei der Politikplanung auf allen Ebenen einzubeziehen. Dem dient auch der Generationenvertrag, den die Stadt im Herbst verabschiedet hat und Teil der Arbeit der anwesenden Jugendstadträte ist. Diese wünschten sich ein besseres Verständnis zwischen Alt und Jung, das bisher noch auf beiden Seiten von kräftigen Vorurteilen geprägt sei. Allerdings ist es nicht einfach, das Thema alternde Gesellschaft in die Köpfe der Jugendlichen zu bringen, wie deren Vertreter unverblümt zugaben.</p>
<p> Aus dem Publikum, das sich mit zahlreichen Wortmeldungen angeregt an der Diskussion beteiligte, kamen dann auch die sozialen Fragen auf den Tisch, wie die von Frühverrentung und Altersarmut. Die Auflösung der starren Altersgrenzen könnte eine Lösung sein, hoffte Claudia Hübner, in den Unternehmen finde bereits ein Umdenken statt. Der Abend war insgesamt ein erster wertvoller Schritt, den Dialog der Generationen voranzutreiben. Drei weitere folgen in den nächsten Wochen.</p>
<p> <em>[Der Artikel ist am 15. Februar 2008 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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		<title>Jugendfreizeit mit Spielfreude pur</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 14:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder aus ganz Württemberg verbrachten ihr Wochenende in einem EM-Camp des Handballverbandes Württemberg  Am Wochenende fand in der Sporthalle des TV Cannstatt am Schnarrenberg eines der zwei EM-Camps statt, die der Handballverband Württemberg (HVW) in diesem Jahr veranstaltet. Nachdem im letzten Jahr die vier, bei der Weltmeisterschaft in Deutschland durchgeführten Camps auf sehr gute Resonanz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Kinder aus ganz Württemberg verbrachten ihr Wochenende in einem EM-Camp des Handballverbandes Württemberg</em></p>
<p> Am Wochenende fand in der Sporthalle des TV Cannstatt am Schnarrenberg eines der zwei EM-Camps statt, die der Handballverband Württemberg (HVW) in diesem Jahr veranstaltet. Nachdem im letzten Jahr die vier, bei der Weltmeisterschaft in Deutschland durchgeführten Camps auf sehr gute Resonanz gestoßen waren, gibt es in diesem Jahr zwei aus Anlass der aktuell in Norwegen ausgetragenen Europameisterschaft. Die teilnehmenden Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren kamen aus ganz Württemberg nach Stuttgart. Die 38 Plätze waren sehr schnell ausgebucht, wie Heidi Meier, Jugendbetreuerin beim HVW, berichtete. Sie konnte auch bestätigen, dass das Interesse an der ansonsten eher ein Nischendasein fristenden Sportart stark gewachsen ist. &#8220;Die konkreten Daten für 2007 liegen zwar noch nicht vor, aber die Mitgliederzahlen sind sicherlich gestiegen, vor allem im Jugendbereich,&#8221; sagte Meier.</p>
<p>Die zwei Tage des Camps verbrachten die Teenager vor allem mit anspruchsvollen Trainingseinheiten, für die extra professionelle Gasttrainer, darunter einer mit A-Lizenz, verpflichtet wurden. Die Spezialisten für Handballtechnik aber auch für Athletik und professionelles Lauftraining sollten den Kindern neue Impulse für den Vereinsalltag mit auf den Weg geben. Die fanden das offensichtlich hoch spannend wie Luisa Haug aus Balingen und Seline Subas aus Waldhausen bei Lorch bestätigten. Seit sieben Jahren spielen die beiden Dreizehnjährigen schon Handball und wissen daher das Angebot zu schätzen. &#8220;Das Training ist das beste,&#8221; sagten sie, wobei allerdings der der Frage vorangegangene Kicheranfall auch auf andere, eher im menschlichen Bereich zu suchende Motive schließen lässt. Typisch Jugendfreizeit eben.</p>
<p>Neben den Trainingseinheiten gab es für die Kinder außerdem reichlich Gelegenheit, den unterhaltenden Aspekten des Tempospiels freien Lauf zu lassen, denn die zwei EM-Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannnschaft am Wochenende wurden per Videoprojektor auf eine große Leinwand geworfen. Gemeinsames Mitfiebern war also angesagt, allerdings fiel das eher verhalten aus. Der WM-Erfolg im letzten Jahr lässt den Fans das siegreiche Abschneiden bei der Europameisterschaft wohl eher als Selbstverständlichkeit erscheinen. Erst als Pascal Hens den kleinen Ball in die Torecke des Vorrundengegners Ungarn donnert, ist der Jubel groß in der weitläufigen Sporthalle, in der es sich die Kinder auf Matten bequem gemacht haben. Kein Wunder, denn der Rückraumspieler ist ein Star bei den jugendlichen Fans. Auch der Zwölfjährige Manuel Schmidt aus Weinstadt erklärt den schlaksigen Hünen mit der unkonventionellen Punkfrisur zu seinem Idol. &#8220;Pascal Hens ist der beste,&#8221; sagt Manuel, dem Handball einfach mehr Spaß macht als Fußball. &#8220;Viele Freunde spielen jetzt auch Handball,&#8221; berichtet er. Ein Grund dafür ist sicherlich der WM-Sieg, obwohl Manuel den Sport seit langem ausübt und bereits im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal auf dem Feld stand. In der Halbzeit der Live-Übertragung des EM-Spiels freut er sich schon auf das Abendprogramm. Das sieht die Vorführung des Dokumentarfilms &#8220;Projekt Gold&#8221; vor, in dem ähnlich wie in dem Sommermärchenfilm über die DFB-Auswahl bei der Fußball-WM 2006 die deutsche Mannschaft im gesamten Verlauf des Turniers von einem Filmteam beobachtet wird. &#8220;Der Film ist viel besser als der über die Fußballer,&#8221; sagt Heidi Meier, denn es werde noch viel ausführlicher über die Arbeit hinter den Kulissen berichtet.</p>
<p>Nationaltrainer Heiner Brand und seinem Team gelingt es offenbar, den angenehmen Nervenkitzel, zum Beispiel den des Halbfinalkrimis&#8217; im letzten Jahr gegen Frankreich, wieder lebendig werden zu lassen &#8211; Happy End inklusive. So ganz ist die Euphorie des letzten Jahres aber noch nicht wieder da. Nach dem Abpfiff des relativ ungefährdeten Siegs gegen Ungarn kam bei den Kinder eher verhaltener Jubel auf. Statt Jubeltänze aufzuführen, setzte sich die Freude am Spiel sofort wieder durch. Die meisten griffen zum Ball und nutzten die ungezwungene Atmosphäre und die erstklassigen Bedingungen in der modernen Halle um einfach draufloszuwerfen. Die Spielzüge der Idole müssen schließlich nachgespielt werden &#8230; (dba)</p>
<p> <em>[Der Artikel ist am 22. Januar 2008 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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