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	<title>baranek &#124; online &#124; publishing &#187; Soziales</title>
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		<title>Telefonhotline für Mobbingopfer</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 16:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mobbing ist keine Lappalie, sondern kann schwer wiegende Folgen  haben. Problem bei aktiven Gegenmaßnahmen ist die Verunsicherung der Betroffenen. Dem will eine neu eingerichtete, kostenlose Telefonberatung abhelfen.
Von Dirk Baranek
Etwa 25 Milliarden Euro Schaden verursacht Mobbing aktuell jedes Jahr in Deutschland, so die Schätzung des Anwalts Harry Möller-Stein. Das ist aber noch lange nicht alles, denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mobbing ist keine Lappalie, sondern kann schwer wiegende Folgen  haben. Problem bei aktiven Gegenmaßnahmen ist die Verunsicherung der Betroffenen. Dem will eine neu eingerichtete, kostenlose Telefonberatung abhelfen.</em></p>
<p>Von Dirk Baranek</p>
<p>Etwa 25 Milliarden Euro Schaden verursacht Mobbing aktuell jedes Jahr in Deutschland, so die Schätzung des Anwalts Harry Möller-Stein. Das ist aber noch lange nicht alles, denn der Vorsitzende des Vereins &#8220;Mobbing keine Chance&#8221; bezieht sich mit dieser Zahl nur auf den Bereich der Unternehmen. Was mit dem antisozialen Verhalten in Schulen, Vereinen oder Familien angerichtet wird, ist in diese Summe noch gar nicht einbezogen. Das Leid der Betroffenen lässt sich allerdings nur schwer beziffern, so die Initiatoren einer seit Anfang des Monats freigeschalteten Gratis-Hotline (0800.6622445).</p>
<p>Psychische Probleme, körperliche Beeinträchtigungen, zerrüttete Karrieren &#8211; das sind nur ein paar der Folgen, die Mobbingopfer erleiden müssen. Dass es mit einem Wechsel des Arbeitsplatzes, an dem man gemobbt wurde, allein nicht getan ist, berichtete bei der Vorstellung der Hotline Bernd Krauter. Beschäftigt in der mittleren Führungsebene bei einem Dienstleistungsunternehmen tat er die Schikanen zunächst als &#8220;normale Machtspielchen&#8221; ab. Es gebe eben im Arbeitsleben einen notwendigen Wettbewerb. Dann aber sei die Situation gekippt. Über ein Jahr lang wurde er nach seiner Ansicht systematisch gemobbt, mit niederen Aufgaben betraut oder mit unmöglich einzuhaltenen Terminen unter Druck gesetzt. Schlafstörungen, depressive Schübe bis hin zu Selbstmordgedanken waren die Folge. Irgendwann entschloss sich Krauter zur Kündigung, aber er sei bis heute traumatisiert. Letztlich hatte er ärztlichen Rat gesucht.</p>
<p>Diesen Weg beschreiten bis heute etwa 80 Prozent der Betroffenen. Die neue Telefonberatung will Mobbingopfern aber auch Tätern Wege aufzeigen, wie sie sich besser wehren können. Ganz wichtig dabei, so Petra Leutbecher, die als Coach Betroffene begleitet, sei die frühzeitige Erkenntnis, dass man gemobbt werde. Um die Folgen zu bewältigen, sei das Führen eines Tagebuchs mit detaillierten Beschreibungen der erlittenen Aktivitäten sehr wichtig. Nur dann können man gerichtsfest Beweise sichern, die bei Schadenersatzklagen die Vorwürfe untermauern.</p>
<p><em>(Artikel für die Stuttgarter Zeitung / Lokalteil)</em></p>
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		<title>Die Sprachlosigkeit überwinden</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 16:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein von &#8220;Hilfe für den Nachbarn&#8221; unterstütztes Projekt in Botnang-Nord meldet erste Erfolge
Um die Kommunikation im Problemviertel Botnang-Nord zu verbessern, organisiert das Projekt &#8220;Brückenbauer&#8221; Ehrenamtliche mit Fremdsprachenkenntnisse. Diese sollen Anwohnern beistehen, die noch nicht so gut Deutsch können. Dadurch sollen diese Zugang zu sozio-kulturellen Angeboten und im Alltag Hilfe erhalten.
Das Wohngebiet liegt idyllisch beinahe im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein von &#8220;Hilfe für den Nachbarn&#8221; unterstütztes Projekt in Botnang-Nord meldet erste Erfolge</strong></p>
<p><em>Um die Kommunikation im Problemviertel Botnang-Nord zu verbessern, organisiert das Projekt &#8220;Brückenbauer&#8221; Ehrenamtliche mit Fremdsprachenkenntnisse. Diese sollen Anwohnern beistehen, die noch nicht so gut Deutsch können. Dadurch sollen diese Zugang zu sozio-kulturellen Angeboten und im Alltag Hilfe erhalten.</em></p>
<p>Das Wohngebiet liegt idyllisch beinahe im Wald, aber trotzdem ist es mit dem Ruf von Botnang-Nord, wie die Siedlung inzwischen im Sozialdatenatlas der Stadt heißt, nicht zum besten bestellt. Die Hochhaus-Siedlung galt wegen Sachbeschädigungen, Pöbeleien und Vandalismus als sozialer Brennpunkt, was aber die Bewohner ganz und gar nicht so sehen. Im Gegenteil wohnen viele der etwa 3.000 Bewohner schon seit mehreren Jahren dort. &#8220;Viele sind richtig stolz, dass sie hier wohnen,&#8221; berichtet die Sozialarbeiterin Thea Feulner. Trotzdem musste etwas geschehen.<span id="more-312"></span></p>
<p>Ausgehend von der Botnanger Runde, in der Bezirksrat, Verwaltung und soziale Initiativen an einem Tisch sitzen, wurde ein Maßnahmenpaket in Angriff genommen. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft SWSG, die über ständig steigende Kosten in ihren sechs Gebäuden klagte, richtete einen Conciergedienst ein. Im September 2006 eröffnete das Familien- und Nachbarschaftszentrum (FuN), in dem verschiedene Träger Angebote für Mütter mit Kindern, für Jugendliche oder Senioren machen. Wichtigstes Ziel: die Kommunikation unter den Bewohnern fördern und Hemmschwellen abbauen. Denn viele Probleme entstehen durch Anonymität und Distanz, so die Überzeugung der Sozialarbeiter.</p>
<p>Es wurde allerdings schnell deutlich, dass es vor allem die immer wieder zu Tage tretenden Sprachprobleme waren, die verhinderten, dass die Menschen aufeinander zugehen oder sich die Angebote von Vereinen, von kulturellen und sozialen Einrichtungen wahrzunhemen. Allein im Haus Nummer acht, in dem das FuN untergebracht ist, leben Menschen aus 16 Nationen. Die Kenntnisse der deutschen Sprachen reichen zwar meist für die Bewältigung der alltäglichen Dinge, aber sobald es etwas komplizierter wird wie bei Arztbesuchen, Elterngesprächen in der Schule oder bei Anträgen, entstehen Schwierigkeiten. Das kann sogar für Migrantenfamilien gelten, deren Kinder schon das deutsche Schulsystem durchlaufen haben, weiß Alberto Company, der Jugendliche betreut. &#8220;Die merken dann irgendwann frustriert, dass ihre Straßensprache, nichts mit der offiziellen Welt zu tun hat,&#8221; sagt er.</p>
<p>Um diese Sprachbarrieren ad hoc überwinden zu können und die Qualität der Beratung zu steigern, wurde das Projekt &#8220;Brückenbauer&#8221; ins Leben gerufen. Die Idee, des mit 30.000 Euro von der Spendenaktion &#8220;Hilfe für den Nachbarn&#8221; der Stuttgarter Zeitung unterstützten Aktionsplans: Ehrenamtliche Helfer, die über entsprechende Sprachkenntnisse verfügen, sollen als Übersetzer tätig werden. Gestartet wurde im Mai und inzwischen hat man schon 20 Freiwillige in der Kartei, die auf Zuruf tätig werden, manchmal sogar telefonisch. Der Kontakt in der Muttersprache sei wichtig, um ein gewisses Grundvertrauen herzustellen. Dadurch sei es zum Beispiel gelungen, für eine albanische Familie die Mitgliedschaft der Tochter in einem Turnverein zu organisieren. Die Hemmschwellen, die Möglichkeiten der Mehrheitsgesellschaft kennenzulernen und wahrzunehmen, seien wegen der fehlenden Sprachkenntnisse der Erwachsenen einfach zu hoch. Allerdings sind die Vereine nicht immer besonders kommunikationsstark. &#8220;Ich musste ja selbst erstmal stundenlang recherchieren, was es da alles bei dem Verein gibt und wer der richtige Ansprechpartner ist,&#8221; sagt Frau Feulner.</p>
<p>Im Moment sind die Brückenbauer damit beschäftigt, ihr Angebot, das auch von Schulen, Arztpraxen oder Ämter angefordert werden kann, bekannter zu machen. Plakate und Infozettel wurden gedruckt. Das Geld ist gut angelegt, die Atmosphäre im Viertel hat sich entspannt. Die Kommunikation sei besser geworden und damit auch die soziale Kontrolle. &#8220;Die Jugendlichen merken auf einmal, dass da jemand ist, der mitkriegt, was sie wieder angestellt haben, und der Grenzen aufzeigt,&#8221; sagt Alberto Company. </p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Ohne Kohle aber mit Würde</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 16:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschiedene Kirchengemeinden und die Ambulante Hilfe bieten in den kommenden Monaten eine Gratismahlzeit an. Am Sonntag nahmen dies etwa 150 Menschen wahr, die sich in der Cannstatter Andreä-Gemeinde einfanden. Die Initiatoren wollen keine Abspeisung der Armen, sondern legen Wert auf einen würdigen Rahmen und auf den menschlichen Kontakt.
Das Gesicht der Armut wandelt sich. Diese zunächst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Verschiedene Kirchengemeinden und die Ambulante Hilfe bieten in den kommenden Monaten eine Gratismahlzeit an. Am Sonntag nahmen dies etwa 150 Menschen wahr, die sich in der Cannstatter Andreä-Gemeinde einfanden. Die Initiatoren wollen keine Abspeisung der Armen, sondern legen Wert auf einen würdigen Rahmen und auf den menschlichen Kontakt.</em></p>
<p>Das Gesicht der Armut wandelt sich. Diese zunächst oberflächliche Erkenntnis konnte man gestern bei der ersten Ausgabe der Aktion &#8220;Essen ohne Kohle&#8221; machen, die in der Andreä-Kirchengemeinde in Bad Cannstatt stattfand. Etwa 150 Menschen nahmen das Angebot der Aktivisten der Ambulanten Hilfe und verschiedener Gemeinden an, gratis ein Mittagessen aus Erbsensuppe, Schweinebraten mit Spätzle und Vanillepudding zu erhalten. Nur einem kleinen Teil konnte man wirklich auf den ersten Blick ansehen, dass es am nötigsten fehlt.<span id="more-310"></span></p>
<p>Die Mehrheit machte eher den Eindruck, noch nicht durch das Raster des bürgerlichen Lebens gefallen zu sein, eine trügerische Einschätzung, wie Pfarrer Heinrich Schmid feststellt. &#8220;Die Zahl der armen Menschen, die noch in Besitz einer Wohnung sind oder in einer Einrichtung leben, nimmt ständig zu,&#8221; sagte er. Die Armut spiele sich vermehrt im Verborgenen ab und erscheine dann nur, wenn es Familien nicht mehr gelingt, ihre Kinder eine Klassenfahrt in das Schullandheim zu bezahlen. Die Not habe breitere Schichten erfasst, die sich ihrer Situation schämten. Denn noch fehle es an gesellschaftlicher Akzeptanz, wenn Menschen durch Krankheit oder familiäre Probleme ins soziale Abseits gerieten. Diese Distanz will die Aktion bewusst aufheben, indem auch Gemeindemitglieder an dem Essen teilnehmen und das Gespräch mit den Menschen suchen. &#8220;Wir wollen hier keine Abspeisung machen, sondern einen würdigen Rahmen und ein gutes Mittagessen bieten,&#8221; so Schmid.</p>
<p>Gekommen waren auch Iris und Wolfgang, die in der Nachbarschaft leben. Die 39-Jährige, die einmal als Arzthelferin gearbeitet hat, schlägt sich mit Hartz IV durch, wovon aber zum Leben letztendlich nur 200 Euro übrig bleiben. Deshalb ist sie froh, eine Stelle als Küchenhilfe beim Kulturwerk Ost bekommen zu haben. Dort darf sie bis zu 150 Euro hinzuverdienen. Wichtiger ist aber wieder das Gefühl zu bekommen, ein wertvoller Teil der Gesellschaft wahrgenommen zu werden. &#8220;Man fühlt sich so an den Rand gedrängt,&#8221; sagte sie. Partner Wolfgang ist 45 Jahre alt und schwerbehindert. Chancen auf eine reguläre Arbeitsstelle hat er deshalb nicht, so seine Erfahrung. Das Geld, das die beiden zur Verfügung haben, reicht gerade so. Eng wird es oft am Monatsende oder bei Neuanschaffungen wie Möbeln oder Kleidern. Früher habe man wenigstens vom Sozialamt noch einen Bekleidungszuschuss bekommen, damit sei es jetzt vorbei, berichten die beiden.</p>
<p>Diesen Trend, dass ganz normale Menschen, die große Probleme aus der Bahn geworfen haben, oder die unter Altersamrut leiden, nicht mehr mit den zur Verfügung stehenden Mitteln klarkommen, beobachtet auch Renate Mausner, Mitarbeiterin beim Café 72, das von der Ambulanten Hilfe unterhalten wird. Frührentner, ehemalige DDR-Bürger, gescheiterte Selbstständige &#8211; solche Schicksale gehören vermehrt zur Klientel. &#8220;Diese Gesellschaft produziert Not,&#8221; sagt Mausner und beklagt, dass man mit der Arbeit in der Einrichtung nur Notpflaster verteile, aber an die Ursachen nicht herankommt.</p>
<p>Spenden an Ambulante Hilfe, Konto 120 000, BLZ 60090800, Stichwort &#8220;Essen ohne Kohle&#8221;</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Soziale Berufe müssen attraktiver werden</title>
		<link>http://dirk-baranek.de/textarchiv/soziale-berufe-mussen-attraktiver-werden/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 21:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Landespolitiker sind sich angesichts der Folgen des demografischen Wandels einig, die Heil- und Pflegeberufe aufzuwerten
Weniger Kinder und mehr ältere Menschen und Hochbetagte &#8211; der demografische Wandel vollzieht sich bereits. Welche Folgen diese Entwicklung für die sozialen Berufe haben wird, diskutierten Experten und Landespolitiker bei einer Podiumsdiskussion des Diakonischen Werks Württemberg. Fazit: Vieles hängt am Geld. 
Manchmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Landespolitiker sind sich angesichts der Folgen des demografischen Wandels einig, die Heil- und Pflegeberufe aufzuwerten</strong></p>
<p><em>Weniger Kinder und mehr ältere Menschen und Hochbetagte &#8211; der demografische Wandel vollzieht sich bereits. Welche Folgen diese Entwicklung für die sozialen Berufe haben wird, diskutierten Experten und Landespolitiker bei einer Podiumsdiskussion des Diakonischen Werks Württemberg. Fazit: Vieles hängt am Geld. </em></p>
<p>Manchmal entscheidet schon ein simples Satzzeichen über den Verlauf eines ganzen Abends. Am Donnerstag wollte jedenfalls Helmut Beck, Vorstand des Evangelischen Schulwerks, als er das Thema der abendlichen Diskussionsrunde einleitete, das Motto &#8220;Soziale Berufe haben Zukunft&#8221; ausdrücklich nicht mit einem Frage- sondern mit einem Ausrufezeichen enden lassen. Eingeladen hatte das Diakonische Werk Württemberg, um über die Folgen des demografischen Wandels in Bezug auf die Heil-, Erziehungs- und Pflegeberufe zu diskutieren.</p>
<p>Dass sich in dieser Arbeitswelt in den nächsten Jahren viel ändern wird, machte der grundlegende Vortrag von Rainer Wolf klar, der neuesten Zahlen und Projektionen des Statistischen Landesamtes präsentierte. Dabei betrachtete er drei Bereiche der sozialen Berufe, die recht unterschiedlich betroffen sind. So kann man zwar bei der frühkindlichen Erziehung von insgesamt weniger Kindern ausgehen, allerdings wird die sinkende Geburtenrate wohl durch die Bemühungen neutralisiert, mehr Angebote zu schaffen. Deshalb sind die insgesamt stagnierenden Zahlen bei der Ausbildung von Fachkräften wohl nicht weiter besorgniserregend. Auch in Bezug auf die allgemeine Gesundheitsversorgung konnte der Statistiker kaum Aussagen über den zukünftigen Bedarf machen, gehören doch alle Altersgruppen der Gesellschaft zum Klientel dieses Bereichs und daher vom demografischen Wandel auf der Nachfrageseite vermutlich weniger betroffen.</p>
<p>In Bezug auf die Struktur der zukünftigen Berufsanfänger allerdings sind eindeutige Trends erkennbar. Immer mehr Absolventen kommen aus den Fachhochschulen, wohingegen die Fachschulen von weniger jungen Menschen absolviert werden. Der Bereich mit den größten Veränderungen wird nach Ansicht der Statistiker die Altenpflege sein. Bis 2030 wird sich der Bedarf an Mitarbeitern wohl fast verdoppeln. Ausgebildet werden aber im Moment viel zu wenige. Allerdings befürchteten die anwesenden Experten nicht nur durch diese Entwicklung in Personalnot zu geraten, sondern zu schaffen macht auch der zunehmende Konkurrenzkampf mit anderen Branchen. Gegen groß angelegte Image-Kampagnen der Metallindustrie, mit der diese ihrem Fachkräftemangel beikommen will, können die sozialen Berufe nicht mithalten. Denn noch ist das Gehaltsniveau zu unterschiedlich, wie Brigitte Lösch, Abgeordnete der Grünen im Landtag, bemängelte.</p>
<p>Dass hier Nachholbedarf besteht und dass insgesamt die Branche mehr akademisch ausgebildete Fachkräfte benötigt, darin war sich die versammelten Fachpolitiker aller Parteien denn auch einig. Klar machten sie aber auch, dass angesichts der emotional geführten Diskussion um die so genannte &#8220;Kostenexplosion im Gesundheitswesen&#8221; solche Strukturveränderungen nur langfristig umzusetzen sind. Ohne Beteiligung der Patienten selbst wird es da wohl nicht abgehen, wie Katrin Altpeter von der SPD deutlich machte: &#8220;Es gibt einen Anspruch auf gute Pflege, aber keinen auf ein gutes Erbe!&#8221; Um dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel beizukommen, entwickelten Podium und Publikum diverse Lösungsansätze. Eine modulare Ausbildung, die verstärkte Rekrutierung von Männern, ein höheres Selbstbewusstsein der Beschäftigten angesichts der gesellschaftlich wertvollen Tätigkeiten und eine Abkehr vom Weg der Ökonomisierung im Gesundheits- und Pflegewesen standen dabei im Raum.</p>
<p>&#8220;Wir müssen das Image dieser Berufe aufwerten,&#8221; sagte Wilfried Klenk (CDU), der als Vorsitzender des Sozialausschusses im Landtag für den Oktober eine Kampagne ankündigte, mit der Schulabgänger für die Erziehungsberufe interessiert werden sollen. Das sei zwar alles ganz gut und schön, meinte Helmut Beck, aber das Entscheidende seien doch die aktuellen Arbeitsbedingungen in Krankenhäusen sowie bei der stationären und ambulanten Pflege. &#8220;Der Druck durch die Finanzierungssysteme ist extrem gestiegen,&#8221; sagte er und vermisste den menschlichen Bezug bei der Lösung der Probleme. Mit Methoden, die aus der Optimierung der Warenproduktion kommen, steuere das System in die Katastrophe. </p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Spielerisch den Umgang mit den Flammen lernen</title>
		<link>http://dirk-baranek.de/textarchiv/spielerisch-den-umgang-mit-den-flammen-lernen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 19:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[In fünf Jahren wurden 3.500 Kleinkinder ehrenamtlich im Brandschutz geschult. Projekt soll in die Fläche.
Feuer übt auf kleine Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Weil sie aber ungeübt im Umgang mit den Flammen sind, steht diese Altersgruppe unter jugendlichen Brandverursachern an der Spitze. Mit präventiven Maßnahmen versuchen die Freiwilligen Feuerwehren das gefährliche Spiel zu verhindern.
Die seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In fünf Jahren wurden 3.500 Kleinkinder ehrenamtlich im Brandschutz geschult. Projekt soll in die Fläche.</strong></p>
<p><em>Feuer übt auf kleine Kinder eine magische Anziehungskraft aus. Weil sie aber ungeübt im Umgang mit den Flammen sind, steht diese Altersgruppe unter jugendlichen Brandverursachern an der Spitze. Mit präventiven Maßnahmen versuchen die Freiwilligen Feuerwehren das gefährliche Spiel zu verhindern.</em></p>
<p>Die seit fünf Jahren in Stuttgart durchgeführte Brandschutzerziehung für Kleinkinder in Kindergärten ist ein Erfolg. Dieser Ansicht sind die Verantwortlichen in Politik und Feuerwehr angesichts der erreichten Zahlen wohl zu Recht. Etwa 3.500 Kinder aus 100 Kindergärten wurden geschult unter nicht unerheblichen Aufwand. Denn für jede Gruppe sind fünf Termine vorgesehen. Neben einem Vorgespräch mit den Erzieherinnen gibt es eines mit den Eltern. Dann natürlich die Termine mit den Kindern selbst &#8211; einmal im Kindergarten und einmal in einer Feuerwache. Abschließend gibt es ein Nachgespräch, bei dem Resultate und Meinungen eingeholt werden.</p>
<p>Dass diese präventiven Maßnahmen notwendig sind, darüber besteht bei allen Beteiligten Einigkeit. Die Zahlen sprechen für sich. Etwa 80 Prozent der Brandfälle, bei denen sich Jugendliche als Verursacher identifizieren lassen, werden von verspielten Kleinkindern ausgelöst. Hier handelt es sich natürlich nicht um mutwillige Brandstiftungen, sondern eher um den faszinierten aber fehlerhaften Umgang mit Streichhölzern oder Kerzen. Offenes Feuer zieht Kinder eben magisch an und deshalb ist das pädagogische Konzept des Projektes auch weniger auf Verbote ausgerichtet, sondern auf den verantwortungsbewussten Umgang mit Feuer. Und wenn doch mal was schief geht, soll wenigstens unverzüglich und fehlerfrei die Feuerwehr gerufen werden. Wie das jetzt funktioniert, üben die Kleinen mit Liedern und sogar einigen lebensechten Probeanrufen.</p>
<p>Durchgeführt wird das so erfolgreiche Projekt bisher ausschließlich von den Kräften der Freiwilligen Feuerwehren. 70 Leute wurden pädagogisch geschult, tragen die ganze Arbeit ehrenamtlich und sind eigentlich an der Kapazitätsgrenze angelangt. Klaus Dalfert, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes bezeichnet diesen Umstand bei einem Pressegespröch denn auch als &#8220;kleinen Wermutstropfen in einem großartigen Projekt.&#8221; Er würde sich wünschen, dass das System auf eine &#8220;andere Basis&#8221; gestellt wird, sprich: Dass die Berufsfeuerwehr dieses Projekt übernimmt und mit Planstellen durchführen kann. Der zuständige Ordnungsbürgermeister wollte sich dazu nicht recht durchringen. Auch er sieht zwar, dass die Bilanz &#8220;absolut beeindruckend&#8221; sei. &#8220;Ohne Ehrenamt wäre dieser Kraftakt nicht möglich gewesen.&#8221; sagte er. Allerdings sicherte er zu, &#8220;mehr Systematik in das Projekt zu bringen und es möglichst flächendeckend anzubieten.&#8221; Denn bis jetzt ist das Präventionsangebot auf Kindergärten in den Außenbezirken beschränkt. In der Innenstadt gibt es keine Freiwilligen Feuerwehren und die Kindergärten müssen ortsnah bedient werden.</p>
<p>Wie genau eine gesamtstädtische Versorgung organisiert werden kann, blieb offen, denn ohne neue Stellen wird die Berufsfeuerwehr das Projekt kaum stemmen können. Schon jetzt sei man mit der Brandschutzerziehung, die obligatorisch in den Grundschulen durchgeführt wird, an der Kapazitätsgrenze angelangt. Schairer scheint aber entschlossen, die Sache voranzubringen. &#8220;Einen Unterschied zwischen innen- und Außenbezirken darf es nicht geben. Da wird man eine Lösung finden müssen,&#8221; sagte er. </p>
<div><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></div>
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		<title>Neuer Campus für die Waldorf-Uni</title>
		<link>http://dirk-baranek.de/textarchiv/neuer-campus-fur-die-waldorf-uni/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 18:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Haussanierung und Gartengestaltung schaffen Raum für weltweites Zentrum der Waldorfpädagigik
Waldorf wächst, auch in der Lehrerausbildung. An der Uhlandshöhe wurde gestern nicht nur der Umbau einer Villa zum Seminarhaus gefeiert, sondern auch die Eröffnung eines veritablen Campus. Die Freie Hochschule mit 300 Studierenden hat jetzt ein neues Zentrum.
Das Gebäudensemble der Waldorfpädagogen unterhalb der Uhlandshöhe ist um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haussanierung und Gartengestaltung schaffen Raum für weltweites Zentrum der Waldorfpädagigik</strong></p>
<p><em>Waldorf wächst, auch in der Lehrerausbildung. An der Uhlandshöhe wurde gestern nicht nur der Umbau einer Villa zum Seminarhaus gefeiert, sondern auch die Eröffnung eines veritablen Campus. Die Freie Hochschule mit 300 Studierenden hat jetzt ein neues Zentrum.</em></p>
<p>Das Gebäudensemble der Waldorfpädagogen unterhalb der Uhlandshöhe ist um ein neues Schmuckstück reicher. Gestern wurde mit einer Feierstunde das sanierte und umgebaute Haus in der Haußmannstraße 48 eröffnet, aber tatsächlich geht die Bedeutung des damit entstandenen Campus über eine simple Renovierung weit hinaus. Kräftig umgestaltet wurde auch der Garten hinter der 2005 von der Freien Hochschule für Waldorfpädagigk gekauften Privatiersvilla. Mauern wurden niedergerissen und eine leicht ansteigenden Streuobstwiese angelegt, die die Verbindung zu dem dahinter liegenden Seminargebäude der Hochschule darstellt, Darum gruppiert sich eine Art Amphietheater aus grob behauenem fränkischen Jura.</p>
<p>&#8220;Wir wollten etwas mit schwäbischen Anklängen gestalten,&#8221; sagte Georg Schumacher, Dozent für Gestaltung an dem Seminar, in dem 300 Studierende zu Lehrern an Waldorfschulen aus- und fortgebildet werden. Über zwei Millionen Euro wurden investiert, um die bisher auf mehrere Gebäude verstreuten Seminare in eine vorher nicht vorhandene räumlichen Zusammenhang zu bringen. Vier Kursräume entstanden in der Villa, eine Mitarbeiterwohnung sowie eine Cafeteria.</p>
<p>Damit will die Hochschule, die als einzige der reformpädagogischen Bewegungen eine eigene Lehrerausbildung in unabhängigen, allerdings staatlich anerkannten Seminaren anbietet, ihrer Bedeutung als Zentrum der Waldorfbewegung Ausdruck verschaffen. Die ist inzwischen global und mit fast 1.000 Schulen ein weltweites Phänomen. So kommen die Studenten denn auch aus 50 verschiedenen Ländern, um sich in die pädagogische Theorie und Praxis auf der Basis der Lehren von Rudolph Steiner einführen zu lassen. 120 verlassen jedes Jahr die Einrichtung und tragen nicht nur das ganzheitliche Bildungskonzept, sondern auch ihr Bild von Stuttgart als den Ort in die ganze Welt, an dem die Ideen Steiners 1919 an gleicher Stelle zum ersten Mal Realität wurden.</p>
<p>Ein historisches Pfund, mit dem auch Bildungsbürgermeisterin Susanne Eisenmann in ihrem Grußwort wucherte. &#8220;Wir sind stolz auf Sie,&#8221; sagte Eisenmann und lobte das gelungene architektonische Gesamtkunstwerk. Angesichts der stark wachsenden Zahl von Eltern, die ihre Kinder lieber in eine private Schule in freier TRägerschaft als in eine staatliche Schule schicken, äußerte sich Claus Schmiedel, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, etwas nachdenklicher. Es sei es ein Alarmzeichen ersten Ranges, wenn so viele bildungsnahe Familien sich gegen das staatliche Angebot entscheiden, was er in Bezug auf die Qualität des Unterrichts gleichwohl verständlich fand. Alle Politiker betonten denn auch die wichtige Rolle der freien Schulen, um dem öffentlichen System Beine zu machen oder wie es Winfried Kretschmann von den Grünen formulierte: &#8220;Sie sind die Hefe im Teig des trägen staatlichen Schulwesens.&#8221; Um im Bild zu bleiben: Die Züchtung dieser Hefe hat jetzt ihren würdigen Ort gefunden.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Perspektiven für Menschen mit Defiziten</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 18:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Modellprojekt wird Geistigbehinderten der Berufseinstieg ermöglicht
Menschen ohne Ausbildung haben große Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Das gilt umso mehr für Menschen, die auf Grund einer geistigen Behinderung nicht ausbildungsfähig sind. Statt einer Perspektive in einer geschützten Werkstatt versucht ein Modellprojekt in Stuttgart jetzt einigen eine Chance in der Berufswelt zu ermöglichen.
Um die berufliche Eingliederung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Modellprojekt wird Geistigbehinderten der Berufseinstieg ermöglicht</strong></p>
<p><em>Menschen ohne Ausbildung haben große Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Das gilt umso mehr für Menschen, die auf Grund einer geistigen Behinderung nicht ausbildungsfähig sind. Statt einer Perspektive in einer geschützten Werkstatt versucht ein Modellprojekt in Stuttgart jetzt einigen eine Chance in der Berufswelt zu ermöglichen.</em></p>
<p>Um die berufliche Eingliederung von Menschen mit geistigen Behinderungen ist es nicht zum Besten gestellt. Für die allermeisten sind die Chancen, abseits der geschützten Werkstätten eine Stelle auf dem regulären Arbeitsmarkt zu finden nur gering. Um wenigstens einem Teil der Absolventen von Förderschulen und Schulen für geistig Behinderte eine Perspektive im normalen Berufsalltag zu geben, wird in Stuttgart mit dem nächsten Schuljahr ein Modellprojekt ins Leben gerufen, das in dieser Form im Land einzigartig ist, so Rüdiger Hezel, Rektor der Gustav-Werner-Schule. Das Besondere daran ist vor allem die Kooperation vieler verschiedener Beteiligter. Neben den Förderschulen und den Schulen für Geistigbehinderte und für Körperbehinderte bemühen sich auch der Integrationsfachdienst (IFD), verschiedene Schulverwaltungsämter bei Stadt und Land sowie einige engagierte Unternehmen. In einer Art selbstorganisierten Vorphase wurden bereits erste positive Ergebnisse erzielt. Jetzt geht es darum, das Projekt zu verstetigen.</p>
<p>Zielgruppe des Projektes sind die leistungsschwächsten Schüler der Förderschulen sowie die leistungsstärksten aus dem Bildungsgang für Geistigbehinderte. &#8220;Es geht um etwa je zehn bis fünfzehn Prozent aus diesen beiden Schularten,&#8221; sagte Hezel, der das Projekt am Dienstag Abend einer Runde aus Beteiligten und der Politik vorstellte. Die schulpolitischen Sprecher der Gemeinderatsfraktionen äußerten sich denn auch unisono positiv über die Anstrengungen, bei denen die sorgfältig ausgewählten Schüler über drei Jahre hinweg mit Praktika und berufsbegleitendem Unterricht für die Arbeitswelt fit gemacht werden. Etwa 40 Schüler will man in den nächsten drei Jahren so begleiten und eine realistische Chance in der Arbeitswelt geben. Dabei kommen Tätigkeiten in der Hauswirtschaft, der Gastronomie, im Lagerbereich oder auch im KFZ-Handel in Frage.</p>
<p>Positive Erfahrungen mit dieser Personengruppe hat Andreas Meixner gemacht, der in Cannstatt einen Abschleppdienst mit sechs Mitarbeitern betreibt. Die Schüler seien durchweg hochmotiviert und jeder habe trotz generell eingeschränktem Leistungsspektrum besondere Kompetenzen, die man eben finden und fördern müsste. Mit dem Projekt soll denn auch dem in den letzten Jahren einem starken Wandel unterworfenen Bild auf diese Personengruppe Rechnung getragen werden. &#8220;Wir wollen weg von der Defizitorientierung hin zu einer Betonung der vorhandenen Kompetenzen,&#8221; sagte Thomas Hofmann, Schulleiter an einer Schule für Körperbehinderte.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>&#8220;Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dem Tod!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 18:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neuer Dienst im Klinikum Stuttgart kümmert sich ganzheitlich um schwerstkranke Patienten
Mit einem Palliativmedizinischen Konsiliardienst will das Klinikum Stuttgart die Situation von Menschen verbessern, die keine Aussicht mehr auf Heilung haben. Bei dem ganzheitlichen Konzept geht es neben der Linderung körperlicher Probleme auch um die Betreuung der Angehörigen.
Menschen, die an unheilbaren Krankheiten leiden, die verbleibende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein neuer Dienst im Klinikum Stuttgart kümmert sich ganzheitlich um schwerstkranke Patienten</strong></p>
<p><em>Mit einem Palliativmedizinischen Konsiliardienst will das Klinikum Stuttgart die Situation von Menschen verbessern, die keine Aussicht mehr auf Heilung haben. Bei dem ganzheitlichen Konzept geht es neben der Linderung körperlicher Probleme auch um die Betreuung der Angehörigen.</em></p>
<p>Menschen, die an unheilbaren Krankheiten leiden, die verbleibende Lebenszeit möglichst angenehm zu gestalten, ist das Ziel, das sich ein neuer Querschnittsdienst im Klinikum Stuttgart gesetzt hat. Er trägt den etwas sperrigen Namen Palliativmedizinischer Konsiliardienst und ist in der Form ein echte Innovation. Beheimatet im Katharinenhospital, kommt er in allen Häusern des Klinikums zum Einsatz, denn der Bedarf an einer ganzheitlichen Versorgung schwerstkranker Menschen, die keine Aussicht mehr auf Heilung haben, steigt ständig. Das Besondere daran, so die onkologische Oberärztin Marion Daun bei einem Pressegespräch, sei das Zusammenwirken von ganz verschiedenen Professionen.</p>
<p>So besteht das Kernteam, das sich auf Grund einer Anforderung aus den Stationen um den jeweiligen Patienten kümmert, nicht nur aus medizinischem Fachpersonal, sondern auch aus Pflegeprofis und Sozialbetreuern. Darüber hinaus werden Physiotherapeuten, Psychologen und Seelsorger zu Rate gezogen, um für die konkreten Fälle einen Therapieplan zu entwickeln, der dann nicht mehr die Heilung zum Ziel hat, sondern eine möglichst hohe Lebensqualität bis zum leider unvermeidlichen, absehbaren Tod. Pro Woche werden inzwischen zwei bis vier Patienten betreut, inklusive deren Angehörige, denn das sei ein wichtiger Aspekt der Arbeit des Dienstes. Immerhin handele es sich um einschneidende Erlebnisse mit vielfältigen psychologischen und sozialen Folgen, bei deren Bewältigung durch Gesprächen und Beratung sehr sinnvoll sei.</p>
<p>&#8220;Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dem Tod!&#8221; hätten Betroffene nach dem Miterleben der Maßnahmen schon geäußert, berichtete Daun. Denn bei Schmerzen, Erstickungspaniken oder ständigem Erbrechen, die häufigsten Symptome an denen Schwerstkranke leiden, könnte durch die Neudefinition des Therapieziels und dem nachfolgenden Zusammenwirken aller Beteiligten Linderung geschaffen werden, ganz abgesehen von den psychologischen Problemen wie Depressionen und Angstzuständen. &#8220;Wir gehen ehrlich auf die Patienten zu und diese Gespräche tun enorm gut,&#8221; sagte Daun. Für die Klinikleitung ist der Konsiliardienst ein weiterer Baustein in Richtung einer menschliche Medizin, die sich an den Bedürfnissen der Patienten und nicht allein an dem ökonomischen Erfolg eines klinischen Großbetriebs ausrichte. &#8220;Mit dem Dienst kann man kein Geld verdienen,&#8221; sagte der Klinische Direktor Claude Kier. Der Respekt vor der Würde des Menschen sei aber für das Klinikum handlungsleitend. Insgesamt wurden fünf Stellen geschaffen, die dem Dienst zugeordnet sind. </p>
<p>Bei den Patienten, die einer palliativmedizinischen Therapie bedürfen, handelt es sich in 80 Prozent der Fälle um Menschen, die an den Folgen einer Krebserkrankung leiden. Deshalb sind die entsprechenden Fachkräfte im Olgakrankenhaus und in Bad Cannstatt diesen Abteilungen zugeordnet. Denn schön seit langem wird Todkranker eine besondere Betreuung zuteil, allerdings nicht in der Organisation als interdisziplinäres Team. Für die Klinik ist das auch nur ein erster Schritt. Ein zweiter könnte die Einrichtung von Stützpunkten in den am häufigsten betroffenen Abteilungnen sein. Die Einrichtung einer eigenen palliativmedizinischer Abteilung, wie es sie an anderen Kliniken durchaus gibt, hält Marion Daun nicht für sinnvoll. &#8220;Die meisten Krebspatienten sind lange in Behandlung und kennen ihre Stationen bereits,&#8221; sagte sie. Es herrsche daher meist der Wunsch vor, in der gewohnten Umgebung zu bleiben,  eventuell bis zum letzten Atemzug, denn immerhin noch 40 Prozent aller Menschen stirbt bundesweit nicht zu Hause sondern im Krankenhaus. Tendenz steigend.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Mit Kunst über sich hinauswachsen</title>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2008 18:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Der durch eine Krankheit an den Rollstuhl gefesselte Künstler Friedrich Zirm stellt in einem Drogeriemarkt aus
Kunst im Schaufenster eines Drogeriemarktes ist keine Alltäglichkeit. Das Umfeld einer profanen Warenästhetik reizt aber Friedrich Zirm ganz besonders. Der an spastischer Lähmung erkrankte Künstler präsentierte gestern ein neues Projekt im dm-Markt im Kronprinzbau. Mit dabei: dm-Chef Götz W. Werner.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der durch eine Krankheit an den Rollstuhl gefesselte Künstler Friedrich Zirm stellt in einem Drogeriemarkt aus</strong></p>
<p><em>Kunst im Schaufenster eines Drogeriemarktes ist keine Alltäglichkeit. Das Umfeld einer profanen Warenästhetik reizt aber Friedrich Zirm ganz besonders. Der an spastischer Lähmung erkrankte Künstler präsentierte gestern ein neues Projekt im dm-Markt im Kronprinzbau. Mit dabei: dm-Chef Götz W. Werner.</em></p>
<p>Das Thema des Stuttgarter Künstlers Friedrich Zirm ist die Reduktion auf das Wesentliche. Sich selbst bezeichnet Zirm als Freigrafiker und die Arbeit mit Kohlestift und Papier ist Kern seines Schaffens. Die abstrakten, schwarz-weißen Kompostionen aus Strichen und Linien zu deuten, überlässt Zirm ganz dem Betrachter. &#8220;Die Botschaft ist die Frage&#8221; steht dazu auf seiner Internetseite. Diese Schlichtheit und gelichzeitige Radikalität des Ausdrucks hängt sicherlich auch mit dem &#8220;Zustand&#8221; zusammen, wie Zirm selbst die Tatsache nennt, durch die Folgen einer spastischen Lähmung fast vollständig an den Rollstuhl gefesselt und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Zeichnen muss er mit dem Mund, eine Technik, die er allerdings virtuos beherrscht, wie man in einem Video sehen kann, das parallel zu dem im Schaufenster des dm-Marktes im Kronprinzbau ausgestellten Werk gezeigt wird. &#8220;Mein Leben in Tüten&#8221; ist der Titel der Arbeit, die gestern Nachmittag in Anwesenheit von von Götz W. Werner, Inhaber der Drogeriekette dm, eröffnet wurde.</p>
<p>Zu sehen ist ein Schaufenster mit 44 Plastiktaschen von dm, drapiert auf einer massiven Gerüstkonstruktion. Die Tüten materialisieren die verflossenen Lebensjahre des Künstlers. Jede enthält daher 52 Blätter aus Büttenpapier mit jeweils sieben Strichen. Zwei Jahre hat Zirm für diese Arbeit gebraucht und seine ganze Kraft investiert. Inzwischen fällt ihm selbst das Sprechen sehr schwer, weshalb er seine Rede verlesen lassen musste. Darin bekennt sich der Künstler zu diesem profanen Standort für sein Werk, denn die Kunst müsse dorthin, wo der Alltag der Menschen stattfinde. Mit der Arbeit möchte er darauf aufmerksam machen, dass wir alle auf die Leistungen anderer Menschen angewiesen sind. &#8220;Keine Idee, keine Entwicklung wird real ohne die Mitwirkung aller.&#8221; Seine eigene Existenz sei bedingt durch die Krankheit die &#8220;reinste Form des Konsums von Dienstleistungen&#8221; und mit diesem Werk wolle er nun der Gesellschaft etwas davon zurückgeben. </p>
<p>Diese Haltung imponiert Götz W. Werner enorm. In der Öffentlichkeit bekannt wurde Werner, der ein Unternehmen mit fast 2.000 Filialen und 25.000 Mitarbeitern dirigiert, durch seinen Vorschlag von einem allgemeinen, staatlich finanzierten Grundeinkommen für jeden Bürger. Für Werner ist Zirm ein Vorbild dafür, dass es jedem Menschen gelingen kann, seine Schicksalsaufgabe zu meistern und dabei über sich hinauszuwachsen. &#8220;Jeder Mensch ist ein ergebnisoffenes Wesen, das seine scheinbare Determinierung überwinden kann,&#8221; sagte er. Die Kunst sei dabei eine besonders geeignete Form, mit der sich das Menschsein zur Wahrnehmung bringen könne. Sein Unternehmen unterstütze daher kulturelle Aktionen und übernehme damit gesellschaftliche Verantwortung.</p>
<p><em>[Artikel für die Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Eine Stadt ohne Kinder ist furchtbar</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 18:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Podiumsdiskussion im JES konstatiert Handlungsbedarf bei der Familienfreundlichkeit in der Stadt
Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Wie dieser gestaltet und beeinflusst werden kann, darüber diskutierten lokale Experten im Jungen Ensemble Stuttgart. Fazit des Abends: es ist viel geschehen in Richtung kinderfreundliches Stuttgart, aber noch lange nicht genug.
Wie ist es um die Kinderfreundlichkeit in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Podiumsdiskussion im JES konstatiert Handlungsbedarf bei der Familienfreundlichkeit in der Stadt</strong></p>
<p><em>Der demographische Wandel ist in vollem Gange. Wie dieser gestaltet und beeinflusst werden kann, darüber diskutierten lokale Experten im Jungen Ensemble Stuttgart. Fazit des Abends: es ist viel geschehen in Richtung kinderfreundliches Stuttgart, aber noch lange nicht genug.</em></p>
<p>Wie ist es um die Kinderfreundlichkeit in Stuttgart bestellt? Warum entscheiden sich immer mehr Menschen gegen das Kinderkriegen? Hängt das eine vielleicht mit dem anderen zusammen? Das waren die Fragen, auf die eine Veranstaltung im Jungen Ensemble Stuttgart (JES) am Mittwoch Abend Antworten geben wollte. Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der aktuellen Spielzeit des JES statt, die unter dem Thema &#8220;Älter werden  - oder wie die Zeit vergeht&#8221; steht.</p>
<p>Neben Aufführungen von passenden Stücken wurde dieses Thema durch insgesamt vier Abende vertieft, bei denen Experten und lokale Macher verschiedene Aspekte des demographischen Wandels vertieften. Das Thema beschäftigt zurzeit viele Menschen, was sich auch am Interesse für die Reihe zeigt. Der Dramaturg Christian Schönfelder, der die Reihe für das JES konzipierte, zeigte sich über den Publikumszuspruch in den zurückliegenden Wochen sehr zufrieden. &#8220;Das besondere Format hat offensichtlich funktioniert,&#8221; sagte er.</p>
<p>Die Diskussionsabende wurden nämlich jeweils mit einem szenischen Vorspiel der Global Player eingeleitet, einer im JES beheimateten Amateurtruppe aus Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren. Die legten auch am Mittwoch eine ironisch-provokante Gesprächsbasis, als sie das Publikum 100 Jahre in die Zukunft versetzten. In ihrem imaginären Kidsworld konnte man Kinder nach Maß oder von der Stange kaufen inklusive Umtauschrecht. &#8220;Kinder in der besten Qualität&#8221; wurden angepriesen, ohne Geburtsschmerzen in bereits pflegeleichtem Zustand erhältlich. Da blieb so manchem Zuschauer das Lachen etwas im Halse stecken, was sich dann in der folgenden, angeregten Diskussion Bahn brach.</p>
<p>Moderiert von der SWR-Journalistin Silke Arning trugen zunächst Stephanie Mair-Huydts vom Kuratorium Kinderfreundliches Stuttgart, Carola Haegele vom Generationenhaus Heslach und Achim Wörner, Ressortleiter Lokales bei der Stuttgarter Zeitung, ihre Thesen zur aktuellen Situation der jungen Generation in der Stadt vor. Alle konstatierten, dass mit der Initiative von Oberbürgermeister Schuster zwar schon viel geschehen, aber man noch lange nicht am Ziel sei. &#8220;Es bleibt noch viel zu tun,&#8221; sagte Stephanie Mair-Huydts und Achim Wörner konstatierte Beharrungskräfte: &#8220;Das Thema Kinderfreundlichkeit ist ein zähes Geschäft.&#8221; Zwar habe die Stadt auf einigen Feldern inzwischen bundesweit Vorbildcharakter, aber vor allem im alltäglichen Zusammenleben von Alt und Jung bleibe Handlungsbedarf. &#8220;Wir müssen Strukturen schaffen, um Missverständnisse und Sprachlosigkeit zu überwinden,&#8221; sagte Carola Haegele. Nur so könne ein gesellschaftliches Klima hergestellt werden, in dem Kinder willkommen seien.</p>
<p>Neben den vom Staat herzustellenden Rahmenbedingungen sei dieses Klima essentiell für eine positive Entscheidung zum Kinderkriegen. Hier seien auch die Unternehmen gefragt, die eigene Kinderkrippen anbieten und junge Eltern durch flexible Arbeitsbedingungen unterstützen müssten. &#8220;Man kann nicht alles auf den Staat abschieben,&#8221; sagte Achim Wörner. Nur wenn alle das ihre dazu beitragen, könne das gesellschaftliche Umfeld verbessert werden, um eine familienfreundliche Stadt zu schaffen. Die sei absolut erforderlich. Denn Kinder sind nach wie vor das Salz in der Suppe des Lebens, nicht nur aus rationalen Gründen sondern ebenso aus emotionalen. &#8220;Eine Stadt ohne Kinder ist doch furchtbar,&#8221; betonte Frau Mair-Huydts. Die im Publikum anwesenden Jugendlichen machten in ihren Diskussionsbeiträgen dann deutlich, dass die aktuelle Situation noch nicht dazu angetan ist, dieses Horrorszenario als Illusion abzutun. Es gäbe viel zu wenige, nicht kommerzialisierte oder durchgeplante Freiräume für Jugendliche in der Stadt, monierten sie.  </p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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