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	<title>baranek &#124; online &#124; publishing &#187; Sport</title>
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		<title>Das Band wird belastbarer</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 16:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Besinnungsstunde zur Reichspogromnacht wurde durch Beiträge von Schülergruppen zu einer lebendigen Veranstaltung Zum Gedenken an die Ereignisse der Reichspogromnacht vor 70 Jahren hatte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu einer Stunde der Besinnung eingeladen. Dabei traten diverse Schülergruppen auf, die für eine trauerüberwindende, unerwartet hoffnungsvolle Stimmung sorgten. Am Ende der Besinnungsstunde zur Reichspogromnacht, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Die Besinnungsstunde zur Reichspogromnacht wurde durch Beiträge von Schülergruppen zu einer lebendigen Veranstaltung</strong></p>
<p><em>Zum Gedenken an die Ereignisse der Reichspogromnacht vor 70 Jahren hatte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu einer Stunde der Besinnung eingeladen. Dabei traten diverse Schülergruppen auf, die für eine trauerüberwindende, unerwartet hoffnungsvolle Stimmung sorgten.</em></p>
<p>Am Ende der Besinnungsstunde zur Reichspogromnacht, zu der die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Montag Abend ins Rathaus eingeladen hatte, brachte es deren Vorsitzender die im Publikum entstandene Stimmung auf den Punkt: &#8220;Was wir heute gesehen haben, macht deutlich, dass das Gedenken nicht in &#8216;unseligen Ritualen&#8217; erstarrt, wie es Martin Walser in seiner umstrittenen Rede behauptet hat. Schade, dass er das heute nicht miterleben konnte.&#8221;<br />
<span id="more-323"></span>  </p>
<p>Tatsächlich sorgten vor allem die musikalischen und theatralischen Beiträge von über 100 Schülern für einen würdevollen wenngleich eben auch optimistisch stimmenden Rahmen der Veranstaltung. Chöre der Jugendkantorei und des Eberhard-Ludwig-Gymnasiums trugen Lieder von Leonard Bernstein und Zwi Avni vor, ein Saxofonquintett intonierte eine Klezmoresque und wieder andere tanzten sogar Hip-Hop. Diese verhaltene Fröhlichkeit wirkte deshalb nicht geschichtsvergessen und war dem Anlass durchaus angemessen, weil die schrecklichen Ereignisse vor 70 Jahren, zu deren Gedenken sich auch diverse Vertreter des Gemeinderats, der Stadt, der Kirchen und des öffentlichen Lebens eingefunden hatten, immer sichtbar blieben.</p>
<p>Wie grundsätzlich sich die jüdischen Mitbürger damals durch die brutalen Aktionen des Nazi-Mobs getroffen wurde, machte Martin Widerker von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg in seiner Ansprache deutlich. In jener Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 sei das Band zwischen Deutschen und Juden zerrissen. Außerdem symbolisiere diese den Beginn der Shoah, der systematischen Ermordung der europäischen Juden durch das NS-Regime. Trotz der Jahrzehnte des zeitlichen Abstands stehe man erst am Anfang, diesen &#8220;Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte&#8221; zu überwinden. Aber man bewege sich gemeinsam in die richtige Richtung, meinte Widerker und betonte dabei die Rolle der christlichen Kirchen. Zum ersten Mal hätten am Abend des 9. November alle Stuttgarter Kirchen zum mahnenden Gedenken geläutet. &#8220;Dieses Zeichen haben wir sehr wohl wahrgenommen,&#8221; sagte er. Durch das gemeinsame Innehalten werde das neu entstandene Band wieder belastbarer.</p>
<p>Dazu trägt auch die Arbeit des Stadtjugendrings bei, der sich nach dem Krieg mit dem Ziel zusammenfand, Jugendliche gegen den Rechtsextremismus stark zu machen. Die Auftritte der Schülergruppen bei der Besinnungsstunde, die vom Stadtjugendring koordiniert wurden, waren denn auch lebendiger Ausdruck dieser Aufgabe. Die Beiträge der Schüler füllten das Motto des Abends &#8220;Gemeinsam gedenken &#8211; handeln &#8211; Zukunft gestalten&#8221; durch ihre  manchmal perfekten, manchmal etwas ungelenken, aber immer authentischen und ehrlichen Beiträge mit einem Leben, das wohl manche der Anwesenden an diesem Abend positiv überraschte.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Die Erde bebt an der Solitude</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 16:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Die traditionsreiche Hubertusjagd hat am Samstag ihren Abschluss auf der Wiese vor der alten Sommerresidenz gefunden. Vierzig Reiter nahmen am Samstag an der Hubertusjagd teil, die in diesem Jahr vom Kräherwald zum Schloss Solitude führte. Die Veranstaltung setzt die Tradition der Jagdreiterei fort, bei der querfeldein geritten und kein Schuss abgegeben wird. Am Samstag Nachmittag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Die traditionsreiche Hubertusjagd hat am Samstag ihren Abschluss auf der Wiese vor der alten Sommerresidenz gefunden.</strong></p>
<p><em>Vierzig Reiter nahmen am Samstag an der Hubertusjagd teil, die in diesem Jahr vom Kräherwald zum Schloss Solitude führte. Die Veranstaltung setzt die Tradition der Jagdreiterei fort, bei der querfeldein geritten und kein Schuss abgegeben wird.</em></p>
<p>Am Samstag Nachmittag hat am Schloss Solitude die Erde gebebt. Grund für die von den zahlreich erschienen Zuschauern zu spürenden Bodenschwingungen waren allerdings keine tektonischen Verschiebungen im Untergrund sondern eine Schar von vierzig Reitern. Die kamen in vollem Tempo jedoch streng geordnet aus dem nahen Wald herangaloppiert, übersprangen mehrere Hindernisse, um sich nach zwei Runden vor dem Schloss zu einer Formation zusammenzufinden. Dazu ertönten diverse Jagdsignale und das Große Halali aus blitzblanken Hörnern.<br />
<span id="more-320"></span> </p>
<p>Die gar nicht steife Zeremonie war der Abschluss einer am Kräherwald begonnenen Reitjagd, der sogenannten Hubertusjagd, die es seit 1952 jährlich gibt. Daran nahmen in diesem Jahr nicht nur Reiter des Reit- und Fahrvereins Stuttgart teil, sondern auch Pferdefreunde aus Esslingen und Herrenberg hatten sich eingefunden. Gut zwölf Kilometer quer durch den Wald wurden geordnet zurückgelegt mit einem Zwischenstopp am Schwarzwildpark. Die Umstände waren dieses Jahr ideal, wie Vereinsvorsitzender Jürgen Beck meinte. &#8220;Es war wunderschön bei diesem traumhaften Wetter. Die Wolken kamen uns gerade recht. Dann schwitzen die Pferde nicht so,&#8221; sagte er.</p>
<p>Besondere Vorfälle gab es keine und auch die zwei Abwürfe, die an den Hindernissen zu verzeichnen waren, verliefen glimpflich. &#8220;Nichts dramatisches&#8221;,&#8221; meldete der Malteser Hilfsdienst. Der Parcours und die Jagdreiterei generell stelle eben besondere Anforderungen an die Reitkunst, kommentierte Beck die Abwürfe. Auf der etwas durchfeuchteten Wiese mit dem hohen Gras kommen die Pferde, die immerhin über eine halbe Tonne wiegen, leicht ins Rutschen. Außerdem sind die Tiere durch die Zuschauer, die Musik und das ganze Drumherum etwas unkonzentriert und machen vor dem Hindernis dann schon mal ungewöhnliche Schrittfolgen. Wenn dann die Erfahrung fehlt, komme es schon mal dazu, dass auf einmal Tiere ohne Reiter im Feld mitlaufen.</p>
<p>Über mangelnde Erfahrung kann Joachim Leber sich nicht beklagen. Immerhin hat er schon an über 200 Reitjagden teilgenommen und weiß viel über die Traditionen. Entstanden ist die Form zu feudalen Zeiten und diente der Vergnügung des Adels. &#8220;Die hatten ja noch kein Fernsehen,&#8221; sagte Leber. 1763 soll die erste unter der Ägide von Herzog Carl Eugen durchgeführt worden sein. Seit vielen Jahrzehnten fehlt allerdings ein wichtiges Element: Die tierische Beute. Denn die klassische Parforcejagd, mittels derer von Hunden aufgestöbertes Hochwild gejagt wurde, gibt es natürlich nicht mehr. Nur der Fuchsschwanz, der an der Schulter des ersten Reiters hängt, symbolisiert noch den ursprünglichen Zweck des Vorgangs. &#8220;Das lässt sich heute wegen der Umwandlung der Landschaft und des Waldes in Naherholungsgebiete gar nicht mehr durchführen,&#8221; sagte Leber. In Deutschland ist diese Form des herbstlichen Querfeldeinritts nicht so weit verbreitet wie zum Beispiel in Frankreich, wo sich tausende diesem Sport widmen.</p>
<p>Allerdings scheint auch hierzulande das Interesse zu wachsen. So viele Teilnehmer konnte man bisher selten verzeichnen und auch die Zahl von etwa 1.000 Zuschauern zeigte, dass von der Verbindung Mensch, Tier und Landschaft ein gewisser Reiz ausgeht, der immer mehr Menschen fasziniert. &#8220;Das ist im Moment sehr aktuell und gehört einfach zu europäischen Kultur,&#8221; meinte denn auch Gerhard Vogt von der Bläsergruppe Rallye Württemberg, die nicht nur für einen stimmigen Abschluss sorgte, sondern auch auf der Strecke mehrmals Signale geblasen hatte.</p>
<p>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</p>
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		<title>VfB deklassiert KSC beim virtuellen Südwestderby</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 14:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Verbunden über das Internet standen sich in einem virtuellen Fußballspiel Profis aus Stuttgart und Karlsruhe live gegenüber  Wenn es am Samstag so läuft wie gestern Abend in der Carl Benz Arena, dann entscheidet der VfB das mit Spannung erwartete Südwestderby gegen den Karlsruher SC klar für sich. Bei der virtuellen Partie hatten die badischen Blauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><span class="textheadline"><strong>Verbunden über das Internet standen sich in einem virtuellen Fußballspiel Profis aus Stuttgart und Karlsruhe live gegenüber</strong></span> </p>
<p><em>Wenn es am Samstag so läuft wie gestern Abend in der Carl Benz Arena, dann entscheidet der VfB das mit Spannung erwartete Südwestderby gegen den Karlsruher SC klar für sich. Bei der virtuellen Partie hatten die badischen Blauen jedenfalls nicht die Spur einer Chance.</em></p>
<p> </p>
<p> Mehr als 600 VfB-Fans waren am gestrigen Abend begeistert von der Leistung ihrer Mannschaft, auch wenn die in der Mehrzahl aus programmierten Computerschöpfungen bestand. 6:2 stand es am Schluss in der Carl Benz Arena beim Abpfiff des so genannten CyberDerbys, wie der VfB-Hauptsponsor EnBW die von ihm durchgeführte Veranstaltung getauft hatte. Drei Tage vor dem echten Südwestderby gegen den badischen Erzrivalen Karlsruher SC standen sich je vier Profis beider Mannschaften in einem virtuellen Fußballspiel gegenüber. Das Publikum konnte die Auseinandersetzung live auf Großbildleinwänden in beiden Städten verfolgen.</p>
<p> Auf Seiten des VfB hatten Roberto Hilbert, Alexander Farnerud, Andi Beck und Manuel Fischer Platz genommen und die Finger an den Konsolen, beim KSC waren es unter anderem Kapitän Timo Staffelt, Maik Franz und Florian Dick. Ergänzt wurden die Teams mit jeweils einem durch Verlosung ermittelten Fan. Im VfB-Team trat Carsten Leifer aus Gärtringen an, der vor dem Spiel recht nervös war und sich nicht viel Chancen ausrechnete. &#8220;Wird bestimmt schwer, gegen die zu spielen, das sind doch alles Profis,&#8221; sagte der 19-Jährige, der sich die Bundesligaspiele ansonsten in seiner Stammkneipe anschaut und nur ab und zu ins Stadion geht.</p>
<p> Angeheizt durch einen Auftritt des Schlagersänger Schwabenkönig, der live seine Fan-Hymne &#8220;Ein Stern (der über Stuttgart steht)&#8221; intonierte, feuerten die Fans dann frenetisch ihre auf der Bühne sitzenden Fußballidole an und ließen die Halle erbeben, als die virtuelle Mannschaft in den weißen Trikots und dem roten Brustring gleich zu Beginn in Führung ging. Das Besondere an der recht flüssig und fast lebensnah anzuschauenden Software: Die Programme enthalten tausende detaillierte Profile von den tatsächlichen Mannschaften der laufenden Saison. Daher konnten die Profis selbst ihre elektrischen Doubles mit Daumen und Zeigefinger steuern. Privileg der Profis, während der Amateur eher das Rollenspiel genießt. Der Rest der Mannschaften und der Schiedsrichter werden per Zufallsgenerator hinzugerechnet. Auch der Torwart, worin der schlagfertige Roberto Hilbert kein Problem sah. Es sei bekannt, dass der VfB gute Torhüter habe, da werde schon nichts anbrennen. Alle Spieler sind im übrigen erfahrene &#8220;Zocker&#8221;, wie sich die Konsolenspieler selbst nennen.</p>
<p> So wie Jungtalent Manuel Fischer, der sich die Langeweile im VfB-Sportinternat eher mit &#8220;Daddeln&#8221; als mit einem Buch vertreibt. Wie es sich für einen ehrgeizigen Jungprofi gehört, kommen natürlich keine gewalttätigen Ballerspiele auf den Schirm, sondern es wird mit Programmen wie FIFA 2008 oder Pro Evolution Soccer der Fußballleidenschaft gefrönt. Dabei entstehen Kompetenzen, die Manager Horst Heldt gehörig Respekt abnötigen. Früher hat er sich auch an Videospielen versucht, aber jetzt sei er aus dem Alter raus und könne auch nicht nur annähernd mit seinen Schützlingen mithalten. Was die drauf haben, zeigte der Spielverlauf: Der KSC wurde an die Wand gespielt. Die erste Halbzeit endete mit 1:5 für den VfB und selbst ein technisches Problem zu Beginn der zweiten Halbzeit, das drei VfB-Spielern die Kontrolle über ihren Doppelgänger entzog, konnte am Spielverlauf nichts wesentliches mehr ändern. Besonders Manuel Fischer tat sich positiv als dreimaliger Torschütze hervor, gemäß seiner natürlich nicht ernst gemeinten Aussage &#8220;Superargumente&#8221; ihn am Samstag von Beginn an spielen zu lassen. Ob Armin Veh das ähnlich sieht, bleibt abzuwarten, denn das Derby ist &#8220;sehr wichtig für uns und für viele das wichtigste Spiel des Jahres&#8221;, so Horst Heldt. Durch den gelungenen virtuellen Auftakt dürften die Spieler zumindest psychologisch gestärkt in die Partie gehen.</p>
<p> <em>[Der Artikel ist am 20.Februar 2008 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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		<title>Jugendfreizeit mit Spielfreude pur</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 14:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder aus ganz Württemberg verbrachten ihr Wochenende in einem EM-Camp des Handballverbandes Württemberg  Am Wochenende fand in der Sporthalle des TV Cannstatt am Schnarrenberg eines der zwei EM-Camps statt, die der Handballverband Württemberg (HVW) in diesem Jahr veranstaltet. Nachdem im letzten Jahr die vier, bei der Weltmeisterschaft in Deutschland durchgeführten Camps auf sehr gute Resonanz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><em>Kinder aus ganz Württemberg verbrachten ihr Wochenende in einem EM-Camp des Handballverbandes Württemberg</em></p>
<p> Am Wochenende fand in der Sporthalle des TV Cannstatt am Schnarrenberg eines der zwei EM-Camps statt, die der Handballverband Württemberg (HVW) in diesem Jahr veranstaltet. Nachdem im letzten Jahr die vier, bei der Weltmeisterschaft in Deutschland durchgeführten Camps auf sehr gute Resonanz gestoßen waren, gibt es in diesem Jahr zwei aus Anlass der aktuell in Norwegen ausgetragenen Europameisterschaft. Die teilnehmenden Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 14 Jahren kamen aus ganz Württemberg nach Stuttgart. Die 38 Plätze waren sehr schnell ausgebucht, wie Heidi Meier, Jugendbetreuerin beim HVW, berichtete. Sie konnte auch bestätigen, dass das Interesse an der ansonsten eher ein Nischendasein fristenden Sportart stark gewachsen ist. &#8220;Die konkreten Daten für 2007 liegen zwar noch nicht vor, aber die Mitgliederzahlen sind sicherlich gestiegen, vor allem im Jugendbereich,&#8221; sagte Meier.</p>
<p>Die zwei Tage des Camps verbrachten die Teenager vor allem mit anspruchsvollen Trainingseinheiten, für die extra professionelle Gasttrainer, darunter einer mit A-Lizenz, verpflichtet wurden. Die Spezialisten für Handballtechnik aber auch für Athletik und professionelles Lauftraining sollten den Kindern neue Impulse für den Vereinsalltag mit auf den Weg geben. Die fanden das offensichtlich hoch spannend wie Luisa Haug aus Balingen und Seline Subas aus Waldhausen bei Lorch bestätigten. Seit sieben Jahren spielen die beiden Dreizehnjährigen schon Handball und wissen daher das Angebot zu schätzen. &#8220;Das Training ist das beste,&#8221; sagten sie, wobei allerdings der der Frage vorangegangene Kicheranfall auch auf andere, eher im menschlichen Bereich zu suchende Motive schließen lässt. Typisch Jugendfreizeit eben.</p>
<p>Neben den Trainingseinheiten gab es für die Kinder außerdem reichlich Gelegenheit, den unterhaltenden Aspekten des Tempospiels freien Lauf zu lassen, denn die zwei EM-Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannnschaft am Wochenende wurden per Videoprojektor auf eine große Leinwand geworfen. Gemeinsames Mitfiebern war also angesagt, allerdings fiel das eher verhalten aus. Der WM-Erfolg im letzten Jahr lässt den Fans das siegreiche Abschneiden bei der Europameisterschaft wohl eher als Selbstverständlichkeit erscheinen. Erst als Pascal Hens den kleinen Ball in die Torecke des Vorrundengegners Ungarn donnert, ist der Jubel groß in der weitläufigen Sporthalle, in der es sich die Kinder auf Matten bequem gemacht haben. Kein Wunder, denn der Rückraumspieler ist ein Star bei den jugendlichen Fans. Auch der Zwölfjährige Manuel Schmidt aus Weinstadt erklärt den schlaksigen Hünen mit der unkonventionellen Punkfrisur zu seinem Idol. &#8220;Pascal Hens ist der beste,&#8221; sagt Manuel, dem Handball einfach mehr Spaß macht als Fußball. &#8220;Viele Freunde spielen jetzt auch Handball,&#8221; berichtet er. Ein Grund dafür ist sicherlich der WM-Sieg, obwohl Manuel den Sport seit langem ausübt und bereits im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal auf dem Feld stand. In der Halbzeit der Live-Übertragung des EM-Spiels freut er sich schon auf das Abendprogramm. Das sieht die Vorführung des Dokumentarfilms &#8220;Projekt Gold&#8221; vor, in dem ähnlich wie in dem Sommermärchenfilm über die DFB-Auswahl bei der Fußball-WM 2006 die deutsche Mannschaft im gesamten Verlauf des Turniers von einem Filmteam beobachtet wird. &#8220;Der Film ist viel besser als der über die Fußballer,&#8221; sagt Heidi Meier, denn es werde noch viel ausführlicher über die Arbeit hinter den Kulissen berichtet.</p>
<p>Nationaltrainer Heiner Brand und seinem Team gelingt es offenbar, den angenehmen Nervenkitzel, zum Beispiel den des Halbfinalkrimis&#8217; im letzten Jahr gegen Frankreich, wieder lebendig werden zu lassen &#8211; Happy End inklusive. So ganz ist die Euphorie des letzten Jahres aber noch nicht wieder da. Nach dem Abpfiff des relativ ungefährdeten Siegs gegen Ungarn kam bei den Kinder eher verhaltener Jubel auf. Statt Jubeltänze aufzuführen, setzte sich die Freude am Spiel sofort wieder durch. Die meisten griffen zum Ball und nutzten die ungezwungene Atmosphäre und die erstklassigen Bedingungen in der modernen Halle um einfach draufloszuwerfen. Die Spielzüge der Idole müssen schließlich nachgespielt werden &#8230; (dba)</p>
<p> <em>[Der Artikel ist am 22. Januar 2008 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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		<title>Zweimal um die Erde mit einem Bein</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 15:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein beinamputierter Radsportler aus Polen macht auf dem Weg nach Gibraltar Station in Stuttgart Von Südpolen nach Gibraltar fährt Henryk Forto?ski mit dem Fahrrad in 23 Tagen, obwohl er nur einen Fuß hat. Den anderen verlor der Pole 1985 bei einem Arbeitsunfall im Bergwerk. Seitdem macht er mit Langstreckenfahrten von sich reden und am Samstag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Ein beinamputierter Radsportler aus Polen macht auf dem Weg nach Gibraltar Station in Stuttgart</strong></p>
<p><strong><em>V<span style="font-weight: normal;">on Südpolen nach Gibraltar fährt Henryk Forto?ski mit dem Fahrrad in 23 Tagen, obwohl er nur einen Fuß hat. Den anderen verlor der Pole 1985 bei einem Arbeitsunfall im Bergwerk. Seitdem macht er mit Langstreckenfahrten von sich reden und am Samstag Station in Stuttgart</span></em><span style="font-weight: normal;">.</span></p>
<p></strong>Was für einen Schlag hat dieser Mann überlebt, der hier so aufgeräumt und gut gelaunt am Tisch sitzt. Henryk Forto?ski war Bergmann und stand am 14. Januar 1985 neben einem Förderband in einem Steinkohleschacht 900 Meter unter der Erde, als eine Antriebskette aus der Führung sprang, ihn am Fuß erwischte und mitriss. Der Fuß wurde am Ende des Bandes zerquetscht und war trotz mehrerer Operationen nicht zu retten.</p>
<p>Seitdem trägt Fortonski eine Prothese, die unterhalb des Knies beginnt und heute in einem professionellen Radsportschuh endet. Das Kunstglied kommt allerdings bei dem Polen schnell an die mechanische Belastungsgrenze, denn der Invalide, der von einer kleinen Rente lebt, haderte nur kurz mit seinem Schicksal. Angeregt durch einen Dokumentarfilm über einen us-amerikanischen Radsportler mit Handicap, widmete er seine ganze Energie nach dem Unfall dem Radsport. Mit Kleinigkeiten gab er sich dabei von Anfang an nicht zufrieden. &#8220;Ich wollte einfach immer besser werden,&#8221; sagt er.</p>
<p>Inzwischen hat der 50-Jährige Herausforderungen gemeistert, die einem Freizeitsportler schon beim Zuhören den Schweiß auf die Stirn treiben. Zunächst umrundete er dreimal sein Heimatland. Mit der Öffnung der Grenzen 1990 ergaben sich neue Möglichkeiten. Bis zum Nordkap ist er gefahren, nach Athen zu den Paralympics, 1.000 Kilometer in 55 Stunden hat er hingelegt und ist bis in die Türkei vorgestoßen. &#8220;Insgesamt habe ich die Erde wahrscheinlich schon zweimal umrundet,&#8221; sagt er und ist jetzt auf dem Weg nach Gibraltar.</p>
<p>Los ging es am 19. August vor dem Rathaus seiner Heimatstadt, dem niederschlesischen Walbrzych/Waldenburg. Der Oberbürgermeister hat ihn dort verabschiedet und der Regierungspräsident, denn Henryk Fortonski ist zuhause fast ein Star. Von 2002 bis 2007 wurde er jedes Jahr zum besten Sportler der Stadt gewählt. Die Gemeinde wie auch private Sponsoren unterstützen den kleinen Tross finanziell, denn Fortonski fährt nicht allein, sondern lässt sich von einem Radfahrer und von einem Fahrzeug begleiten. Die 3.600 Kilometer bis zur Südspitze der Iberischen Halbinsel will er in drei Wochen bewältigen. Am Samstag war man aus Nürnberg kommend auf Einladung der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft Baden-Württemberg in Stuttgart. Der Verein ist Teil des funktionierenden Netzwerkes der Auslandspolen, auf die sich die Dreimanntruppe unterwegs im Wesentlichen stützt. Neben der Überwindung seines eigenen Schicksals will Henryk Fortonski mit den sportlichen Höchstleistungen seinen Mitmenschen Mut machen. &#8220;Ich möchte anderen Behinderten die Hoffnung geben, dass jeder zu großen Leistungen fähig ist,&#8221; sagt er. Das Schwabenland gefällt ihm im übrigen sehr. &#8220;Die ständige Berg- und Talfahrt macht mir viel Spaß. Außerdem sind die kleine Städte und Dörfer hier alle so liebevoll und ordentlich hergerichtet.&#8221; So viel wie Forto?ski von Europa gesehen, kann man dieses Urteil wohl ernst nehmen.</p>
<p><em>[Der Artikel ist am 24. September 2007 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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		<title>Im Gasballon bis kurz vor Wien</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Sep 2007 16:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieben Gasballone starteten am Mittwoch vom Sattelplatz am Wasen. Stuttgarter Ballonsortler hatten internationale Kollegen eingeladen. Eine abgesagte Wettfahrt in Belgien führte am Mittwoch zu einem seltenen Bild am Stuttgarter Wasen. Sieben mit Wasserstoff gefüllte Ballone erhoben sich am Sattelplatz in die Luft. Mit dabei war die Weltspitze der Ballonsportler mit aus der Schweiz und Großbritannien. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Sieben Gasballone starteten am Mittwoch vom Sattelplatz am Wasen. Stuttgarter Ballonsortler hatten internationale Kollegen eingeladen.</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"><em>Eine abgesagte Wettfahrt in Belgien führte am Mittwoch zu einem seltenen Bild am Stuttgarter Wasen. Sieben mit Wasserstoff gefüllte Ballone erhoben sich am Sattelplatz in die Luft. Mit dabei war die Weltspitze der Ballonsportler mit aus der Schweiz und Großbritannien.</em></span></p>
<p></strong>Wie ein Luftballon auf der Kirmes, der einer unaufmerksamen Kinderhand entwischt, so flott strebt auch der gelbe Gasballon in die Höhe, nachdem die letzten Kilos Sand niederrieseln. In dem geflochtenen Korb unter der mit 1.000 Kubikmeter Wasserstoff gefüllten, kugelrunden Ballonhülle stehen gut gelaunt und recht gedrängt fünf Mitglieder des Ballonsportgruppe Stuttgart. Der Start ist der Auftakt einer Art Trostfahrt, die am Mittwoch Nachmittag am vereinseigenen Startplatz am Wasen begann und an der insgesamt sechs Gasballone teilnahmen.</p>
<p>Die Teams aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien wollten eigentlich am Wochenende zuvor den bedeutendsten internationalen Wettbewerb der Ballonfahrer austragen, das Gordon-Bennet-Rennen. Das findet seit 1902 jährlich statt und wird von dem gewonnen, der mit seiner Gasfüllung die längste Strecke zurücklegt. Aber dieses Jahr führten im Austragungsland Belgien widrige Winde und Organisationsprobleme zur Absage. Die mit kompletter Ausrüstung angereiste Weltspitze der Ballonfahrer war frustiert und so lud der amtierende Deutsche Meister Tomas Hora zum Ersatztermin, technisch kein Problem für den lebendigen Stuttgarter Verein. &#8220;Wir haben eine hervorragende Infrastruktur, das ist ganz selten,&#8221; sagt Evelyn Möller, von Beruf Mikrobiologin und Ballonenthusiastin, die sogar in der Luft geheiratet hat. Jetzt stapft Sie in Springerstiefeln und orangem Overall über die von Bäumen umstandene Wiese.</p>
<p>Der Sattelplatz gegenüber des Gaisburger Gaskessels ist eine kleine Idylle, nur in den Boden eingelassene Verankerungen verraten den wahren Zweck. Ein dicker schwarze Schlauch windet sich von dem großen weißen Gastank am Eingang über das Grün zu einem der überdimensionalen Ballonventile. &#8220;Reiner Wasserstoff, das Beste vom Besten,&#8221; sagt Tomas Hora. Der Diplomkaufmann wurde dieses Jahr zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister im Gasballonfahren. Jetzt trifft er mit seinem Co-Piloten Volker Löschhorn letzte Startvorbereitungen. Ein bisschen erinnert das an die frühen Tage der Luftschifffahrt, in der das Fluggerät mit Holz, Stoff, Tauen und Schnüren zusammengehalten wurde.</p>
<p>Modernste Digitaltechnik im Korb verrät allerdings, dass sich auch die Ballöner, wie sie sich selber nennen, an die komplexen Regeln des Luftverkehrs im 21. Jahrhundert halten. Während der Fahrt in 500 bis 1000 Meter Höhe wird ständig mit der Flugsicherheit Kontakt gehalten. Bei den Wettfahrten kommt es vor allem darauf an, durch das Abwerfen des Sandes die richtige Höhe mit den flottesten Winden zu erwischen. &#8220;Man muss ein Näschen für Wind und Wetter haben,&#8221; sagt Tomas Hora. Offensichtlich hat er eines, denn am nächsten Vormittag wird er die inoffizielle Weltmeisterschaft der Gasballonfahrer als Gewinner kurz vor Wien beenden.</p>
<p><em>[Der Artikel ist am 21. September 2007 in der STUTTGARTER ZEITUNG erschienen]</em></p>
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