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	<title>baranek &#124; online &#124; publishing &#187; Wissenschaft</title>
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		<title>Die Gebührenmillionen helfen nicht wirklich</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 16:53:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[13,5 Millionen Euro pro Jahr nimmt die Universität Stuttgart durch die Studiengebühren ein Vor zwei Jahren wurden die Studiengebühren eingeführt. Auf einer Podiumsdiskussion wurde am Montag die Frage gestellt, ob die Millionen richtig eingesetzt wurden. Fazit: Es gibt Verbesserungen, aber die eigentliche Unterfinanzierung der Hochschulen können die Gebührenmillionen nicht beseitigen. Wo ist das Geld geblieben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>13,5 Millionen Euro pro Jahr nimmt die Universität Stuttgart durch die Studiengebühren ein</strong></p>
<p><em>Vor zwei Jahren wurden die Studiengebühren eingeführt. Auf einer Podiumsdiskussion wurde am Montag die Frage gestellt, ob die Millionen richtig eingesetzt wurden. Fazit: Es gibt Verbesserungen, aber die eigentliche Unterfinanzierung der Hochschulen können die Gebührenmillionen nicht beseitigen.</em></p>
<p>Wo ist das Geld geblieben, das die Studierenden in Baden-Württemberg seit nunmehr vier Semestern als Gebühren bezahlen müssen? Diese Frage wollte am Dienstag Abend bei einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Runde aus Wissenschaft und Politik klären, darunter Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart. Der legte zunächst Zahlen vor.<br />
<span id="more-336"></span>  </p>
<p>Da etwa 85% der eingeschriebenen Studenten pro Semester 500 Euro Studiengebühr abführen müssen, der Rest ist wegen Behinderung oder Kindeserziehung befreit, bedeutet das für die Universität eine jährliche Einahme von etwa 13,5 Millionen Euro. Das ist keine kleine Summe, wenn man bedenkt, dass die Universitäten pro Studierendem etwa 7.000 Euro aus dem Landeshaushalt erhalten und eben jetzt 1.000 Euro mehr. Da im Gesetz zur Einführung der Studiengebühren festgelegt wurde, dass diese Mittel ausschließlich zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden dürfen, entbrannte an diesem Abend der Streit darüber, ob dies auch tatsächlich geschieht. &#8220;Selbstverständlich tragen diese Mittel zur Verbesserung der Lehre bei,&#8221; sagte Wolfram Ressel. So seien neue Tutoren und wissenschaftliche Mitarbeiter im Einsatz, die Bibliothek habe neue Bücher und verlängerte Öffnungszeiten erhalten, das Rechenzentrum sei verbessert worden und zusätzliche Deutschkurse für ausländische Studenten im Angebot.</p>
<p>Allerdings, so musste er zugeben, seien bis zu 40 Prozent der Mittel noch nicht ausgegeben. Grund dafür seien die etwas schwerfälligen Entscheidungsstrukturen der Universität. Denn die Uni-Verwaltungen müssen sich mit den Studierenden über die Verwendung der Gelder ins Benehmen setzen.</p>
<p>Dass es Verbesserungen in der Lehre gibt und mit den Gebühren keines der allfälligen Löcher in den Etats der chronisch unterfinanzierten Einrichtungen gestopft wird, bezweifelte der studentische Vertreter Fritz Weißer vehement. Zunächst bemängelte er die fehlende Transparenz der Hochschule, der es nicht gelungen sei, über den Verbleib der Mittel vollständig zu informieren. Zum anderen konnte er keine Verbesserungen zum Beispiel bei den Tutorien entdecken. Das alles habe nur Kompensationscharakter, da es keine generellen Bildungsstandards gebe und die Universitäten von der Maßgabe der globalen Minderausgabe betroffen seien, die das Land sich verordnet habe.</p>
<p>Hier widersprach Volker Haug, Ministerialrat im Wissenschaftsministerium. Die Hochschulen seien davon nur zum kleinen Teil betroffen und im Gegenteil sei der staatliche Zuschuss seit 2000 sogar gestiegen. &#8220;Das Land stiehlt sich nicht aus seiner Verantwortung für die Hochschulen,&#8221; sagte er. Defizite bei der Umsetzung der Mittelverwendung sah allerdings auch Markus Voeth, Marketingprofessor in Hohenheim, wo im übrigen die Mittel schon komplett verplant sind. Es müsse ein Mentalitätswandel an den Hochschulen eingeleitet werden. Die Studiengebühren bieten seiner Ansicht nach die Chance, neue Wege in der Lehre zu gehen. &#8220;Wir müssen den Studenten als Kunden begreifen,&#8221; forderte er. Statt einer Holschuld des Studenten einzufordern, müsse sich die Universität als Dienstleister mit einer Bringschuld begreifen.</p>
<p>Große Schwierigkeiten bei der Verwendung konstatierte auch der SPD-Landtagsabgeorndete Johannes Stober. Eine Anfrage seiner Fraktion habe Anfang 2008 ergeben, dass im Vorjahr von den 170 Millionen Euro Gebühren landesweit, nur etwa die Hälfte verwendet worden war. &#8220;Es ist zu langsam angelaufen und wir werden die weitere Entwicklung genau kontrollieren,&#8221; sagte er. Dass die Gebühren die grundsätzlichen finanziellen Probleme der Universitäten nicht lösen, machte Rektor Ressel deutlich. Es gebe einen riesigen Sanierungsstau und demnächst habe er ein Gespräch im Finanzministerium. &#8220;Ich werde denen klipp und klar sagen, dass ich das nicht mehr mitmache,&#8221; sagte Ressel sichtlich genervt.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Tropenforscher schlagen Alarm</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 21:20:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Forschung hinkt Bedarf hinterher Während die Ernährungskrise zu explodierende Preisen und verstärkten Verteilungskämpfen führt, wird die internationale Agrarwissenschaft ausgedünnt. Dabei werden Experten weltweit gebraucht. Gegen diese Entwicklung protestierten 600 Tropenforscher, die sich zu einem dreitägigen Kongress an der Universität Hohenheim versammelt haben. Die Landwirtschaft befindet sich weltweit im Umbruch und muss dringend weiterentwickelt werden. Investitionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Forschung hinkt Bedarf hinterher</strong></p>
<p><em>Während die Ernährungskrise zu explodierende Preisen und verstärkten Verteilungskämpfen führt, wird die internationale Agrarwissenschaft ausgedünnt. Dabei werden Experten weltweit gebraucht. Gegen diese Entwicklung protestierten 600 Tropenforscher, die sich zu einem dreitägigen Kongress an der Universität Hohenheim versammelt haben.</em></p>
<p>Die Landwirtschaft befindet sich weltweit im Umbruch und muss dringend weiterentwickelt werden. Investitionen und Innovationen müssen von gut ausgebildeten Forschern und Experten initiert und implementiert werden, um die aktuelle Knappheit an agrarischen Ressourcen zu bekämpfen. Da passt es einfach nicht ins Bild, so die Meinung der aktuell an der Universität Hohenheim zu einem Kongress versammelten 600 Tropenforscher, dass die Agrarwissenschaft in Deutschland durch Stellenabbau weiter ausgedünnt wird. Allein an dem in Deutschland in der Tropenforschung führenden Fachbereich an der Universität Hohenheim seien von ehemals 65 Professorenstellen noch 40 übrig geblieben, so Volker Hoffmann, Agrarwissenschaftler aus Hohenheim. Die Zahl der deutschen Fakultäten halbiere sich durch die Ausweisung von fünf Exzellenzstützpunkten schleichend. Schon jetzt seien die Agrarwissenschaften unattraktiv für Jungforscher.</p>
<p>Es sei zu befürchten, dass viele ausgebildete Experten in die Industrie abwandern oder ins Ausland. &#8220;Das entspricht nicht unserer Stellung in Europa,&#8221; sagte Hoffmann. Dabei sei die Auslastung der Forschungseinrichtungen gut, denn anders als noch vor ein paar Jahren gibt es im ländlichen Raum einen regelrechten Boom. Ein Symptom für diese Entwicklung sind für die Wissenschaftler krisenhaften Erscheinungen auf den weltweiten Lebensmittelmärkten. Vor allem die steigenden Preise hatten in vielen tropischen und subtropischen Ländern die Menschen ins Mark getroffen und auch in Europa zuletzt erheblich auf die Konsumlust gedrückt. Gründe für diese Ernährungskrise sieht Georg Cadisch, Leiter des Hohenheimer Tropenzentrums, vor allem in der verstärkten Konkurrenz um die globalen Ressourcen. Eine wachsende Bevölkerung, der Trend in den sich entwickelnden Gesellschaften Asiens mehr Fleisch zu konsumieren, die Auswirkungen des Klimawandels und die Erzeugung von Energie aus Agrarprodukten haben zu dieser Knappheit beigetragen.</p>
<p>Allerdings sei dieser Verteilungskampf auch eine große Chance, so Cadisch. Denn durch die steigenden Preise gibt es nun verstärkt Anreize für die handelnden Akteure, um in den ländlichen Raum zu investieren. Vielerorts fehlten aber die Grundlagen, sprich Know-how und Kapital. Wenn beides sinnvoll und im großen Stil eingesetzt würde, könnten viele Probleme der Dritten Welt gelöst werden und in Afrika sogar zu einer grünen Revolution führen.</p>
<p>Das ist die Auffassung von Cheryl Palm von der New Yorker Columbia Universität. Sie berichtete von enormen Erfolgen im großen Maßstab, die Programme zur Erreichung der UNO-Milleniumsziele haben. Gerade die Landwirtschaft sei für viele Entwicklungsländer der Kernbereich, mit dem wirtschaftliches Wachstum angestoßen werden könne. Dabei sei eine Verwertung von Agrarprodukten im Energiebereich durchaus sinnvoll, denn jetzt habe man endlich das Mittel in der Hand, um konjunkturelle Dellen in Zeiten des Überschusses zu vermeiden, meinte Volker Hoffmann. Grundsätzliche Probleme bei der Ernährung der Weltbevölkerung sehen die Forscher für die nächste Zeit nicht. Es gäbe noch sehr viel ungenutzte Potenziale, so die einhellige Meinung.</p>
<p>Nur ohne verstärkte universitäre Lehre und Forschung werde es nicht gehen. Deshalb fordern die deutschen Agrarwissenschaftler den überfälligen Ausbau der Kapazitäten an den Hochschulen, wie er auch vom Wissenschaftsrat empfohlen wurde. Nur dann könne gewährleistet werden, dass die vorhandenen Ressourcen umweltverträglich und nachhaltig genutzt werden.</p>
<p><em>[Artikel für den Lokalteil der Stuttgarter Zeitung]</em></p>
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		<title>Die Staufer sind jetzt online</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 17:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Textarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Württembergische Urkundenbuch steht nun in digitaler Form im Internet zur Verfügung. Die Inhalte und Beschreibungen von 6.500 mittelalterlichen Urkunden haben ihren Weg in das Informationszeitalter gefunden. Statt in vielbändigen und voluminösen Büchern können die wertvollen Quellen nun weltweit auf dem Bildschirm gelesen werden. Mit einer kleiner Bewegung der rechten Hand wurde am Freitag Abend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong>Das Württembergische Urkundenbuch steht nun in digitaler Form im Internet zur Verfügung.</strong></p>
<p><em>Die Inhalte und Beschreibungen von 6.500 mittelalterlichen Urkunden haben ihren Weg in das Informationszeitalter gefunden. Statt in vielbändigen und voluminösen Büchern können die wertvollen Quellen nun weltweit auf dem Bildschirm gelesen werden.</em></p>
<p>Mit einer kleiner Bewegung der rechten Hand wurde am Freitag Abend im <a href="http://www.landesarchiv-bw.de" target="_blank">Landesarchiv Baden-Württemberg</a> ein Projekt abgeschlossen, dass in der Fachwelt Maßstäbe setzt. Der Präsident des Archivs, Robert Kretzschmar, schaltete mit einem Mausklick die Online-Ausgabe des Württembergischen Urkundenbuchs frei und machte damit eine Arbeit öffentlich zugänglich, mit der fast ein Dutzend Mitarbeiter fünf Jahre lang beschäftigt waren. Aufgabe war die Digitalisierung eines elfbändigen Werkes, dessen erste Ausgabe wesentlich länger gedauert hatte, wurde es doch zwischen 1832 und 1911 erstellt. Wie der Name schon sagt wurden darin alle Urkunden vollständig verzeichnet, beschrieben und kommentiert, die zwischen 650 und 1300 entstanden und die sich auf irgendeine Art und Weise auf Württemberg beziehen. Die Edition sei damals eine staatspolitische Aufgabe gewesen &#8211; weg von dem dynastischen Bezug und hin zu einem regionalen, erläuterte Kretzschmar die Beweggründe. Über 6.000 Urkunden wurden verzeichnet, eine Neuauflage hat es nie gegeben. Vielmehr wurden Änderungen, zum Beispiel das Aufdecken einer der vielen Fälschungen, die im Mittelalter im großen Stil in Umlauf gebracht wurden, in einer Kartei im Landesarchiv protokolliert. Diese Aktualisierungen sowie die Transskription in Volltext wurden in die aktuelle Datenbank eingearbeitet und sogar 400 zwischenzeitlich neu entdeckte Dokumente hinzugefügt. Damit ist jetzt der gesamte Bestand im Volltext durchsuchbar und steht der weltweiten Forschung auf der Website des Landesarchivs selbstverständlich kostenlos zur Verfügung. (www.landesarchiv-bw.de)  </p>
<p>Diese Verfügbarkeit ist umso wichtiger, als die Originale der Urkunden auf 100 Archive in Deutschland, Österreich und der Schweiz verstreut sind. Zum Kernbestand gehören allein fast einhundert Kaiserurkunden der Staufer aus dem 12. und 13. Jahrhundert, sowie die Urkunde mit der ersten Erwähnung Stuttgarts. Die datiert von 1229 und darin bestätigt der Papst Gregor IX dem Kloster Bebenhausen, dass der Ort &#8220;Stutgarten&#8221; zu dessen Besitz gehört. Dass die Besiedlung der Neckarschleife schon viel früher ihren Ausdruck in schriftlich niedergelegten Rechtsgeschäften fand, zeigt auch die zweitälteste Urkunde des Bestandes aus dem Jahr 708. Damals hielt sich der alemannische Herzog Gotfried in &#8220;Canstat ad Neccarum&#8221; auf und verschenkte die Biberburg am Neckar (jetzt Mühlhausen) an das Kloster St. Gallen in der Schweiz.</p>
<p>Die meisten Urkunden können im Moment noch nicht als Bilder im Originalzustand gemustert werden, was aber nach und nach ergänzt wird. Die Lesbarkeit der Originale ist allerdings wegen der Verwendung von Kunstschriften für den Nichtfachmann sowieso stark eingeschränkt. Die digitale Ausgabe hat daher einige Vorteile, vor allem die komplexen Suchabfragen bieten ungeahnte Möglichkeiten. Für das inhaltliche Verständnis des Materials sind allerdings Lateinkenntnisse unabdingbar. Gleichwohl helfen dabei die umfangreichen Kommentare der Wissenschaftler.</p>
<p>Bei dem &#8220;großen Moment&#8221; für die Stuttgarter Archivare, die sich in einer &#8220;Vorbildfunktion&#8221; sehen, war man besonders glücklich, mit Rudolf Schiefer den amtierenden Präsidenten der Monumenta Germaniae Historica begrüßen zu dürfen. Der betonte in einem Festvortrag die ungeheuren Chancen der Digitalisierung für die Forschung. &#8220;Die gedruckten Riesenwerke wird es nicht mehr geben. Jetzt können Forscher weltweit und in Kooperationen daran arbeiten,&#8221; sagte Schiefer. Die Daten des Landesarchivs sind dafür ein weiterer, wichtiger Schritt.</p>
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