Platz genug für zwei Dinnershows

Neben Palaz­zo auf dem Pari­ser Platz eta­bliert sich auch Pomp Duck dau­er­haft am Flug­ha­fen

Mit Pomp Duck and Cir­cum­s­tan­ce sowie Harald Wohl­fahrts Palaz­zo haben sich in der jetzt aus­lau­fen­den Sai­son erst­mals zwei Din­ner­shows in der Stadt prä­sen­tiert. Offen­sicht­lich mit Erfolg, denn bei­de mel­den eine gute Aus­las­tung. Des­halb wird sich an der für die Gäs­te kom­for­ta­blen Situa­ti­on zukünf­tig nichts ändern.

Blit­ze zuck­ten, Don­ner groll­te und ein Kno­chen­mann läu­te­te uner­bitt­lich tief tönen­de Glo­cken. Nein, bei der Din­ner­show Pomp Duck and Cir­cum­s­tan­ce hat­te nicht das letz­te Stünd­lein geschla­gen. Viel­mehr prä­sen­tier­te Geschäfts­füh­rer Wal­ter Feucht zusam­men mit sei­ner Toch­ter Tan­ja am vori­gen Frei­tag im Spie­gel­zelt am Flug­ha­fen einen klei­nen Aus­blick auf die nächs­te Sai­son, die am 18. Sep­tem­ber unter dem Mot­to „Hell’s Kit­chen“ star­tet. In der Höl­len­kü­che erwar­tet die Zuschau­er dann eine „teuf­li­sche Mischung“ aus Musi­cal, Come­dy und Artis­tik. Noch steht das Pro­gramm nicht in allen Details fest, denn die wer­den erst in den nächs­ten Wochen von der Trup­pe erar­bei­tet.

Mit dem neu­en Pro­gramm will Feucht sei­nem erklär­ten Ziel treu blei­ben, die ver­rück­tes­te Din­ner­show Deutsch­lands auf die Bei­ne zu stel­len. „Das wird für Furo­re sor­gen,“ sag­te er und ver­traut auf die enga­gier­ten Mimen, die bei Cas­tings unter ande­rem in New York und Los Ange­les aus­ge­sucht wur­den. Die Gäs­te will Feucht im Ver­lauf des Abends, der mit einer klei­nen Par­ty im stil­vol­len Foy­er endet, von der Höl­le in den Him­mel füh­ren. Bei letz­te­rem spie­len natür­lich die kuli­na­ri­schen Genüs­se eine ent­schei­den­de Rol­le. Anders als die Kon­kur­renz setzt Pomp Duck dabei nicht auf die gro­ßen Namen bekann­ter Koch­künst­ler, son­dern ver­traut ganz sei­nen „jun­gen Wil­den“. „Bei uns ste­hen die Köche wirk­lich jeden Tag in der Küche,“ sagt Feucht in Anspie­lung auf die rein aufs Kon­zep­tio­nel­le kon­zen­trier­ten Wit­zig­mann, Wohl­fahrt und Kol­le­gen. Der Erfolg gibt ihm jeden­falls recht, denn mit der am 22. Juni aus­lau­fen­den, ers­ten Stutt­gar­ter Sai­son ist man bei Pomp Duck zufrie­den. Man sei hier sehr gut ange­kom­men und habe den Umzug von Ber­lin nicht bereut. Vor allem die Nach­fra­ge von Unter­neh­men, die in dem ver­kehrs­güns­tig gele­ge­nen und gleich­zei­tig unge­wöhn­li­chen Ambi­en­te Pro­duk­te prä­sen­tie­ren oder Betriebs­fei­ern abhal­ten, habe sich sehr gut ent­wi­ckelt.

Weil aber immer noch „Luft nach oben“ blei­be, wird es im Herbst zusätz­lich meh­re­re Vor­stel­lun­gen mit dem Musi­cal­star Tho­mas Bor­chert geben mit einem Streif­zug durch das Gen­re und sei­nem Lieb­lings­ge­richt. Die­se Mon­tag­aben­de sind mit einem Ein­tritts­preis von 49 Euro recht güns­tig kal­ku­liert und auch bei den Abend­vor­stel­lun­gen wird es etwas bil­li­ger wer­den. Statt bis zu 125 Euro wer­den die Gäs­te nur noch einen Ein­heits­preis von 110 Euro bezah­len müs­sen. Dafür wird das Menü von vier auf drei Gän­ge gekürzt. Vor­teil: Statt wie bis­her bis zu drei­ein­halb Stun­den am Tisch zu sit­zen, dau­ert es nur noch zwei­en­halb, bis man sich mal die Bei­ne ver­tre­ten kann. Dann war­tet die Par­ty im Foy­er mit einem „Heaven’s Club“.

Alles sieht also danach aus, dass es in der Stadt durch­aus Raum für zwei Din­ner­shows gibt. Denn auch Platz­hirsch Palaz­zo, bei dem Star­koch Harald Wohl­fahrt die gas­tro­no­mi­sche Lei­tung hat, wird am 5. Novem­ber im Spie­gel­zelt auf dem Pari­ser Platz die dann fünf­te Sai­son ein­läu­ten. Mit der im März abge­lau­fe­nen ist man bei dem Unter­neh­men, das an zehn Stand­or­ten im In- und Aus­land sei­ne Spek­ta­kel prä­sen­tiert, sehr zufrie­den. Selbst in Stutt­gart war die Aus­las­tung her­vor­ra­gend, kann Pres­se­spre­cher Bernd Zer­bin berich­ten. Die sol­ven­te Regi­on habe offen­sicht­lich genug Poten­zi­al und die Nach­fra­ge neh­me stän­dig zu. „Das Gen­re Din­ner­show hat sich wei­ter popu­la­ri­siert,“ sag­te Zer­bin. Die­ser Mei­nung ist man bei Pomp Duck auch, wes­halb es Wal­ter Feucht nicht aus­schlie­ßen woll­te, län­ger als die ursprüng­lich anvi­sier­ten drei Jah­re in der Lan­des­haupt­stadt zu blei­ben. 

[Arti­kel für den Lokal­teil der Stutt­gar­ter Zei­tung]

Platz genug für zwei Dinnershows

Die Fans können kommen

Gas­tro­no­mie ist auf Euro­pa­meis­ter­schaft gut vor­be­rei­tet. Umsatz­wachs­tum erwar­tet.

Die Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft, die vom 7. bis 29. Juni statt­fin­det, wirft ihre Schat­ten vor­aus. Deutsch­land wird erwar­tungs­ge­mäß im Fuß­ball­fie­ber lie­gen und wie bei der WM vor zwei Jah­ren ist die Gas­tro­no­mie fest ent­schlos­sen, davon zu pro­fi­tie­ren. Nicht nur in Sports­bars son­dern auch in vie­len Knei­pen, Bier­gär­ten und Restau­rants lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen auf Hoch­tou­ren, um den Fans ein unter­halt­sa­mes Gemein­schafts­er­leb­nis zu bie­ten. Die posi­ti­ven Erfah­run­gen der WM haben bei den Gäs­ten ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Das Mit­fie­bern mit anschlie­ßen­der Sie­ges­fei­er wird sehn­lichst erwar­tet und wer sein Lokal in die­ser Zeit nicht die­ser Nach­fra­ge wid­met, wird sich auf Ein­bu­ßen ein­stel­len müs­sen.

Das ist jeden­falls die Über­zeu­gung von Aure­lio Toma­rel­li, Inha­ber des Restau­rants Via Vene­to in der Münch­ner Maxi­mi­li­an­stra­ße. Für ihn es eine betriebs­wirt­schaft­li­che Not­wen­dig­keit, den Gäs­ten wäh­rend der EM etwas Beson­de­res zu bie­ten. „Wer nichts macht, kann in der Zeit sowie­so nur Däum­chen dre­hen,“ meint Toma­rel­li. Des­halb wird im Innen­hof des Lokals (120 Sitz­plät­ze) eine Lein­wand auf­ge­baut und die Spie­le live mit einem Bea­mer über­tra­gen. Preis­lich wird Toma­rel­li nichts ändern, geht aber von min­des­tens 50 Pro­zent mehr Umsatz aus, den er mit ver­stärk­tem Ein­satz von Aus­hil­fen bewäl­ti­gen will. Wenn denn das Wet­ter mit­spielt… Kli­ma­ti­sche Unwäg­bar­kei­ten sind bei den Pla­nun­gen der gro­ße Unsi­cher­heits­fak­tor, denn die meis­ten Unter­neh­men ver­le­gen ihre EM-Ange­bo­te auf vor­han­de­ne Frei­flä­chen. Anders sieht das Kon­zept im Hotel Radi­son SAS Schwar­zer Bock in Wies­ba­den aus. In dem 5-Ster­ne-Haus wird es in einem his­to­ri­schen Kamin­zim­mer mit Bar­an­schluss für 30 Gäs­te eine Über­tra­gung geben. „Wir machen das für unse­re Hotel­gäs­te und für Fans, die ein etwas exklu­si­ve­res Ambi­en­te möch­ten,“ sagt F&B-Manager Domi­nik Prem. Geor­dert wer­den kann aus der Room­ser­vice-Kar­te und Bier­mix-Geträn­ke zum Vor­teils­preis genie­ßen. Prem setzt die Akti­on daher mit gerin­gem Mehr­auf­wand um und sieht das Ange­bot als Image­pfle­ge, um Hemm­schwel­len abzu­bau­en. Bei der Ent­schei­dung spiel­te der Umstand, dass in der hes­si­schen Lan­des­haupt­stadt alle Spie­le live bei einem Gro­ße­vent über­tra­gen wer­den, kei­ne Rol­le. 

Das sehen die meis­ten Gas­tro­no­men so, auch wenn der Lokal­pres­se zu ent­neh­men war, dass es in Ber­lin eini­ge Betrei­ber von Bier­gär­ten sehr zu schät­zen wis­sen, dass die Fan­mei­le in die­sen Jahr auf die Halb­fi­na­le und das End­spiel beschränkt bleibt. Das ist in Stutt­gart ähn­lich, hat aber bei der Ent­schei­dung von Bir­git Grupp, ihren inner­städ­ti­schen Bier­gar­ten mit Lein­wand aus­zu­stat­ten, kei­ne Rol­le gespielt. „Es gab stän­dig Nach­fra­gen von Stamm­gäs­ten, die die schö­ne Stim­mung wäh­rend der WM 2006 noch ein­mal erle­ben möch­ten,“ berich­tet die Geschäfts­füh­re­rin des mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­mens. Mehr Umsatz erwar­tet Grupp nicht, da der Platz, an dem sie mit Pau­la­ner und Brunnerz gleich zwei Loka­le betreibt, immer gut gefüllt sei und die Fuß­ball­fans erfah­rungs­ge­mäß weni­ger Spei­sen abfra­gen. Die Akti­on wird mit Pres­se­ar­beit und intern bewor­ben. Das passt ins Bild, denn auf grö­ße­re Mar­ke­ting­ak­tio­nen ver­zich­ten die meis­ten Unter­neh­men, nut­zen aller­dings ver­stärkt die neu­en Mög­lich­kei­ten des Inter­net. „Die Reso­nanz ist sen­sa­tio­nell,“ berich­tet Cars­ten Jut­zi, Geschäfts­füh­rer des Info­por­tals Restaurant-Kritik.de. Bin­nen zwei Tagen hät­ten sich über 100 Betrie­be gemel­det, um ihr Ange­bot auf einer frisch gestar­te­ten Über­sicht aller EM-Loka­le gra­tis ein­zu­tra­gen (www.restaurant-kritik.de/em08-live/). Jut­zi geht davon aus, dass vie­le Gäs­te im Web nach Public-Viewing-Ange­bo­ten suchen wer­den.

Bei der Tech­nik hal­ten sich die Unter­neh­men zumeist an die Drei-Meter-Regel, um Lizenz­kos­ten zu spa­ren. Die UEFA ver­langt nur dann Gebüh­ren, wenn die Lein­wand, auf der die Über­tra­gung aus­ge­strahlt wird, eine Dia­go­na­le grö­ßer als drei Meter auf­weist. Vorraus­set­zung ist aller­dings, dass bei der Ver­an­stal­tung kei­ne Ein­tritts­gel­der erho­ben wer­den, es kei­nen Ver­zehr­zwang gibt und kei­ne Spon­so­ren im Umfeld agie­ren. Grö­ße­re Pro­jek­ti­ons­flä­chen müs­sen ange­mel­det wer­den, sind jedoch gebüh­ren­frei, wenn es sich um nicht-kom­mer­zi­el­le Events han­delt. Wich­tig für Gas­tro­no­men außer­dem: Es wer­den wenn auch gerin­ge GEMA-Gebüh­ren fäl­lig, da Musik rund um die Über­tra­gun­gen abge­spielt wird. Die Fans kön­nen also kom­men!

 

[Arti­kel für die AHGZ]

Die Fans können kommen

Lust auf Herausforderungen — Conte, Stuttgart

Ita­lie­ni­scher Erfolgs­gas­tro­nom eröff­net Mit­te April ein neu­es Design­re­stau­rant. Hoch­wer­ti­ge Küche und Events sol­len Umsatz brin­gen.

Die Lust auf unter­neh­me­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen hat sich bei Mau­ri­zio Est­ra­no schon zu Beginn sei­ner wahr­lich atem­be­rau­ben­den Kar­rie­re als Gas­tro­nom gezeigt. 1978 hat­te der aus For­mia stam­men­de Ita­lie­ner bereits einen Job in einem Hotel in Rom in der Tasche, zog es dann aber vor, in der Piz­ze­ria sei­nes Bru­der in der schwä­bi­schen Pro­vinz­stadt Waib­lin­gen zu arbei­ten. „Ich woll­te ein­fach mal was ande­res machen,“ begrün­det Est­ra­no die­se Ent­schei­dung, die er nie bereut hat. Denn in den fol­gen­den Jahr­zehn­ten hat er sich ziel­stre­big vom ein­fa­chen Kell­ner eines Pasta&Pizza-Lokals mit ange­schlos­se­ner Eis­die­le zu einem der erfolg­reichs­ten Gas­tro­no­men in der Lan­des­haupt­stadt ent­wi­ckelt. 1997 war dabei viel­leicht das wich­tigs­te Jahr, denn da gelang es ihm, ein Restau­rant in Stutt­garts Edel­shop­ping­mei­le zu über­neh­men, der Cal­wer Stra­ße. Statt in dem rus­ti­ka­len Land­haus­am­bi­en­te ein­fach wei­ter­zu­ma­chen, ent­schloss er sich zur Total­sa­nie­rung und hol­te sich frem­des Kapi­tal in das Unter­neh­men. „Mei­ne Haus­bank, mit der ich bis heu­te her­vor­ra­gend zusam­men­ar­bei­te, hat mich damals unter­stützt. Ohne die wäre es nicht gegan­gen.“ Her­aus kam dabei das Da Mau­ri­zio, eines der ers­ten ita­lie­ni­schen Spe­zia­li­tä­ten­re­stau­rants, das sich mit hel­lem, urba­nem Ambi­en­te und einer Trat­to­ria-Küche radi­kal vom Piz­za-Image abwand­te. Der Erfolg stell­te sich schon kruz­fris­tig ein, wohl vor allem, weil stets Qua­li­tät abge­lie­fert wur­de. Das sprach sich schnell her­um. „Unser wich­tigs­tes Mar­ke­ting­in­stru­ment war und ist die Mund­pro­pa­gan­da. Da kamen dann eben die Chrys­ler-Mana­ger, denen in Detroit schon die Daim­ler­leu­te erzählt hat­ten, sie soll­ten zu uns gehen.“ Neben der Qua­li­tät ist es auch die per­sön­li­che Prä­senz in den ver­schie­de­nen Loka­len, an denen Est­ra­no inzwi­schen betei­ligt ist.

Jetzt hat für das DEHO­GA-Mit­glied — „Sehr gute Rechts­ab­tei­lung!“ —  ein wei­te­res Aben­teu­er begon­nen, denn 2007 trenn­te er sich vom Da Mau­ri­zio und der angren­zen­den Wein­bar Via­vai, um sein neu­es­tes Pro­jekt stem­men zu kön­nen. Das Con­te in der Stutt­gar­ter City wird am 17. April mit einer gro­ßen Fei­er eröff­net, zu der bis zu 1.000 Gäs­te erwar­tet wer­den. Ins­ge­samt über 700.000 Euro hat Est­ra­no in zwei Stock­wer­ke eines frisch sanier­ten Geschäfts­hau­ses in der Kron­prinz­stra­ße inves­tiert. Neben Küche, Lüf­tung und Sani­tär­be­reich wur­de eine hoch­wer­ti­ge Innen­aus­stat­tung mit Kup­fer­ble­chen, Basalt­bo­den und Edel­höl­zern ein­ge­baut. Neben der längs­ten Cock­tail­bar der Stadt gibt es innen ein Restau­rant mit fili­gra­nen Design­mö­beln, einen gro­ßen Lounge- und Ver­an­stal­tungs­be­reich im zwei­ten Stock und eine aus­ge­dehn­te Außen­flä­che. Mit einem moder­nen ita­lie­ni­schen Pro­gramm, das auf die ein­zel­nen Betriebs­tei­le mit drei ver­schie­de­nen Spei­se­kar­ten dif­fe­ren­ziert ist, möch­te Est­ra­no den Gäs­ten „mal was ande­res bie­ten.“ Vor allem im Event­be­reich für Fir­men und pri­va­ten Fei­ern sieht er ein gro­ßes Poten­zi­al, das er mit den attrak­ti­ven Räum­lich­kei­ten aus­schöp­fen will. Für die Zukunft will er sich nicht fest­le­gen, ob das Con­te das letz­te gro­ße Pro­jekt ist, das er stemmt, denn eigent­lich wür­de er ger­ne mal etwas mehr Pri­vat­le­ben haben. „Aber man soll nie­mals nie sagen.“ Die Aben­teu­er­lust könn­te sich viel­leicht doch wie­der durch­set­zen…

 

Con­te

Kron­prinz­stra­ße 24 

70173 Stutt­gart

Tele­fon: 0711 99 78 98 47 

Fax: 0711 99 78 98 48

conte@conte-stuttgart.com 

www.conte-stuttgart.com

 

Inves­ti­ti­on: ca 700.000 Euro

Mit­ar­bei­ter: 10 Ange­stell­te, 10 Aus­hil­fen 

Sitz­plät­ze Innen: 30

Sitz­plät­ze Außen: 90

Steh­plät­ze: 70

 

Prei­se Haupt­ge­rich­te: 12–25 Euro

Busi­ness­lunch: 14,50 Euro

Degus­ta­ti­ons­me­nü (4 Gän­ge): 45 Euro

Lust auf Herausforderungen — Conte, Stuttgart

Speisen zwischen Himmel und Erde in Limburg

In Lim­burg hat ein Restau­rant in einer ehe­ma­li­gen Fried­hofs­ka­pel­le eröff­net. Das Kon­zept zieht die Gäs­te in Scha­ren an.

Ein in Deutsch­land ein­ma­li­ges Ambi­en­te erwar­tet den Gast seit fünf Mona­ten im Lim­burg an der Lahn. Dort haben Doro­thee und Andre­as Strie­der in einer sanier­ten Fried­hofs­ka­pel­le ihr Restau­rant Him­mel und Erde eröff­net. 32 Jah­re lang stand das 1896 ein­ge­weih­te, im neu­go­ti­schen Stil errich­te­te Gebäu­de leer, da die Stadt auf dem gegen­über­lie­gen­dem Fired­hof bereits in den Sieb­zi­gern eine neue Trau­er­hal­le errich­tet hat­te. Das Ehe­paar Strie­der hat­te zuvor ein Restau­rant in Had­a­mar-Faul­bach betrie­ben und dort den Archi­tek­ten And­re Kram ken­nen­ge­lernt, der jah­re­lang die Idee der Umwid­mung des denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­des ent­wi­ckelt hat­te.   

Nach vie­len Vor­ge­sprä­chen und Abstim­mun­gen in den städ­ti­schen Gre­mi­en wur­de mit dem Lim­bur­ger Unter­neh­mer Klaus Lud­wig rela­tiv schnell ein Inves­tor gefun­den, der das Pro­jekt finan­zi­ell gestemmt hat und die Kapel­le für einen sym­bo­li­schen Euro von der Öffent­li­chen Hand über­nahm. „Das alles ging nur in die­ser ein­ma­li­gen Kon­stel­la­ti­on und weil die Idee stimm­te,“ sagt Doro­thee Strie­der. Neben den denk­mal­ge­treu­en Sanie­rungs­ar­bei­ten der his­to­ri­schen Bau­sub­stanz wur­de in einem neu­en Anbau Patz geschaf­fen für die Küche, die Lager- und Sani­tär­räu­me. Das Hei­zungs­pro­blem wur­de mit einer Wand­hei­zung gelöst, die jetzt sogar den Gra­nit-Fuß­bo­den auf ange­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren bringt. 

Die Umwid­mung eines kle­ri­ka­len Gebäu­des zu einer säku­la­ren Nut­zung ging in der katho­lisch gepräg­ten Regi­on geräusch­los über die Büh­ne, was auch die jet­zi­gen Päch­ter posi­tiv über­rasch­te. „Alle fin­den das Ergeb­nis toll und vie­le sind regel­recht begeis­tert,“ stel­len fest. Die bis­her in Deutsch­land ein­ma­li­ge Raum­si­tua­ti­on brach­te ein dem­entspre­chen­des Medi­en­echo und lock­te die Gäs­te in Scha­ren an. Die ers­ten zwei Mona­te war das Restau­rant jeden Abend aus­ge­bucht und auch das ers­te Quar­tal im neu­en Jahr läuft nach Anga­ben Strie­ders präch­tig. Gebo­ten wird eine leich­te medi­ter­ra­ne Küche mit ein paar kräf­ti­gen regio­na­len Tup­fern. Die Kar­te ist zwei­ge­teilt in etwas preis­güns­ti­ge­re „irdi­sche Genüs­se“, wo vor allem der regio­na­le Klas­si­ker Him­mel & Erde mit Kar­tof­fel­brei und Blut­wurst oft ver­langt wird. Bei den etwas anspruchs­vol­ler kal­ku­lier­ten „himm­li­schen Genüs­sen“ kom­men dann Enten­brust und Lamm­filet zum Zug. 

Um sich wei­ter zu pro­fi­lie­ren und im Gespräch zu blei­ben, wer­den regel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten. Drei Kon­zert­aben­de mit klas­si­scher Musik und war­men Buf­fet waren bereits aus­ge­bucht und in Zukunft wird es auch in Rich­tung Jazz gehen. Dane­ben sind Wein­ver­kos­tun­gen mit fran­zö­si­schen und ita­lie­ni­schen Win­zern geplant sowie Koch­kur­se, die schon jetzt stän­dig nach­ge­fragt wer­den. Doro­thee Strie­der ist über­zeugt, dass vor allem das per­ma­men­te, fili­gra­ne Fei­len am Gesamt­kon­zept, bei dem jedes noch so klei­ne Detail auf die beson­de­re the­ma­ti­sche Situa­ti­on mit einem klei­nen Schuss Iro­nie gestal­tet wird, wesent­lich für den Erfolg ist. „Wir machen uns eben vie­le Gedan­ken und inves­tie­ren viel Lie­be in das Pro­jekt. Das mer­ken die Gäs­te offen­bar und hono­rie­ren das.“

 

Him­mel und Erde

Kapel­le am Schafs­berg

Joseph-Hep­pel Stra­ße 1a

65549 Lim­burg an der Lahn

Tel: 06431 58 47 20 8

www.kapelle-himmelunderde.de

 

Öff­nungs­zei­ten

Diens­tag bis Frei­tag 9 — 24 Uhr

Sams­tag ab 14 Uhr

Sonn- und Fei­er­tag ab 10 Uhr

Mon­tag Ruhe­tag

Küchen­zei­ten 11–14, 18–22 Uhr

 

Flä­che Restau­rant: 90 qm

Plät­ze innen: max. 80

Plät­ze außen: 60

Prei­se Haupt­ge­rich­te: 9,80 — 22 Euro

Inves­ti­ti­on: k.A.

Durch­schnitts­bon pro Gast: ca. 35 Euro

Speisen zwischen Himmel und Erde in Limburg

Mercure-Hotel Bristol Sindelfingen ist Biopionier

Als ers­tes Hotel der Ket­te kom­plett auf Bio­wa­re umge­stellt / Kom­plett­sa­nie­rung bis Mit­te Mai abge­schlos­sen

Für Hotel­di­rek­tor Fried­rich Bus­ser hat eine span­nen­de Zeit begon­nen. „Wir sind im Hotel­be­reich Pio­nie­re. Inner­halb der Ket­te wer­den wir jetzt genau beäugt,“ sagt er und ist dar­auf auch ein biss­chen stolz. Denn immer­hin lei­tet Bus­ser mit dem Bris­tol in Sin­del­fin­gen das ers­te Haus der Mer­cu­re-Grup­pe, in dem das Ange­bot in Restau­rant und Ban­kett kom­plett auf zer­ti­fi­zier­te Bio­wa­re umge­stellt wur­de. Zwar gab es schon immer ver­ein­zelt Bio­pro­duk­te auf der Ein­kaufs­lis­te, aber das neue Kon­zept war doch eine Her­aus­for­de­rung. Etwa ein Jahr lang wur­de mit Hil­fe des auf bio­lo­gisch erzeug­tes Spei­sen­an­ge­bot spe­zia­li­sier­ten Bera­tungs­un­ter­neh­mens Ökon­sult dar­an gefeilt. Lie­fe­ran­ten und Pro­gramm muss­ten auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den, natür­lich unter Berück­sich­ti­gung der Markt­er­for­der­nis­se. „Wir müs­sen schon mit spit­zem Blei­stift kal­ku­lie­ren,“ sagt Küchen­chef Edu­ard Rat­a­jcz­ak, „aber die Ergeb­nis­se sind ein­fach viel bes­ser.“ So staun­te das Küchen­team anfangs, wie wenig Gewichts­ver­lust beim Bra­ten des hoch­wer­ti­gen Bio­land-Flei­sches ent­steht. Die Kos­ten beim Ein­kauf sind jedoch gestie­gen und müs­sen, wenn auch behut­sam, an die Gäs­te wei­ter­ge­ge­ben wer­den. „Beim Früh­stück ver­zich­ten wir sogar voll­stän­dig auf höhe­re Prei­se, weil die Gäs­te ja nicht aus­wei­chen kön­nen,“ berich­tet F&B-Manager Hen­rik Wald­fried, der sich nun auch dar­um bemüht, das Geträn­ke­an­ge­bot anzu­pas­sen. Begeis­tert zeigt er sich von der Qua­li­tät und dem Preis­ni­veau von Bio-Wei­nen.

Der Umstieg auf zer­ti­fi­zier­te Bio­wa­re im Restau­rant- und Ban­kett­be­reich wur­de im Zuge einer Kom­plett­sa­nie­rung des 40 Jah­re alten Hau­ses umge­setzt. „Das war abso­lut not­wen­dig,“ sagt Bus­ser, auch wenn das Hotel zur Jah­res­wen­de zwei Mona­te schlie­ßen muss­te. Lob­by, Restau­rant, Bar, Kon­fe­renz­räu­me und ein Teil der Zim­mer erstrah­len nun in moder­nem Glanz. Bis Mai 2008 wer­den in zwei Pha­sen wäh­rend des lau­fen­den Betriebs die rest­li­chen Zim­mer inklu­si­ve Nass­zel­len kom­plett neu aus­ge­stat­tet. The­ma ist die Welt der Mode, pas­send zum Sin­del­fin­ger Mode­zen­trum gleich gegen­über. Ins­ge­samt kos­tet die gesam­te Maß­nah­me über vier Mil­lio­nen Euro. Gut ange­leg­tes Geld auf dem wei­ter wach­sen­den Hotel­markt in der Regi­on Stutt­gart wie Bus­ser fin­det, der sich bis­her mit einer Aus­las­tung um die 60 Pro­zent mit einem hin­te­ren Platz unter den Mer­cu­re-Häu­sern begnü­gen muss­te. Jetzt sind alle sind gespannt, ob das neue Kon­zept auf­geht. „Wir haben eine Art Test­rol­le inner­halb der Grup­pe,“ sagt Bus­ser. Nach­ah­mer bei Erfolg also nicht ganz aus­ge­schlos­sen.

 

Mer­cu­re Hotel Bris­tol Stutt­gart Sin­del­fin­gen

Wil­helm-Has­pel-Str. 101

71065 Sin­del­fin­gen

Tel: 070131.6150

 

Anzahl DEHO­GA-Ster­ne: 4

Anzahl Zim­mer: 147

Anzahl Kon­fe­renz­räu­me: 7

Mercure-Hotel Bristol Sindelfingen ist Biopionier