Auf der re:publica XI: Auftritt in Twitterlesung

Vom 14. bis 16. April hat in Berlin die Konferenz re:publica XI stattgefunden. Drei Tage Vorträge und Diskussionen über das Internet, seine Technologien, seine Chancen und Risiken. Viele nennen es das größte Bloggertreffen Deutschlands, für andere manifestiert sich nur der Gruppenklüngel bekannter Seilschaften, für viele aber ist es eine lebendige und daher wichtige Konferenz, auf der vor allem dreierlei passiert:

  • Nahrung für das Denken. In den Sessions, die allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität sind, kann man den Horizont erweitern, diskutieren, denken. Thema ist immer das Web, dessen Status Quo  und die Zukunft, was natürlich manches arg spekulativ erscheinen lässt, andererseits gerade den besonderen Reiz ausmacht.
  • Menschen treffen. Man kennt sich aus dem Netz, auf der Konferenz wird es persönlich. Das tut gut, das macht Spaß. Dem gibt man sich hin, bis es schwindelt.
  • Mitmachen. Alle tun es irgendwie. Tausende Tweets von der Konferenz, Fotos, Videos, unzählige Blogposts (hier meine während der re:publica XI), über hundert Speaker – die Konferenz ist ein lebendiger Mikrokosmos, der augenblicklich seinen vieltausendfachen Niederschlag im Netz findet. Mitgemacht habe ich ebenfalls.

Live auf der re:publica XI

Auch in diesem Jahr hat sich die re:publica wieder entschieden, den Teilnehmern der Konferenz eine Tiwtterlesung anzubieten. Ein paar hundert haben die unsägliche Geduld bewiesen, sich unseren eineinhalbstündigen Vortrag anzuschauen. Hier das offizielle Video der Twitterlesung, in dem ich zusammen mit den Leuten von Twitkrit zu sehen bin, wie wir Tweets präsentieren, die uns gefallen. Viel Spaß!

Auf der re:publica XI: Auftritt in Twitterlesung

Das Twitterbuch von PONS: Die besten Tweets des Jahrhunderts

Twitter ist ein Nachrichtenschnellmedium, klar. Twitter ist ein Dingens für blöde Ich-gehe-jetzt-aufs-Klo-Privatnachrichten: Schwachsinn! Twitter ist aber auch – und das ist eigentlich das beste daran – ein Tummelplatz für Literaten, Texter, Spaßvögel, Medienkünstler und solche, die das alles mal werden wollen. Die nutzen ihre Twitter-Kanäle zum Veröffentlichen von absurden Beobachtungen, amüsanten Wortspielen und paradoxen Gedanken. Das macht Spaß, das ist oft pure Ironie und grandioser Sarkasmus.

All diesen Spitzen und Sottisen widmet sich ein Haufen Verrückter, zu denen ich auch zähle, die ihre Beobachtungen teilen auf Twitkrit.de und gerne das Beste vom Besten live präsentieren auf den sogenannten Twitterlesungen. Wie Ebenfallsmitmacher @bjoerngrau hier auf Twitterlesung.de vermeldet, erscheint heute das Buch der Twitterlesung im Stuttgarter Verlag PONS.
Titel: Das Leben in 140 Zeichen – Wahre und kuriose Tweets aus dem Web.
Inhalt des Bandes, der inzwischen als „Twitterbuch“ im Web die Runde macht, sind etwa 500 Tweets von 230 verschiedenen Twitterern. Ich muss zugeben, dass ich an der Erstellung dieses Buches und an der Auswahl der abgedruckten Tweets wesentlich beteiligt war. Es hat Spaß gemacht, es war anstrengend, es hat die Mühen der Ebenen gekostet, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Denn für 9,95 Euro bekommt man die besten Tweets des Jahrhunderts. Das ist nicht wenig, sondern verdammt eine Leistung. Nicht nur wir, die Twitkritler, wissen das zu schätzen, sondern auch 5.000 Demonstranten am Samstag in Berlin, wie man in diesem Video mit Mitherausgeber @mspro sehen kann.

Und in diesem Video, herausgegeben von PONS, sieht man ein paar der Twitterer aus dem Twitterbuch, wie sie ihre Tweets vorlesen …

Das Twitterbuch von PONS: Die besten Tweets des Jahrhunderts

Unternehmen im mobilen Raum

Gestern hat im Rahmen der EU-Initiative KIS Mobile Convention – Anwendungen für mobile Endgeräte und wissensintensive Dienstleistungen in der Satellitennavigation eine Veranstaltung der Medien- und Film-Gesellschaft Baden-Württemberg (MFG) stattgefunden. Auf dieser Veranstaltung haben sich mehrere Unternehmen aus Baden-Württemberg vorgestellt, die im Bereich mobile Anwendungen tätig sind und entsprechende Produkte für Handys, Smartphones und Navigationssysteme entwickeln.

Über acht dieser Unternehmen habe ich in den letzten Wochen kurze Videoporträts im Auftrag der MFG produziert. Die etwa viereinhalb Minuten langen Beiträge stellen die wichtigsten Akteure in diesen Unternehmen vor, einige Mitarbeiter, die Räumlichkeiten und natürlich die wichtigsten Produkte. Auf Grund des EU-Hintergrunds sind alle Videos in englischer Sprache.

In der Kürze der Zeit können natürlich keine tiefschürfenden Dokumentationen entstehen. Es ging mehr um eine emotionale Einstimmung in die Tätigkeit des jeweiligen Unternehmen im Zusammenhang mit einer persönlichen Präsentation auf dieser Veranstaltung.

Trotz aller Beschränkheit ist ein recht aufschlussreiche Reihe entstanden über Unternehmen, die sich mit dem Thema mobile Komunikation erfolgreich und praxisorientiert beschäftigen.

Alle Videos kann man hier anschauen in einem Album bei Vimeo

Als Beispiel hier der Beitrag über eFormic aus Freiburg. Das Start-Up entwickelt aktuell die iPhone-Anwendung Green Eye, mit der Unternehmen ihre Anstrengungen im Bereich CO2-Neutralität transparent machen können

eFormic from baranek on Vimeo.

Unternehmen im mobilen Raum

re:publica 10: Kann denn Freiheit grenzenlos sein?

Letze Woche war ich auf der re:publica in Berlin, dem Kongress der deutschen Blogger und Webpublizisten. Generell ein guter Termin, um gewisse Entwicklungen im Web zu reflektieren, sich zu informieren und zu diskutieren. Für mich eine der wenigen Veranstaltungen in Europa, wo das wirklich stattfindet und nicht businessgetriebene Überlegungen die Agenda bestimmen. Außerdem natürlich prima, um Bekannte zu treffen und neue Leute, oft zufällig, kennenzulernen.

In diesem Jahr wollte ich die Diskussion einmal mitbestimmen und habe zusammen mit Christian Heller (@plomlompom) ein Panel veranstaltet. Es ging um ein Streitgespräch um die Frage „Kann den die Freiheit grenzenlos sein?“ Moderiert wurde das Ganze von Michael Seemann (@mspro).

Zu Einführung habe ich diesen Text verfasst.

Das Web – ein schier grenzenloser Raum, in dem Millionen Maschinen in permanenter Kommunikation agieren. Gesteuert von Menschen, die sich befreit sehen von alltäglichen Zwängen, eintauchen in eine Welt, in der alles möglich scheint. Diese Freiheit verwirrt viele. Es stellt sich daher die Frage, ob die Freiheit auf einmal grenzenlos ist. Ob wir es hier mit einem neuen Raum zu tun haben, der mit der alten Welt nichts mehr zu tun hat. Der sich ablöst, in dem andere Regeln gelten, nämlich nur eine: keine. Oder ist das alles nur der ultimative Aufstand des spätkapitalistischen Bürgertums, das immer noch mehr Freiheit will, um auch den letzten Rest Menschlichkeit ihren Verwertungsinteressen zu unterwerfen? Die Positionen müssen geklärt, es muss Klartext geredet werden.

Die ganze Veranstaltung gibt es hier als Videoaufzeichnung:

Hier übrigens noch eine Position von @rrho, der sich das Panel auf der re:publica angeschaut hatte. Liegt ganz auf meiner Linie …

re:publica 10: Kann denn Freiheit grenzenlos sein?