Twitter für Anfänger — so kann es losgehen mit dem twittern

 Weil es wahr­schein­lich ist, dass ich in nächs­ter Zeit ein paar Kun­den auf die­sen Mico­blog­ging­dienst auf­merk­sam mache und opti­ma­ler­wei­se dafür begeis­tern wer­de, ent­stand die Über­le­gung zu die­sem Arti­kel. Auf­trag: Ein klei­nes Kom­pen­di­um für Twit­ter­neu­lin­ge. Der Text basiert auf eige­nen Erfah­run­gen mit Twit­ter in den letz­ten 20 Mona­ten. Sicher­lich haben schon ande­re ähn­li­ches ver­fasst, aber die ver­nach­läs­si­ge ich jetzt hier ein­fach mal …

Sie wol­len es also auch mal mit die­sem Twit­ter pro­bie­ren, wor­über jetzt so vie­le reden und das als The­ma in immer mehr Medi­en eine Rol­le spielt? Ger­ne, kein Pro­blem. 

Aber wie macht man das bei Twit­ter eigent­lich rich­tig? Wie fängt man an? 

Dar­um geht es in die­sem Arti­kel. Wor­um es hier nicht geht, ist die Fra­ge, was denn Twit­ter über­haupt sei, und (bis auf die Aus­nah­men unten) auch nicht, wel­che Tools und Appli­ka­tio­nen am bes­ten benutzt wer­den könn­ten. Wer das wis­sen möch­te, schaut ein­fach mal in der Wiki­pe­dia nach. Dort alles wei­te­re.

Hier geht jetzt eher um Stra­te­gi­en, wie man einen locke­ren, fai­ren, net­ten und erfolg­rei­chen Start mit die­sem für vie­le neu­en inter­ak­ti­ven Medi­um hin­be­kommt. Unum­gäng­lich sind dabei aller­dings immer wie­der Hin­wei­se auf den Twit­ter­sprech, denn es hat sich mitt­ler­wei­le eine spe­zi­el­le Begriff­lich­keit her­aus­ge­bil­det, deren Bedeu­tung sich einem nicht unbe­dingt auf Anhieb erschließt.

 

Pha­se 1: Die Vor­be­rei­tung

Wel­cher Name?

Unsi­cher, unter wel­chem Namen man denn nun Nach­rich­ten aus sei­nem All­tag der Welt mit­tei­len soll? Kei­ne Sor­ge, das ist nor­mal, gleich­wohl von grund­le­gen­der Bedeu­tung. Zu beden­ken ist dabei: Letzt­end­lich ent­wi­ckelt sich Twit­ter immer mehr zu einem Medi­um von Mensch zu Mensch. Bedeu­tet: Über kurz oder lang will jeder wis­sen, wer sich denn hin­ter dem ange­zeig­ten Namen ver­birgt. Egal, ob das ein Unter­neh­men, eine Insti­tu­ti­on oder ein Pseud­onym ist.

Im Grun­de gibt es bei der Namens­wahl zwei Mög­lich­kei­ten: der tat­säch­li­che, per­sön­li­che Name oder ein mehr oder weni­ger fan­ta­sie­vol­les Pseud­onym. Aller­dings ist es inso­fern etwas kom­pli­zier­ter, weil es ja die Optio­nen gibt, sich einen etwas ver­klau­sier­ten „Ver­kehrs­na­men“ zu wäh­len und zum ande­ren den ech­ten Namen bei den ansons­ten ange­zeig­ten Pro­fil­in­for­ma­tio­nen zu hin­ter­le­gen.

Mei­ne stra­te­gi­sche Emp­feh­lung: machen Sie aus Ihrer wah­ren Iden­ti­tät kein Hehl. Sich zu ver­ste­cken bringt letzt­end­lich wenig, denn Twi­ter­nut­zer wol­len ja auf sich und ihre Sache auf­merk­sam machen. Als gro­be Faust­for­mel gilt: Einen grif­fi­gen Ver­kehrs­na­men fürs das Kon­to aus­wäh­len und den Rest über die Infos abwi­ckeln. Wenn Sie also Klaus-Die­ter Mül­ler hei­ßen, machen Sie dar­aus viel­leicht kdmu­el­ler. Im übri­gen kann man den Namen jeder­zeit auch im Nach­hin­ein ändern…

 

Hübsch und infor­ma­tiv machen

Den wich­tigs­ten Bereich am Anfang fin­det man, nach­dem das eige­ne Kon­to eröff­net wur­de, oben rechts in der Menü­leis­te. Es han­delt sich um die Set­tings (Ein­stel­lun­gen). Ein paar Din­ge soll­te man dort unbe­dingt erle­di­gen, bevor es mit dem Twit­tern los­geht. War­um? Weil sich jeder Leser, der Ihre Nach­rich­ten über kurz oder lang mit­le­sen möch­te, sich erst­mal anschaut, wie Sie sich auf Twit­ter prä­sen­tie­ren. Eine lieb­lo­se Gestal­tung lässt Rück­schlüs­se auf ihre Moti­va­ti­on zu, auf Twit­ter wirk­lich nett mit­zu­ma­chen. Hier die Din­ge, die als ers­tes erle­digt wer­den soll­ten.

Account. Infor­ma­tio­nen zur Per­son hin­ter­le­gen. Im Feld On Line Bio tra­gen Sie kur­ze Infos ein: Wer sind Sie? Was machen Sie? Zu wenig Platz? Da kön­nen Sie schon gleich mal üben, mit 140 Zei­chen aus­zu­kom­men, um das wirk­lich wesent­lich zu sagen/schreiben. In das Feld Loca­ti­on ihren zen­tra­len Ort ein­tra­gen. Der ist wich­tig für Twit­ter­le­ser aus der Nach­bar­schaft. Im Feld More Info URL den Link zur eige­nen Web­site ein­tra­gen. 

Design. Hier hat man diver­se Mög­lich­kei­ten, den Hin­ter­grund und die Far­ben der Schrif­ten und der Tabel­len­li­ni­en zu ver­än­dern. Ein­fach mal ein biss­chen rum­pro­bie­ren! Macht Spaß und lohnt sich. Kann jeder­zeit geän­dert wer­den.

Pic­tu­re. Extrem wich­tig: Ihr Bild auf Twit­ter. Unbe­dingt dort etwas ein­bau­en. Denn das ist ihr Mar­ken­zei­chen. Das Bild, auch Ava­tar geenannt, wird an vie­len Stel­len neben Ihren Nach­rich­ten erschei­nen. Der Vor­gang selbst ist sim­pel und selbst­er­klä­rend. Aber wel­ches Bild neh­men? Gene­rell zeigt etwa eine Hälf­te der Twit­ter-Nut­zer ihr wah­res Gesicht in Form eines Por­trät­fo­tos. Ein Vier­tel zeigt sich zwar auch, aber so, dass die Iden­ti­tät dar­aus nicht erschlos­sen wer­den kann. Das letzt Vier­tel teilt sich auf in Logos und irgend­wel­chen ande­ren Foto-Moti­ven. Mei­ne Emp­feh­lung: Neh­men Sie ein Por­trät­fo­to, auf dem Sie nicht all­zu grim­mig wir­ken. Am bes­ten mit star­ken Kon­tras­ten. Das Bild kann jeder­zeit geän­dert wer­den, aber ohne anzu­fan­gen ist nicht rat­sam. Gehört ein­fach dazu. 

Pha­se 2: Twit­tern

Pro­be­schrei­ben

Es geht los. Twit­tern Sie jetzt! Schrei­ben Sie genau das, was Sie schon immer mal sagen woll­ten. Was Sie bewegt, was Sie gra­de so trei­ben, ent­de­cken, tref­fen, lie­ben, weni­ger lie­ben, begeis­tert usw.

In 140 Zei­chen.

Rat­sam ist es, erst­mal ein paar Tage so fünf bis zehn Ein­trä­ge pro Tag zu schrei­ben. Über­le­gen Sie: Will ich das jetzt preis­ge­ben? Ist die Anony­mi­tät Drit­ter gewähr­leis­tet? Für wen ist das wenigs­tens ein biss­chen rele­vant? Kei­ne Ban­ge: manch­mal sind es die schein­bar bana­len, klei­nen Din­ge, die die Nut­zer inter­es­sie­ren. Übri­gens: mit etwas Humor und leich­ter Selbst­iro­nie geht alles etwas bes­ser. Auf Twit­ter neh­men sich die wenigs­ten total ernst. Lang­wei­ler. Mora­lis­ten. Will man auf Dau­er nicht lesen.

Las­sen Sie sich also erst­mal ein biss­chen Zeit, um ein Gespür für das Medi­um zu bekom­men. Denn noch sind Sie allein, noch weiß nie­mand von Ihnen und (fast) kei­ner liest mit. Sie kön­nen sich erst­mal etwas aus­to­ben und ggfs. wie­der löschen (Sym­bol Papier­korb neben der ver­sen­de­ten Nach­richt). Übri­gens: Die ver­öf­fent­lich­ten Bot­schaf­ten aus dem All­tag hei­ßen bei Twit­ter „Tweets“.

Mit­le­sen

Twit­ter ist nicht ein­fach nur ein wei­te­rer Kanal zur Ver­brei­tung Ihrer Nach­rich­ten. Twit­ter ist ein Geben und ein Neh­men und wird damit erst so rich­tig inter­es­sant. Twit­ter ist Kanal, Rück­ka­nal und Dia­log­platt­form in einem. Wenn Sie die Nach­rich­ten eines ande­ren Nut­zer mit­le­sen wol­len, rufen Sie des­sen Pro­fil auf und kli­cken dort auf „fol­low“. Der­je­ni­ge wird in die­sem Moment eine E-Mail erhal­ten, dass Sie ihm „fol­lo­wen“ (um im Twit­ter­sprech zu blei­ben). Das bedeu­tet nicht, dass er Ihnen nun auch auto­ma­tisch folgt. Das muss er selbst ent­schei­den, sie also „refol­lo­wen“. Er weiß aber zumin­dest, dass es Sie nun gibt. Und wird sich ihr Pro­fil anschau­en. Dort ent­schei­det er auf der Basis der dort ange­zeig­ten Infor­ma­tio­nen, also Ihren bis­her abge­setz­ten Nach­rich­ten und Ihren Pro­fil­da­ten, ob ihn das inter­es­sie­ren könn­te. Und ob er Sie nun fol­lowt. Falls ja, wie gesagt, wer­den Sie über die­sen neu­en Fol­lo­wer per E-Mail infor­miert.

Wie fin­det man aber nun ande­re inter­es­san­te Twit­ter­au­to­ren? Da gibt es eigent­lich zwei Mög­lich­kei­ten. Zum einen kön­nen Sie sich anschau­en, wen Ihre Bekann­ten oder Freun­de, die schon etwas län­ger dabei sind, denn so mit­le­sen. Denn das wird ja auf deren Pro­fi­len ange­zeigt. Auf die Bild­chen in den Freun­des­pro­fi­len kli­cken und mal lesen, obs passt. 

Zum ande­ren kön­nen Sie auch gezielt nach Mei­nungs­ma­chern, Insi­dern, Gleich­ge­sinn­ten oder Nach­barn aus Ihrer Gegend suchen. Hier drei Tipps

Aktu­el­le Top­lis­te der deutsch­spra­chi­gen Twit­te­rer anhand der Zahl ihrer Fol­lo­wer. Ent­hält 300 Namen. Hier fin­den Sie die Mei­nungs­ma­cher …

Auf loka­ler Ebe­ne kön­nen Sie die wich­tigs­ten Schrei­ber bei Twit­ter Gra­der fin­den. Zunächst den eige­nen Namen ein­stu­fen las­sen. Auf der Ergeb­nis­sei­te wird ein Link ange­zeigt zu den am bes­ten beur­teil­ten an Ihrem Ort. „[Twit­ter Eli­te in Ihre­Stadt, Ger­ma­ny]“. Dort kli­cken und mal anschau­en …

Gleich­ge­sinn­te kön­nen auch über eine Twit­ter­su­che gefun­den wer­den. Ist aller­dings etwas müh­sam. Denn es wer­den als Ergeb­nis­se nur die Nach­rich­ten ange­zeigt, die das Wort ent­hal­ten, nach dem gesucht wur­de.

 

Pha­se 3: Am Anfang etwas zäh? Nor­mal …

So, nun haben Sie also einen schö­nen Account, haben sich die wich­tigs­ten Twit­te­rer in den eige­nen Nach­rich­ten­strom geholt und zwit­schern fröh­lich hin­aus, was die Welt von Ihnen wis­sen soll­te. Sicher, am Anfang ist es zäh, wenn man noch nicht so vie­le Fol­lo­wer hat. Denn nicht jeder ist ja ein wahl­kämp­fen­der Poli­ti­ker wie der hes­si­sche SPD-Spit­zen­kan­di­dat Thors­ten Schä­fer-Güm­bel, der nur mal anfan­gen muss und schon fol­gen ihm bin­nen Stun­den fast 300 Inter­es­sier­te. 

Mit­le­sen — Mit­re­den

Als „nor­ma­ler Nut­zer“ muss man da etwas klei­ne­re Bröt­chen backen. Aber was soll’s, etwas Zeit muss inves­tiert wer­den, gra­de am Anfang. Lesen Sie daher erst­mal mit, was die ande­ren so schrei­ben und wie sie es tun. Und wenn Sie etwas dazu zu sagen haben, kön­nen Sie dem jewei­li­gen Nut­zer ant­wor­ten. Öffent­lich. Das sind die soge­nann­ten replies — die Ant­wor­ten Die­se zeich­nen sich dadurch aus, dass die­se Nach­rich­ten anfan­gen mit „@nutzername“. Das bedeu­tet, dass die­se Ant­wort dem Adres­sa­ten nicht nur optisch etwas anders ange­zeigt wird, son­dern er fin­det sie auch auf der Pro­fil­sei­te im Bereich „replies“. Ist ja logisch. Das beson­de­re dar­an: Selbst wenn Ihnen jemand nicht folgt, Ihre Ant­wor­ten wird er zumeist lesen kön­nen. Es sei denn, er hat die­ses Funk­ti­on im Bereich Set­tings abge­stellt, was aber die wenigs­ten tun. Über­haupt kön­nen Sie dort ent­schei­den, wel­che replies der von Ihnen abon­nier­ten Nut­zer Sie mit­le­sen wol­len. Emp­feh­lung: Akti­vie­ren Sie bei Set­tings –> Noti­ces die Aus­wahl auf „Show me @replies to peop­le I’m fol­lo­wing“. Sie krie­gen dann nur die Nach­rich­ten ange­zeigt, die sich Nut­zer unter­ein­an­der schi­cken, wenn Sie bei­de abon­niert haben.

Wich­tig ist, dass Sie mal nach­schau­en, wer auf Ihre Nach­rich­ten etwas geschrie­ben hat. Und even­tu­ell wie­der­um ant­wor­ten. Nur dann wer­den Sie sich rich­tig inte­grie­ren kön­nen in die­se manch­mal schon etwas her­me­tisch wir­ken­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt. Nur dann wer­den Ihre Fol­lo­wer erken­nen, dass Sie wirk­lich aktiv dabei sind, mit­le­sen, mit­den­ken und etwas bei­tra­gen wol­len.

 

Pha­se 4: Jetzt gehts rich­tig los: mobil twit­tern und mit Bil­dern

Twit­tern unter­wegs

Eine Funk­ti­on, die von Anfang Teil des Twit­ter­kon­zep­tes war, ist das Abset­zen von Nach­rich­ten, wenn man unter­wegs ist. Ich will an die­ser Stel­le nicht in die Details ein­stei­gen, wel­che Han­dys das jetzt kön­nen und wel­che nicht. Für soge­nann­ten mul­ti­me­dia­fä­hi­ge Smart­pho­nes ist das auf jeden Fall kein Pro­blem. Es gibt sehr viel klei­ne Pro­gram­me (Appli­ka­tio­nen), die man auf das Mobil­te­le­fon laden und damit sein Twit­ter­kon­to steu­ern kann. Hier ein Blog  mit einer umfang­rei­chen Link­samm­lung die­ser Gra­tis­an­wen­dun­gen. Auch für den PC oder Mac gibt es inzwi­schen ver­schie­de­ne Anwen­dun­gen, mit denen man aus­schließ­lich Twit­ter bedient. Ist rat­sam, sich das mal anzu­schau­en, weil es zumeist kom­for­ta­bler ist, als stän­dig mit dem Brow­ser zu agie­ren.

Bil­der twit­tern

Mit vie­len Mobil­te­le­fo­nen kann man ja inzwi­schen Fotos machen. Zwar ist die Qua­li­tät nach wie vor beschei­den, aber gra­de für eine Ver­öf­fent­li­chung im Inter­net meist ganz gut geeig­net. Wenn man sich jetzt zum Bei­spiel bei dem Dienst Twit­pic anmel­det, übri­gens mit den glei­chen Daten wie bei Twit­ter selbst, dann erhält man dort eine spe­zi­el­le eige­ne E-Mail-Adres­se. Das mit dem Han­dy gemach­te Foto kann nun umge­hend nach der Auf­nah­me an die­se E-Mail-Adres­se geschickt wer­den und wird auto­ma­tisch bei Twit­pic ange­zeigt. Das ist aber nicht nicht alles: Sobald das Foto bei Twit­pic online ist, wird auto­ma­tisch eine Nach­richt in Ihrem Twit­ter­kon­to erzeugt mit dem Link auf das Blid. Text gibt es auch dazu, näm­lich der, den Sie in den Betreff der E-Mail an Twit­pic geschrie­ben haben. (Ach­tung: Deut­sche Umlau­te und Son­der­zei­chen (ä,ö,ü,ß) funk­tio­nie­ren dort nicht…) Die Fotos kön­nen von ande­ren Nut­zern kom­men­tiert wer­den und die­se Kom­men­ta­re wer­den wie­der­um bei Twit­ter ver­öf­fent­licht. Außer­dem kann man sehen, wie oft das Foto auf­ge­ru­fen wur­de. Auch inter­es­sant.

Der Twit­ter­code: Zum Bei­spiel Hash­tags

Durch die Begren­zung auf 140 Zei­chen haben sich diver­se Kon­ven­tio­nen bei Twit­ter gebil­det, um gewis­se Infor­ma­tio­nen, die zum Ver­ständ­nis des geschrie­be­nen wich­tig sind, abzu­kür­zen. Eine Metho­de, die man immer wie­der sieht, sind die Hash­tags. Es han­delt sich dabei um das Kon­zept der Ver­schlag­wor­tung. Wenn zum Bei­spiel jemand schreibt „Ver­su­che gra­de Bäl­le zu for­men und @besterfreund ins Gesicht zu klat­schen #schnee“, dann soll „#schnee“ anzei­gen, es han­delt sich um eine Schnee­ball­schlacht. Okay, man hät­te hier gleich das so nen­nen kön­nen, aber vie­le Nut­zer spie­len mit die­sem Prin­zip der Ver­schlag­wor­tung, ger­ne auch iro­nisch. Oft wer­den Hash­tags auch benutzt, um Tweets einer bestimm­ten Ver­an­stal­tung, Mes­se oder Kon­fe­renz, auf der sich der Twit­te­rer gra­de befin­det, zuzu­ord­nen.

Zusätz­lich wer­den auch vie­le Emo­ti­cons benutzt, die­se aus Satz­zei­chen zusam­men­ge­bau­ten Gesichts­zü­ge. Die die­nen wie in den Chats üblich, die nicht sicht­ba­re aber für den wah­ren Inhalt der kom­mu­ni­zier­ten Bot­schaft wich­ti­ge Kör­per­spra­che zu erset­zen. Damit ver­steht man dann, wie es wirk­lich gemeint ist. 

Ein Tipp: soll­ten ande­re Abkür­zun­gen auf­tau­chen, die Sie nicht ver­ste­hen, ein­fach mal bei Wiki­pe­dia suchen. Klappt meis­tens

Das Twit­ter­ora­kel

Sie wis­sen gra­de mal nicht wei­ter, weil es am PC hakt? Wel­chen Film man im Moment sehen soll­te? Wer der bes­te Afri­ka­ner in der Stadt ist? Oder wel­ches Pro­gramm für die­se bestimm­te Arbeit das bes­te ist? Fra­gen Sie das Twit­ter­ora­kel! Sie wer­den erstaunt fest­stel­len, dass Sie tat­säch­lich Ant­wor­ten erhal­ten und zwar in kür­zes­ter Zeit. Denn man hilft sich auf Twit­ter, ist nett zuein­an­der und sowie­so alles pri­ma.

Das rich­ti­ge Maß

Viel schrei­ben? Wenig schrei­ben, aber dann gehalt­vol­les? Jeder wird bei Twit­ter irgend­wann das rich­ti­ge Maß fin­den, wie viel Nach­rich­ten er absetz­ten möch­te pro Tag. Eines kris­tal­li­siert sich ganz klar her­aus: Belang­lo­se Nach­rich­ten will auf Dau­er nie­mand lesen. Also ent­we­der es pas­siert was net­tes, beson­de­res, es ist lus­tig geschrie­ben oder es ist ein klar for­mu­lier­ter Gedan­ke, eine Mei­nung, ein Hin­weis. Stän­dig Lap­pa­li­en zu lesen lang­weilt.

Viel Spaß bei Twit­ter!

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Twitter für Anfänger — so kann es losgehen mit dem twittern

61 Gedanken zu „Twitter für Anfänger — so kann es losgehen mit dem twittern

  1. Schö­ner Arti­kel. ich konn­te einen gro­ßen Teil in mei­ner bis­he­ri­gen Twit­ter­lauf­bahn eben­falls fest­stel­len.
    Ich nut­ze Twit­ter mobil bis­her über den mobi­len Brow­ser mei­nes PDA, wer­de mir aber dann wohl jetzt mal die klei­nen Pro­gram­me anschau­en von denen du sprachst

    1. norbert.l schreibt:

      Aua! Ich hab nur „Bahn­hof“ ver­stan­den. Weder „gut“, noch „verständlich“…nur ein Kau­der­welsch, wie sonst nur Win­kel­ad­vo­ka­ten von sich geben:-(

  2. Zwei Ergän­zun­gen zum Punkt Name: Der Name soll­te mög­lichst kurz sein, allei­ne schon weil er beim Antworten/Erwähnen von den 140 Zeo­chen abgeht. Der User­na­me KANN zwar geän­dert wer­den, ich wür­de aber eher davon abra­ten. So wie ich das bis­her beob­ach­te, gehen dann alle Links zu dem Account und auch die gan­zen Replies ins Lee­re.

  3. Dirk Baranek schreibt:

    Dan­ke Leu­te, fin­de ich gut, eure Kom­men­ta­re.

    @henning
    Vllt. ein Nach­trag zur Län­ge des Namens: Er soll­te aber auch aus­sa­ge­kräf­tig sein. Abkür­zun­gen sind mir manch­mal zu unper­sön­lich.

  4. Wie geht man eigent­lich rich­tig an Twit­ter her­an?…

    Die­se Fra­ge hat sich Dirk Bar­an­ek gestellt, und in sei­nem Blog einen Leit­fa­den für Twit­ter Inter­es­sier­te online gestellt. In 4 ver­schie­de­nen Pha­sen wird erklärt, was man denn so alles beach­ten soll­te, und mit wel­chen Gerät­schaf­ten und Pro­gram­men das…

  5. Dan­ke für das aus­führ­li­che Tuto­ri­al. Bin sel­ber ziem­li­cher Twit­ter-Frisch­ling (hab mich lan­ge dage­gen gewehrt …) und mir waren eini­ge Sachen nicht intui­tiv genug. Wie­der was gelernt, viel­leicht komm ich ja etwas bes­ser ran jetzt. :)

  6. Oh, das ist doch mal ne net­te Anlei­tung! :-) Auch wenn ich es schon kann, mehr oder weni­ger zumin­dest. ;-)

    Aber was sind eigent­lich Lap­pa­li­en — oder anders­her­um gesagt: Ist es nicht auch manch­mal ganz span­nend am All­tag ande­rer ziem­lich direkt teil­zu­ha­ben? Zu intim darf’s natür­lich nicht wer­den, logo. ;-)

  7. Dirk Baranek schreibt:

    @Susi
    Gute Fra­ge, die man natür­lich kaum all­ge­mein­gül­tig beant­wor­ten kann. Muss jeder für sich raus­fin­den. Natür­lich ist der Ein­blick in den per­sön­li­chen All­tag ganz wich­tig, sozu­sa­gen essen­zi­ell bei Twit­ter. Aber sind nicht die bes­se­ren Twit­te­rer die­je­ni­gen, die noch eine iro­ni­sche Wen­dung rein­brin­gen, eine „Moral von der Gschicht“, selbst bei den banals­ten Din­gen?

  8. Mei­ner Mei­nung nach ist unglaub­lich wich­tig, dass selbst bei einem Usernamen/Alias der „Real­na­me“ im Pro­fil hin­ter­legt wird und auch eine Homepage/Blog zur Bio ange­ge­ben wird.

    Denn: Ech­ten „Nona­mes“ fol­lo­we ich nicht!

  9. Ich fin­de vor allem den Hin­weis wich­tig, dass man ein biss­chen was auf sei­ner Pro­fil­sei­te anbie­ten soll­te, bevor man mit dem Fol­lo­wen anfängt. Ein Foto, Klar­na­men und mög­lichst auch einen Link zur Web­site — klar. Aber 5 bis 10 inter­es­san­te Tweets als ”Visi­ten­kar­te“ sind fast noch wich­ti­ger. Die gehen ja nicht ins Lee­re — sie wer­den nach­träg­lich gele­sen. Ich schaue mir bei jedem Fol­lo­wer zumin­dest ein, zwei Sei­ten Tweets an. Wenn da nichts Inter­es­san­tes steht, fol­ge ich nicht zurück.

  10. Hal­lo Dirk,

    Dan­ke für die tol­le Ein­füh­rung. Soll­te ich mich irgend­wann über Twit­ter aus­le­sen wol­len, wer­de ich auf die­sen Blog­ein­trag ver­lin­ken.

    Gruß unbe­kann­ter­wei­se,
    Bern­hard

  11. […] Sie wol­len es also auch mal mit die­sem Twit­ter pro­bie­ren, wor­über jetzt so vie­le reden und das als The­ma in immer mehr Medi­en eine Rol­le spielt? Ger­ne, kein Problem.Aber wie macht man das bei Twit­ter eigent­lich rich­tig? Wie fängt man an? Hier fin­det ihr alle Rele­van­ten Infor­ma­ti­on über Twit­ter […]

  12. paul kern schreibt:

    halo, habe alles auf­merk­sam gele­sen , fin­de aber nicht die Ein­stiegs­moeg­lich­keit / den anfang. Bin nicht mehr der Juengs­te u. nur simp­ler Inter­ne­tuser.
    Moech­te ueber twit­ter Oeko­freun­de fin­den , die hier in Zen­tralm­e­xi­co , wo ich auf 3 ha in der Natur woh­ne, ein Oeko­dorf ent­ste­hen las­sen.
    Bin ich mit die­ser absicht rih­tig in die­sem Pro­gramm ?

    1. Dirk Baranek schreibt:

      Hal­lo Paul,
      inter­es­san­te Fra­ge.
      Du müss­test dir bei http://www.twitter.com erst­mal ein Kon­to erstel­len und dort auch alle Infos über dich ein­tra­gen. Dann mal ein paar Nach­rich­ten schrei­ben, was du so machst und was du willst — ich wür­de die auch auf spa­nisch und eng­lisch schrei­ben…
      Jetzt könn­test du gezielt Leu­te suchen, die sich mit dei­nem The­ma befas­sen, bzw sol­che, die über ähn­li­ches twit­tern. Das geht hier http://search.twitter.com/ . Klar, ist müh­sam, müss­te öff­ters gemacht wer­den. Dann folgst du die­sen Leu­ten und liest eben mit, was die so schrei­ben. Viel­leicht fol­gen sie dir zurück, wenn du was inter­es­san­tes berich­test.
      Aber bit­te beach­ten, Twit­ter ist kei­ne Klein­an­zei­gen­bör­se son­dern ein Werk­zeug um zu kom­mu­ni­zie­ren.

      Jetzt noch was pri­va­tes: Wo ist das denn? Kann man dich dort besu­chen? Wir machen näm­lich auch das hier ( http://www.espanien.de ) und pla­nen schon län­ger eine Mexi­ko-Rei­se…

  13. […] 3. For­mu­lar aus­fül­len: Name — User­na­me — Pass­wort und E-Mail ange­ben — Fer­tig! Ihre ers­te Mel­dung schrei­ben Sie dann in das Ein­ga­be­feld unter dem Twit­ter Slo­gan: What are you doing? an die Com­mu­ni­ty. Aber wie gesagt nur 140 Zei­chen. Der Zäh­ler rechts oben passt auf. Gleich noch zu Beginn ein tech­ni­scher Tipp.Sie fin­den z.B. einen Bei­trag inter­es­sant und wol­len einen Link dar­auf set­zen. Gut. Aber Sie wer­den schnell mer­ken, dass die 140 Zei­chen dafür nicht rei­chen. Was tun? Die Lösung sind Kurz-URL-Diens­te. Die lan­ge URL wird in eine Kurz-URL umge­wan­delt. Ich benut­ze den Dienst Twurl.Und noch ein Tipp: Einen kur­zen Benut­zer­na­men wäh­len! Auch die­ser wird bei den 140 Zei­chen mit­ge­rech­net. Einen inter­es­san­ten Bei­trag, gera­de für Anfän­ger, hat Dirk Bar­an­ek zum The­ma Twit­ter verfasst.Twitter für Anfän­ger von Dirk Bar­an­ek http://dirk-baranek.de/internet/twitter-fur-anfanger-so-kann-es-losgehen/ […]

  14. bun­des­prä­si­dent
    wie kann so ein mann fah­nen­flucht bege­hen frü­her wur­de das mit dem tode bestraft.was ist über­haubt in die­ser regie­rung los

  15. Klaus Peter schreibt:

    Sel­ten so prä­zie­se und gut ver­ständ­li­che Erläu­te­run­gen im IN gele­sen.
    Ich den­ke, dass ich jetzt den Ver­such mit der Twit­te­rei star­ten kann, ich bin mal gespannt.

  16. Eule schreibt:

    Guten Abend.
    Habt Ihr gehört, der Röss­ler(?) will wider von uns Geld abzap­fen. Mit dem Kopf­geld ist es in die Bin­sen gegan­gen, also will er jetzt zusatz Abga­ben für die Kran­ken­kas­se , um die 20-€ monat­lich ein­trei­ben. Wo soll ich gehen, wenn mein Bud­get im Monat nicht aus­reicht? Sind wir tat­säch­lich so wehr­los? Kön­nen wir nichts — mit ver­ei­nig­ten Kräf­ten — bewir­ken

  17. Eule schreibt:

    He, he keep cool!
    Nun, bestimmt nich viel, nun könn­te man auch drauf kom­men, dass ich hier ein blu­ti­ger Anfän­ger bin. So ist es eben. Irgend­wann weiß auchich wo man rich­tig „kom­men­tiert“.

  18. Vie­len Dank für die Infor­ma­ti­on.
    Twit­ter ist wirk­lich zu viel­sei­tig um sich nur auf eine Quel­le ein­zu­las­sen. Man hat mal wie­der etwas dazu gelernt;)

  19. rainer loretan schreibt:

    wie twit­te­re ich an eine zei­tung in bezug auf einen arti­kel von der­sel­bi­gen. ein­fach hin­ter der adr der zei­tung anfan­gen zu schrei­ben? oder zuerst auf „twit­tern“ drü­cken, dann erscheints auf mei­nem account und dann auf ant­wor­ten — aber dann bekomm ICH die ant­wort…?! gehts gar nicht ohne zu „fol­lOH-WEHrn“?

    1. Dirk Baranek schreibt:

      Wenn Sie den betref­fen­den Tweet der Zei­tung sehen, kli­cken Sie dar­in auf das Zei­chen mit dem sich nach links wen­den­den Pfeil. Dann wird in dem Feld, in dem Sie Ihre Nach­richt schrei­ben ein „@zeitungsname“ sicht­bar. Schrei­ben Sie Ihren Text nach einem Leer­zei­chen dahin­ter und kli­cken Sie auf „Twit­tern“. Die Zei­tung wird dann eine Nach­richt erhal­ten, dass die­ser Tweet an sie gerich­tet ist. Die­se Art von Dia­log kann ohne gegen­sei­ti­ges Fol­gen von­stat­ten gehen.

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